in Politik

Die USA werden weiter auf „ihrem Recht“ bestehen, mit einem „nuklearen Erstschlag“ zu reagieren, sollten sie mit konventionellen, chemischen oder biologischen Waffen, oder mittels Cyberattacke angegriffen werden, erklärte jetzt ein Beamter des Pentagons. Zwar werde man sich zunächst mit konventionellen Waffen zur Wehr setzen – jedoch werde man sich die nukleare Option weiterhin vorbehalten, sollte etwa ein massiver biologischer Angriff die USA verwundbar gemacht haben.

Der Pentagon-Beamte erklärte zudem, dass die nukleare Erstschlag-Option der USA gegenüber den Verbündeten als „vertrauensbildende Maßnahme“ betrachtet werden würde. Würden die USA keinen atomaren Erstschlag als Gegenwehr in Betracht ziehen, so würden die US-Verbündeten den Glauben an ihren Schutz verlieren, berichtet „RT Deutsch“. Washington habe bislang keine Pläne, seine nukleare Erstschlag-Option aufzugeben, d. h. unter „extremen Umständen“ den „Feind“ mit Atomwaffen zu bombardieren.

Bereits Obama erklärte, dass er „alle Instrumente erhalten werde, die für die Sicherheit der Amerikaner nötig seien“. Die Option eines nuklearen Erstschlags gab Obama auch nicht auf. Unter Präsident Trump ist eine neue Atomwaffendoktrin ins Leben gerufen worden. Demnach will das Pentagon kleinere Atomwaffen mit geringerer Sprengkraft entwickeln, um flexibler auf Angriffe reagieren zu können. Diese wurde sowohl von Russland als auch von China scharf kritisiert. Die neue Atomwaffendoktrin der USA sei eine Provokation und werde als Rückfall in die Mentalität des Kalten Krieges angesehen. Offenbar steuern die USA, auch im Hinblick auf die Aufkündigung des INF-Abrüstungsvertrags, auf Konfrontationskurs, erklärte das russische Verteidigungsministerium.

2018 stellte Trump die „Nuclear Posture Review“ (NPR) vor, die eine Reihe von Umständen auflistet, unter denen die Vereinigten Staaten einen nuklearen Ersteinsatz in Betracht ziehen könnten. Diese Klausel stellt eine wesentliche Veränderung gegenüber der früheren US-Atomwaffendoktrin dar. Das Atomwaffenarsenal wird modernisiert und um neuartige Nuklearsprengköpfe erweitert. Ballistische U-Boot-Raketen und seegestützte Marschflugkörper können damit ausgerüstet werden. Die USA wollen zudem Atombomben modernisieren, die in Deutschland, Belgien, Italien und den Niederlanden stationiert sind.

Die russische Militärdoktrin erlaubt den Einsatz von Atomwaffen nur auf Reaktion auf einen Angriff mit Massenvernichtungswaffen oder wenn die Souveränität Russland bedroht wird. Russland kritisierte Washington: Der Einsatz der neuen Atombomben verstoße gegen den Atomwaffensperrvertrag.

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Kommentar

  1. Diese kriegsgeilen Idioten glauben immer noch, mit „kleineren“ Atomwaffen ungestraft ihr „Recht“ auf einen atomaren ERSTschlag aufrecht erhalten zu können, ohne dafür bestraft zu werden. Hören die eigentlich nie zu, wenn andere Regierungsoberhäupter ihnen dieses „Recht“ kategorisch absprechen – und mit einer eindeutigen Antwort drohen?
    Das Schlimme ist, dass in so einem Fall wir ALLE die Dummen sind … respektive die toten Dummen!
    Wie immer wieder festgestellt wird: die Welt verändert sich. Allerdings in Richtung Untergang!

    • Nein, die Idioten hören nicht zu.
      Sie phantasieren immer noch von ihren Weltmachtsträumen, obwohl sie bereits ein schlingerndes Schiff auf ganz rauher See sind.
      Sie begreifen auch nicht dass sie es Streichelpartnern a la Frankreich oder GB zu tun haben sondern Russland, China, Indien, Nordkorea oder Pakistan.
      Diese werden einem ‚präventiven Erstschlag‘ nicht tatenlos zusehen sondern die USA und damit auch die ganze Welt ausradieren.