in USA

Vergangenes Wochenende fand in Washington D.C die erste nationale Konferenz des Israeli American Council (IAC) statt. Das Ziel von IAC ist es, die in den USA lebenden israelisch-amerikanischen Doppelstaatsbürger dazu zu bringen, ihren Nachkommen eine „zionistische Ausbildung“ zuteil werden lassen damit sie „aktiv Initiativen unterstützen, die Israels Wohlergehen, Sicherheit, Erziehung und die Beziehung zu den Vereinigten Staaten fördern“.

Gastredner an diesem Anlass waren unter anderem die Multimilliardäre Haim Saban und Sheldon Adelson, die zu den grössten Geldgebern der US-Politik gehören. Während Haim Saban die Demokraten und insbesondere Hillary Clinton unterstützt und für ihre Wahlkampagne fleissig Geld spendet, sorgt Sheldon Adelson für das gleiche Prozedere auf der Seite der Republikaner. Damit sichern sie sich den Einfluss in der US-Politik unabhängig davon wer am Ende im Weissen Haus sitzt. Im April diesen Jahres gab es bereits einen ersten Vorgeschmack darauf wie potentielle Kandidaten der Republikaner um die Gunst von Sheldon Adelson buhlen und sich die Millionen Dollars für ihre Wahlkampagnen sichern wollten, ohne die sie nicht die geringste Chance haben überhaupt die Kandidatur anzutreten.

Auch Haim Saban weiss ganz genau wie das Wechselspiel zwischen Geld und Macht funktioniert wie er es selbst formuliert hat:

„Meine drei Wege um in der amerikanischen Politik einflussreich zu sein, sind Spenden an politische Parteien, Gründung von Think Tanks und Kontrolle von Medienunternehmen.“

Mit seinen Millionen erkaufte er sich 2002 den Zugang zu dem einflussreichen Think Tank Brookings Institute, welche die Nahostabteilung anschliessend in Saban Center for Middle East Policy umgetauft hat.

Diese zwei Männer, die ohne Frage über jede Menge Macht und Einfluss verfügen, präsentierten den Teilnehmern der IAC-Konferenz ihre Sichtweise auf einige der momentan wichtigsten aussenpolitischen Angelegenheiten der USA, die den Teilnehmern vielleicht geschmeichelt hat, aber für den Rest der Welt einen äußerst verstörenden Blick in die Logik der Macht ermöglicht hat.

Als die Frage an Haim Saban gestellt wurde was er anstelle von Binyamin Netanyahu (dem israelischen Ministerpräsident) tun würde wenn die Atomverhandlungen mit dem Iran kein zufriedenstellendes Ergebnis für Israel bringen würden, antwortete Saban:

„Ich würde handeln. Ich würde das Tageslicht aus diesen Hurensöhnen herausbomben!“

Es scheint offensichtlich Usanz in den Kreisen der mächtigsten Zionisten zu sein lässig zum Massenmord im Iran aufzurufen, denn Sheldon Adelson äusserte sich letztes Jahr bei einem Auftritt in der Yeshiva University in New York (Jüdische Universität) ganz ähnlich, als er meinte dass die einzige richtige Verhandlungstaktik es wäre eine Atombombe auf Teheran abzuwerfen und dabei tosenden Applaus erhielt. Nebenbei sprach er sich bei der Feier zu seinem 70. Geburtstag dafür aus, dass die neben ihm sitzende Hillary Clinton zur Präsidentenwahl antreten sollte und er für ihren Wahlkampf so viel Geld als notwendig zur Verfügung stellen würde.

Natürlich war bei der Konferenz des Israeli American Council auch der „Friedensprozess“ zwischen Israel und den Palästinensern ein Thema. Auch hier offenbarten sich tiefe Abgründe als Sheldon Adelson den Teilnehmern erklärte, dass die Palästinenser ein „erfundenes Volk“ wären die gar keinen historischen Bezug zu dieser Region hätten.

Haim Saban erklärte dass er nach wie vor an eine Zwei-Staaten Lösung glaube, allein deshalb weil das die einzige Möglichkeit wäre den „jüdischen und demokratischen Charakter Israels“ zu bewahren. Darauf erwiderte Adelson:

„Ich denke die Bibel sagt nichts über Demokratie. Ich glaube Gott hat nichts über Demokratie gesagt. Gott sprach über die all die guten Dinge im Leben. Er sprach nicht darüber dass Israel ein demokratischer Staat bleibt, weil ansonsten Israel kein demokratischer Staat (mehr sein) wird – Und was dann?“

Nochmal zur Erinnerung: das waren nicht einfach irgendwelche Männer die ihre populistischen Meinungen zum besten gaben, sondern zwei der mächtigsten Unterstützer der demokratischen wie auch republikanischen Partei die ihr Geld nicht einfach so spenden, sondern im Gegenzug etwas erwarten.

Solange solche Männer diese Haltung an den Tag legen die nahezu identisch mit jener der rechten bis rechtsradikalen Seite Israels ist, werden sie immer mehr an Stärke gewinnen da sie solche mächtigen Unterstützer in den USA haben. Gleichzeitig aber wird dadurch das politische System in Washington immer weiter ausgehöhlt, da die Nutzniesser der Millionenspenden schon längst nicht mehr die Interessen des amerikanischen Volkes vertreten.

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Klassisches Beispiel wie Kapitalismus Demokratie demontiert. Geld ab einer gewissen Größenordnung ist immer politisch.

    Hier wird offenbar, dass eine Gesellschaft nie, nie, nie größere Kapitalkonzentrationen in ihrer Mitte zulassen darf – andernfalls verliert sie ihre Selbstbestimmung.

    Ironie der Geschichte – vor über 90 Jahren erkannte selbst ein ungebildeter Postkartenmaler, dass die usa eine Plutokratie der Wallstreet ist. Die „politisch korrekten“ Scheuklappenbewehrten tun sich selbst heute noch schwer damit.

  2. Das Vermögen, das eine Privatperson besitzen darf und das Einkommen sollten gesetzlich gedeckelt sein. Ein Gehalt von einer halben Million Euro monatlich und ein Vermögen von sagen wir mal 60 Millionen Euro sollten für jeden Luxus ausreichen. Gleichzeitig könnte man das frei werdende Kapital für Investitionen und Lohnerhöhungen der Arbeitnehmer nutzen. Politiker und Parteien sollten nur kleinstspenden erhalten dürfen, z.B. von jedem Bürger maximal 100€ pro Jahr. Bestechung sollte härter verfolgt und bestraft werden. Jaja utopisches wunschdenken…

    • 5000 Euro max. das wars. Das entspricht der realen Leistungsfähigkeit einer einzelnen Person wenn der aller dümmste 500 Wert ist. Alles andere ist Betrug oder Ausbeutung. Eine einzelne Person auch wenn sie ein Genius ist kann alleine nichts erreichen damit ist kausal bewiesen das Reichtum grundsätzlich auf Ausbeutung basiert. Selbst wenn ein Bäckermeister andere für sich arbeiten lässt ist er nur gierig und nicht ein Arbeitgeber weil er ist real nur das wert was er alleine schaffen kann.

  3. Die in unseren Tagen grausamste Form des Rassismus ist ganz eindeutig der Zionismus. Es ist ein Skandal, dass in den USA jetzt eine weitere einflussreiche Organisation für dessen Verbreitung wirbt und zahlt. Es muss weltweit endlich eine institutionalisierte Gegenbewegung geben, die dafür sorgt, dass der Zionismus in der Weltgemeinschaft geächtet wird und ihre Protagonisten in ähnlicher Weise wie Nazis isoliert und bestraft werden!

  4. Sachlich gesehen — astreine Faschisten

    Die Problemstellung :
    Manche glauben ,aus historischen Gründen gegen bestimmet Faschisten vorgehen zu dürfen
    — ein schwerwiegender Irrtum .

  5. Unsere Politschwaterköppe sind allesamt Sozialhilfeempfänger denn sie bekommen Geld vom Staat reden aber abfällig über Arbeitnehmer oder Arbeitslose. Dümmer geht’s nimmer!!!!1