in USA

China und Russland werden von vielen als der natürliche Gegenspieler des Westens (unter Führung der USA) betrachtet. Dass diese Betrachtung jedoch falsch ist und dieses falsche Ost-West-Paradigma nur Teil einer bewusst inszenierten Aufführung der Hegelschen Dialektik ist, habe ich in zahlreichen Artikel versucht zu vermitteln.

Selten bis nie kam dabei in diesem Kontext auch der Name Saudi-Arabien ins Spiel. Riad war und ist auch aktuell für die meisten Teil des Westblocks. Allein die Vernetzung Saudi-Arabiens mit dem US-Dollar-System (Stichwort Petrodollar) machte es eigentlich bislang undenkbar, dass Riad einmal die Seiten wechseln könnte bzw. sich auf den Weg begeben würde dies zu tun.

Aber genau das ist in den letzten Monaten eingetreten. Die Herrscher der Tankstelle der westlichen Welt haben sich auf die Seite der anderen im politischen Clinch mit den USA befindlichen und/oder mit Handelssanktionen belegten Staaten zusammengetan.

Alle drei scheinen der globalen Herrschaft der USA und seines US-Dollars ein Ende bereiten zu wollen. Ein Ende, das wiederum viele als Beleg dafür nehmen, dass eben Moskau und Peking doch Gegenspieler der USA/Westen sind – was ich aber – siehe oben – nur als die klassische Antithese betrachte.

Seit vielen Jahren wird der Status des Hegemons immer mehr in Frage gestellt. Da ich nach wie vor der Überzeugung bin, dass diese Länder (wie eben China und Russland) teil des Spiels sind, ist es auch nur logisch, dass diese die USA und den US-Dollar angreifen, weil es einfach zwingend erfoderlich ist, dass die USA als Hegemon und mit ihm der US-Dollar fallen. Mit einer starken USA und einer Weltleitwährung namens US-Dollar kann eine vollumfängliche Zentralisierung und damit ein Einewelt-System nicht realisiert werden.

Die letzten Maßnahmen die China, Russland und Saudi-Arabien eingeleitet haben, können durchaus die letzten notwendigen Schritte gewesen sein, den US-Dollar und die USA vom Sockel zu stoßen. Inbesondere das von China initiierte „Tauschgeschäft“ Öl-Yuan-Gold ist hierbei zu nennen. Ein bislang nicht gekannter Paradigmenwechsel, der ganz offen den US-Dollar angreift.

In den letzten Jahrzehnten hatten Riad, Moskau und Peking keinerlei Grund sich die gegenseitige Unterstützung als „Allierte gegen die USA“ zu versichern. Jeder hat in irgendeiner Form sein Auskommen mit den USA geschaffen und die Beziehungen zwischen diesen drei Staaten waren sogar entweder nichtexistent oder zumindest ablehnend.

Aber seit ein paar Jahren hat sich das aus einem ganz einfachen Grund gedreht: die USA wurden zu einem gemeinsamen Feind erklärt.

Aber was genau waren die einzelnen Ursachen für diesen Umschwung?

Im Falle Chinas dürften die US-Vorwürfe der Währungsmanipulationen, die Androhungen neuer/erhöhter Handelszölle gegenüber Peking und auch die Ablehnung der „One China“-Politik (die „Wiedervereinigung“ von China mit Taiwan) durch die USA ausschlaggebend dafür gewesen sein.

Für Saudi-Arabien begannen die Schwierigkeiten mit den USA im Jahre 2014, als es Barack Obama versäumte die aufstrebende Regionalmacht Iran einzudämmen und Washington gleichzeitig die Beziehungen zu Teheran verbessern wollte. Auch die Möglichkeit Riad für 9/11 gerichtlich in den USA verfolgen zu können, dürfte der Herrscherfamilie nicht gerade gefallen haben. Gerade ersteres sah Riad als klaren Affront gegen das Treffen von US-Präsident Franklin D. Roosevelt und König Abdulaziz im Jahre 1945 an, das die Vereinbarung mit sich brachte, dass die USA Waffen für Öl liefern würden. Auch die in den 1970ern getroffene Verabredung, Öl nur gegen US-Dollar zu verkaufen, sah Riad gefährdet.

Und Moskaus Stimmung hat allerspätestens mit den Handelssanktionen im Zuge des Ukraine-Konflikts einen Tiefpunkt erreicht.

Während also die USA bewusst oder unbewusst ihre Beziehungen zu diesen drei Ländern torpedierte, begannen diese einen „Vergeltungsplan“ zu entwickeln, dessen letzte Umsetzungsschritte ganz im Sinne der Internationalisten/Globalisten/Eliten (IGE) ist, die keinerlei Nationalgefühl, Ethnienbezug oder Religionszugehörigkeit besitzen.

Die Anführer Saudi-Arabiens, Chinas und Russlands haben ganz offen erklärt, dass sie die USA vom Thron stürzen und den US-Dollar zu Fall bringen wollen. Das Erdöl ist die Waffe der Wahl. Der Petrodollar der Hebel.

Wenn die beiden größten Erdölexporteure der Welt – Saudi-Arabien und Russland – sich dazu entschließen, Zahlungen für Erdöl auch in anderen Währungen der Welt zu akzeptieren, dann wird der US-Dollar langsam aber stetig seinen Status als Weltleit- und Reservewährung verlieren. Ein Vorgang, den ich bereits vor ca. ein einhalb Jahren vorausgesagt habe.

Russlands drittgrößter Erdölproduzent, die Firma Gazprom, hat bereits damit begonnen all ihre Transaktion losgelöst vom US-Dollar durchzuführen und auf den Yuan zu wechseln. Und China ist gerade dabei mit anderen Produzenten ähnliche Vereinbarungen zu treffen. Sollten die angesprochenen Staaten mit dem Yuan allein ihre Bauchschmerzen haben, dann kann Peking das Ganze noch mit ihren neuen Yuan-denominierten Öl-Futures unterlegen, die direkt in Gold umtauschbar sind.

Gerade letzteres dürfte für die Erdölproduzenten den US-Dollar auf den Wert von Monopoly-Geld herabsetzen.

Zu alldem hat nun der König Salman von Saudi-Arabien auch noch einen historischen Besuch Russlands vorgenommen, wo er natürlich auch mit Wladimir Putin zusammentraf. Nach jahrzehntelangen schwierigen Beziehungen. Themenschwerpunkte: Öl und Energie.

Nach dem Treffen haben die beiden Länder einen gemeinsamen Energieinvestment-Fonds im Wert von 1 Milliarde US-Dollar ins Leben gerufen. Der Fonds könnte Investitionen in Erdgasprojekte und petrochemische Anlagen umfassen.

Die saudische staatliche Ölgesellschaft Saudi Aramco hat mit dem Russischen Direktinvestitionsfonds (RDIF) und dem Gasverarbeitungs- und Petrochemieunternehmen Sibur einen Vertrag über gemeinsame Projekte im Bereich der Ölraffination abgeschlossen.

Beide Länder vereinbarten außerdem eine Zusammenarbeit in den Bereichen Kernenergie, Landwirtschaft, Informationstechnologie, Handel, Investitionen und soziale Entwicklung.

(Following the meeting, the two countries launched a joint energy investment fund worth $1 billion. The fund could include investments in natural gas projects and petrochemical plants.

Saudi state oil firm Saudi Aramco signed a deal with Russian Direct Investment Fund (RDIF) and gas processing and petrochemicals company Sibur on joint projects in the area of oil refining.

The two countries also agreed to cooperate in nuclear energy, agriculture, information technology; trade, investments and social development.)

Wir sehen also: die Zahnräder für den Sturz der USA und des US-Dollars greifen immer mehr ineinander und es ist nur noch eine Frage der Zeit bis das politische (!) Washington darauf reagieren wird – reagieren muss.

Quellen:
Global Powers Take Next Step To Dethrone U.S. And The Dollar
China’s Latest Assault on the Dollar
China will ‚compel‘ Saudi Arabia to trade oil in yuan — and that’s going to affect the US dollar
De-Dollarization Accelerates: China Readies Yuan-Priced Crude Oil Benchmark Backed By Gold
Russia, Saudi Arabia cement new friendship with king’s visit
Russia & Saudi Arabia sign billion dollar deals during King’s visit

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Mit einem Satz gesagt:
    Die Amis haben den Bogen in vieler Hinsicht überspannt.
    Das ist jetzt nicht die Schuld von Trump alleine, er beschleunigt nur das was einige Präsidenten vor ihm bereits angerührt haben mit mancherlei Mitteln.
    Mit wirtschaftlicher Erpressung, Bombardierungen unliebsamer weil aufmüpfiger Länder, diversen Regimechanges, NATO und und und.
    Nur als sie begannen Russland anzugreifen war der Anfang vom Ende eingeläutet.
    Im Kreml sitzt nämlich keine betrunkene Marionette mehr sondern ein äußerst kluger Stratege und Schachspieler dem die Amis nichts, aber auch gar nichts entgegensetzen können, außer eben brutaler Militärmacht die aber die Abwärtsschraube eher noch beschleunigt.

  2. Ja ja ja, ich sehne mich danach, dass sich diese Heinis über den Tümpel von Gülle ernähren müssen und bald als meine Hausangestellten in einem 1€ Job meine Toiletten putzen müssen.

  3. Wir Europäer müssen uns gegen die weltweite Bevormundung durch die
    USA wehren. Warum bestehen wir nicht darauf, mehr in EURO zu bezahlen, hinzu kommt, wenn Geschäfte in USD abgewickelt werden, kann uns die USA, z.B. bei Sanktionen der USA, die USA uns mit rießen Summen verklagen. Airbus kann die vom Iran bestellten Maschinen nicht liefern, weil die finanzierenden Banken mit Strafen belangt werden. Wir müssen endlich aufhören, Vasallen der USA zu sein.

    • Die Weltgemeinschaft sollte endlich sich zusammen rücken und die Usasrael sanktionieren. Diese Länder vergiften den ganzen Globus.