in Politik

Seit 56 Jahren erkennen amerikanische Präsidenten alljährlich die Unabhängigkeit des Donbass an, ohne es zu merken.

Sechs Jahre Amtszeit, sieben begonnene Kriege. Und ein Friedensnobelpreis. Obama hatte allen Grund, sich am 05. August vor dem Kongress mit seiner Kriegswut zu brüsten. Nur in der Ukraine, genauer im Donbass, scheint es nicht so recht voranzugehen. Nun hat sich herausgestellt, dass Washington überhaupt keinen Rechtfertigungsgrund besitzt, den antifaschistischen Freiheitskämpfern im Donbass Sezessionsbestrebungen vorzuwerfen. Die Unabhängigkeit der Ostukraine hat der ehemalige US- Präsident Twight D. Eisenhower bereits 56 Jahre zuvor in einer präsidialen Proklamation anerkannt, dem sogenannten Public Law 86-90.

Am 17. Juli 1959 beschloss das Weiße Haus unter Eisenhower, die damalige Sowjetunion ein wenig zu ärgern, indem man die ‘Resolution für unterdrückte Nationen’ (Resolution Captive Nations) formulierte. Darin erkennen die USA die Unabhängigkeit einer ganzen Reihe von Nationen an, die sich zu dieser Zeit unter dem Einfluss der UDSSR befanden. Es handelt sich hierbei um Polen, Ungarn, Litauen, Czechoslowakei, Lettland, Estland, Weißrussland, Rumänien, Ostdeutschland, Bulgarien, Armenien, Teile der Mongolei, Azerbaijan, Georgien, Nordkorea, Albanien, den Ural, Tibet, Turkestan, Nordvietnam, Ukraine und Cossackia. Letzteres rückt heute wieder ins Blickfeld der Berichterstattung, denn der anachronistische Begriff Cossackia beschreibt nichts anderes, als den Donbass.

Der Donbass verdankt seinen Namen dem Fluss Don, ebenso wie die Stadt Donezk. An Mütterchen Dons Ufern siedelten damals bevorzugt Kosaken. Es handelte sich um die Oblast Zaporozhy. Da nur wenige Amerikaner eine phonetische Herausforderung wie ‘Zaporozhy’ unbeschadet überstehen, wurde das Gebiet der Einfachheit halber umbenannt in Cossackia und umfasst dabei genau die Regionen um Donezk und Lugansk. Der Resolution Captive Nations zufolge sind die Ukraine und Cossackia zu behandeln wie zwei getrennte Länder, bewohnt von separaten Völkern. Somit sind die USA das allersterste Land, welches offiziell die Unabhängigkeit der donezker und lugansker Region anerkennt. Wortwörtlich heißt es hierzu in der genannten Resolution: “Die imperialistische Politik des kommunistischen Russlands, durch direkte und indirekte Aggression, führte in die Unterwerfung der nationalen Unabhängigkeit von Czechoslowakei, Lettland, Estland, Weißrussland, Rumänien, Ostdeutschland, Bulgarien, Armenien, Teile der Mongolei, Azerbaijan, Georgien, Nordkorea, Albanien, dem Ural, Tibet, Turkestan, Nordvietnam, der Ukraine und Cossackia.”

Na und?

Richtig, wen kümmert es schon, was die USA vor fast 60 Jahren so von sich gegeben haben? Dabei ist das nicht ganz richtig. Denn jedes Jahr im Juli läuten amerikanische Präsidenten seither die Eröffnung der ‘Woche der unterdrückten Nationen’ (Captive Nations Week) ein, einer Gedenkwoche zur Erinnerung an all die vielen, von den Sowjets unterdrückten Nationen. So verkündete Barack Obama auch in diesem Jahr stolz: „Daher bestätige ich, Barack Obama, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, hiermit den 19. Juli bis zum 25. Juli 2015, als Captive Nations Week.“ Offenbar haben die noch gar nicht gemerkt, dass die Sowjetunion schon vor 26 Jahren aufgehört hat, zu existieren. Zum Schluss noch ein kleiner Verweis auf den Urheber der Proklamation. Der diese verfasste, war kein Geringerer, als Lev E. Dobriansky, ein erbitterter Antikommunist, der als Nachfolger des Nazikollaborateurs Stepan Bandera galt. Dieser hatte während der Zeit des Ostfeldzuges zehntausende von Menschen in die Vernichtungslager geschickt, darunter Juden, Kommunisten, Oppositionelle, Sinti, Roma, Behinderte und viele andere.

Dass die rassistischen Überzeugungen seines Nachfolgers Dobriansky in Washington auf fruchtbaren Boden fielen, darf nicht verwundern, schließlich waren Nazis dort stets willkommen. So leitete der 1918 geborene Dobriansky beispielsweise den ukrainischen Lobbyverband bis ins Jahr 1983 hinein und unterhielt stets beste Beziehungen zum Weißen Haus, damals noch unter Ronald Reagan. Seine Tochter Paula Jon Dobriansky wurde unter Reagans Präsidentschaft in den Nationalen Sicherheitsrat gewählt und war dort zuständig für Osteuropa. Während der neunziger Jahre leitete sie das Council On Foreign Relations und wurde anschließend 2001 von George W. Bush zur Staatssekretärin im Außenministerium erhoben. Jenem Bush, dessen Großvater George Prescott Bush im Jahre 1933 versucht hatte, Roosevelt in einem Putsch zu entmachten um eine amerikanische Diktatur nach italienischem Vorbild (Mussolini) zu installieren. Jener Bush, dessen Enkel im selben Club wie sein Großvater (Sculls & Bones) auch heute noch intensive Kontakte zu den Nazis dieser Welt pflegt. Man kennt sich eben.

Quellennachweis und weiterführende Links:
 globalresearch
narodnieurasia
wikipedia.org/wiki/Cossackia
sputniknews
whitehouse.gov/the-press-office/2015/07/17/presidential-proclamation-captive-nations-week-2015
fpif.org/seven-decades-nazi-collaboration-
americas-dirty-little-ukraine-secret/
josopon.wordpress.com/tag/bandera/

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Kommentar

  1. Kennt die US-kanzlerin Frau Merkel diesen Teil der Geschichte ? Aber sie kennt ja so wie so nur was in ihren Kram passt. Haupsache weiter luegen und betruegen zur Schwaechung der BRD-GmbH .
    Mit ihr gibt es uebrigens kein 3. Rettungspaket fuer Griechenland (Baengster). Ist aber Schnee von gestern. Heute ist ein neuer Tag.

  2. der ami ist bankrott . das muss mann zur kenntnis nehmen . gesetze gelten nicht mehr . das verkommene system kann nur durch kriege überleben . der ami muss boycottiert werden mit seiner kriegstreiberei , aber merkel macht ja noch mit . wieviel bekommt die alte eigentlich pro monat bezahlt , dafür das sie gegen deutsche intressen non stop arbeitet . mehr prostitution geht gar nicht . psychopaten und faschisten , das ist das amerika 2015 . traurig