Globales Netz von US-Militärbasen überspannt die Weltkugel

Wirksam, schnell, global: Die USA verfügen über ein gut funktionierendes internationales Netz an Militärbasen- und Stützpunkten. US-Amerikanische Interessen können so weltweit vertreten werden. Egal ob Europa, Afrika, Arabien, Asien oder Südamerika: ein globales Netz der US-Army umspannt die Erdkugel. Dies führt zu völkerrechtswidrigen Geheimoperationen und schnellen Interventionen und Kriegsbeteiligungen.

Die Vereinigten Staaten unterhielten nach eigenen Angaben im Jahr 2008 761 militärische Einrichtungen aller Teilstreitkräfte (Army, Air Force, Navy, Marine Corps) im Ausland. Dies sind 14 % von 5.429 Einrichtungen insgesamt. Die Gesamtzahl der Stützpunkte, auf die die USA jederzeit zurückgreifen können, ist jedoch höher, da Basen, für die lediglich Nutzungsrechte vereinbart wurden, auf denen aber derzeit keine amerikanischen Soldaten stationiert sind, sowie etliche Militärbasen, etwa in Afghanistan und im Irak, in dieser Statistik nicht enthalten sind. Experten schätzten im Jahr 2004 die Gesamtzahl der Stützpunkte, auf die die USA jederzeit zurückgreifen können, auf ungefähr 1000. Sie sind Grundlage für das „Amerikanische Empire“ dass sich nach dem 2. Weltkrieg herausbildete.

Nahost

Die USA haben seit 2001 offiziell einen großen Teil ihrer Truppen aus Saudi-Arabien abgezogen – angeblich mit Rücksicht auf die zunehmenden Legitimationsschwierigkeiten des saudischen Regimes. Tatsächlich hat aber gleichzeitig ein massiver Ausbau der US-Stützpunkte in Katar, Kuwait, Oman, Bahrain und den Vereinigten Emiraten – alle sehr nahe am potentiellen Angriffsziel Iran – stattgefunden. Außerdem bleibt das umfangreiche Stützpunktsystem in Saudi-Arabien, das unter Kontrolle der USA angelegt wurde und völlig auf deren Bedürfnisse zugeschnitten ist, selbstverständlich grundsätzlich verfügbar.

Afrika

In Afrika haben sich die USA in der Vergangenheit, abgesehen von dem kurzen Somalia-Abenteuer in der ersten Hälfte der 1990er Jahre, militärisch vergleichsweise zurückgehalten. Lediglich mit Kenia besteht schon seit 1980 ein formales Abkommen, das den USA die militärische Nutzung des Hafens Mombasa und zweier Flugplätze erlaubt.

Nach dem 11. September 2001 setzten sich die USA mit rund 2000 Soldaten in Dschibuti in Nordostafrika fest, wo Frankreich schon seit der Kolonialzeit einen Stützpunkt besitzt. Der kleine Staat ist, geographisch gesehen, eine ideale Ausgangsbasis für Interventionsdrohungen sowohl gegen Jemen im Norden als auch Somalia im Süden. v In Dschibuti wurde das Hauptquartier der US-amerikanischen Combined Joint Task Force – Horn of Africa errichtet, das unter dem Vorwand der Terroristenbekämpfung für die Überwachung der gesamten Region zuständig ist und dabei von Einheiten mehrerer NATO-Mitgliedsländer, unter anderem auch der Bundeswehr, unterstützt wird. Die Special Forces unterhalten den Stützpunkt Camp Lemonier, und ein Landungsschiff mit 600 Marines an Bord wurde dauerhaft vor der Küste stationiert. Auch die CIA operiert von Dschibuti aus.

Im Zuge der eingeleiteten Umstrukturierung strebt das Pentagon jetzt auch Stützpunkte in Westafrika, vor allem in der ölreichen Region rund um den Golf von Guinea, an. In manchen Berichten wird über Pläne für bis zu einem Dutzend Basen gesprochen, doch befinden sich die Diskussionen offenbar noch nicht in einem detaillierten und konkreten Stadium. Sicher würde mindestens ein großer Flugplatz zum Ensemble gehören, ebenso wie Lande- und Versorgungsmöglichkeiten für die Flotte. Ähnlich wie in den Gewässern um Nordostafrika und die arabische Halbinsel sowie im südlichen Mittelmeer könnten amerikanische Kriegsschiffe einschließlich mindestens eines Flugzeugträgers – vielleicht wiederum unterstützt von anderen NATO-Partnern – dauerhaft vor den nordwestafrikanischen Küsten stationiert werden, mit einem noch festzulegenden Haupthafen.

Als Gastländer für amerikanische Stützpunkte in der Region sind überwiegend islamische Staaten im Gespräch, insbesondere Senegal, Mali, Mauretanien, Niger, Tschad, Ghana, Marokko, Tunesien und vielleicht auch Algerien. Zumeist wird es sich dabei vermutlich nicht um völlig neu zu errichtende Basen handeln, sondern um die Vereinbarung von Nutzungsrechten für vorhandene Anlagen sowie um deren Vergrößerung und Modernisierung. Zur Koordinierung wird die Bildung eines US-Kommandos für die gesamte Region erwogen. In Zentralasien, Südamerika und Kaukasus gibt es eine ähnliche Vorgehensweise der USA.

Nutzen und Einfluss

Dieses globale Netz an Militärbasen und -Stützpunkte ermöglicht den Vereinigten Staaten eine gigantische Einflussnahme auf „Gegner“ in politischem und wirtschaftlichem Gefüge. Das ständige Suchen eines „Feindes“ gewährleistet die ständige Expansion und in Standhaltung der Armeestützpunkte. Interventionen und Geheimoperationen sind je nach Notwendigkeit jederzeit und überall durchführbar und – falls nötig, auch leicht zu verheimlichen. Sie erhalten das internationale Machtgefüge am laufen – das globale Netz ist für die USA von unschätzbarer Bedeutung.

Die Basen werden regelmäßig für Interventionskriege und Operationen genutzt. Nach erfolgreichen Kriegen in naheliegenden Staaten, werden dort weitere Stützpunkte errichtet. „Kriegsbeute“ sozusagen. In Afghanistan, Irak, Kosovo und Katar kann man diese Entwicklung leicht beobachten. So entstanden dort mehr als 15 Militärbasen nach diversen Kriegsbeteiligungen unter US-Kommando.

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