in Politik

Die New Yorker Filiale der Federal Reserve ist das größte Goldbarrenlager der Welt. Dennoch sinken oder stagnieren die Einlagerungszahlen seit mehreren Jahren. Die Bundesrepublik beispielsweise hat einen Teil ihrer Reserven zurück geholt. Die jüngste Bilanz der Federal Reserve zeigt jedoch: Jemand hat tonnenweise Gold eingelagert. Die Spur führt nach Kiew.

2014 vermeldeten zwei Zentralbanken, dass sie Goldbestände aus der US-amerikanischen Notenbank abziehen werden. Das waren die Deutsche Bundesbank und die Niederländische Zentralbank (DNB). Offizielle Einlieferungen gab es keine. Die Bundesbank gab bekannt, dass sie 2014 85 Tonnen Gold aus den Beständen der FED nach Frankfurt geholt habe.  Die DNB vermeldete die Rückholung von 122,5 Tonnen Gold. Glaubt man den offiziellen Zahlen hätten in der FED-Bilanz für das Jahr 2014 also 122,5 + 85 = 207 Tonnen Gold weniger  vermerkt sein müssen. Zieht man diese Zahl von den regulär gemeldeten 6198 Tonnen Gold für das Jahr 2013 ab, so erhält man ein zu erwartenes Bilanzergebnis von 6198 – 207 = 5991 Tonnen eingelagerten Gold. Zur Verdeutlichung hier eine Tabelle, die die eingelagerten Goldreserven pro Jahr in Wert und Anzahl darstellt. Statistische Basis der Tabelle sind die offiziellen FED-Angaben.

Nun hat die FED jedoch ihren offiziellen Jahresbericht für 2014 herausgegeben. Darin heißt es, dass am Ende des Jahres 2014 6019 Tonnen Gold in New York eingelagert waren. Das entspricht zum Vorjahr einer Differenz von 177 Tonnen Gold. Im Klartext: 2014 hätten laut offiziellen Angaben der Zentralbanken, die Goldreserven zurückholen wollten, 207 Tonnen Gold fehlen müssen. Tatsächlich fehlen nur 177 Tonnen Gold. Wie kann das sein? Grundsätzlich gibt es drei plausible Szenarien die das erklären könnten.

DNB holte weniger Gold heim als angegeben

Die niederländische Zentralbank könnte weniger Gold heimgeholt haben als sie offiziell angegeben hatte. Sie müsste laut Rechnung 30,5 Tonnen Gold in New York gelassen haben. Das entspricht laut aktuellem Goldpreis einem Wert von mehr als eine Milliarde Euro. Mit Blick auf die anderen Szenarien ist dies jedoch die das unwahrscheinlichste. Denn ein solcher Betrug fällt leicht auf und ist in den Niederlanden strafbar. Außerdem gäbe es kaum einen politischen oder wirtschaftlichen Grund eine solche Fehlleistung zu verheimlichen. Außerdem hätten auch die DNB-Bilanzen verfälscht werden müssen, denn diese zeigen die offiziell korrekten Zahlen. Anders verhält es sich in Deutschland.

Die Bundesbank verschweigt Probleme bei Rückholung

Ein weiteres Szenario ist Betrug der Deutschen Bundesbank. Auch diese gab zwar in ihrer Bilanz Zahlen an, die mit den Medienberichten übereinstimmten, dennoch wäre hier ein Betrug deutlich wahrscheinlicher. Immerhin wird in der Bundesrepublik schon lange darüber gerätselt warum ein großer Teil der Bundesbank-Währungsreserven immernoch im Ausland lagert.  Deswegen wurde der Druck auf die Bundesbank zunehmend größer. Darum beschloss das Geldinstitut in einem Versuch, die Gemüter zu beruhigen, die Rückführung von 150 t Gold. Aber, so erklärte die Bundesbank, tun sie dies schrittweise über einen Zeitraum von drei Jahren. Es ist nämlich zu viel Gold, um es in einem Mal mit einem Flugzeug zu transportieren.

Die Niederlande beweisen jetzt, dass Deutschland irrte. Der große Unterschied zwischen den Niederlanden und Deutschland besteht darin, dass die Niederlande ihre 122,5 Tonnen Gold bei der New York Fed sehr wohl in einem Mal anforderten. Im Gegensatz zu den Deutschen regelte die DNB die Übertragung in nur einigen Wochen, während die Deutschen glauben, Jahre dafür zu benötigen. Als die Deutschen im Jahr 2007 das Gold sehen wollten, erhielten sie nicht einmal Zutritt zum Tresor. 2011 tauchten sie zu einer zweiten Inspektion auf, und dieses Mal durften sie mehr sehen. Einer der neun Tresorabschnitte wurde geöffnet, und man zog einige deutsche Barren aus dem damals noch prall gefüllten Tresorraum. Diese wurden gewogen und überprüft.

Eine Möglichkeit ist also, dass die Deutschen entweder keinen Zugang zu ihren Goldreserven in New York haben oder diese gar nicht mehr existieren. Folgerichtig gestaltet sich auch eine Rückführung problematisch. Die Bundesbank könnte also entweder auch die eigene Bilanz nach oben gefälscht haben oder die fehlenden 30,5 Tonnen Gold einfach aus anderen ausländischen Lagerstätten abgezogen haben – wie z.B Paris. Dagegen spricht, dass das wiederrum einen Fehler in der Pariser Bilanz hervorrufen müsste, was jedoch auch nicht der Fall war. Auch hier wäre ein solcher Betrug durch die Bundesbank sehr schwierig.

Das Gold stammt aus Kiew

Offiziell sagt die FED dazu, woher das Gold kommt, nichts und öffnet damit Spekulationen Tür und Tor. Laut „Handelsblatt“ führt die heißeste Spur nach Kiew. Die ukrainische Zentralbank hat im vergangenen Jahr einen Teil ihrer Goldreserven verkauft, um den Devisenbedarf des Krisenstaats zu decken. Anfang 2013 soll sie noch 32 Tonnen Gold besessen haben, Gut möglich dass ein Großteil der ukrainischen Goldreserven zunächst zum Goldhandelsplatz nach New York gebracht wurden, um sie dort zu verkaufen. Denn die Stadt ist einer der wichtigsten Handelsplätze für das Edelmetall. In Kiew dagegen könnten sie nur schwer verkäuflich gewesen sein. Außerdem ist die politische Lage in der Ukraine so undurchsichtig und von Anarchie geprägt, dass ein solcher Schwindel kaum auffallen könnte.

Im März 2014 berichtete die pro-russische Website iskra-news.info darüber, dass die ukrainischen Goldreserven in einer Nacht- und Nebelaktion ausgeflogen worden seien. Vor einigen Wochen hat jedoch auf einer offiziellen Pressekonferenz die ukrainische Nationalbankchefin Valery Gontareva bestätigt, dass sich die ukrainischen Goldreserven nur noch auf 0,3 Tonnen belaufen – anstatt der offiziell in den Büchern befindlichen ehemals 21,1 Tonnen. Das heißt 20,8 Tonnen sind verschwunden. Gleichzeitig gab Valery Gontareva keinerlei Erklärung über den Verbleib bzw. das Verschwinden der 20,8 Tonnen Gold ab. Im Klartext: Laut offizieller Buchhaltung der ukrainischen Notenbank wurden also eh bereits 32 – 21,1 = 10,9 Tonnen Gold verkauft. Plus die 20,8 Tonnen Gold die nun klammheimlich verschwunden sind gäbe das eine Summe von 20,8 + 10,9 =31,7 Tonnen ukrainischem Gold. In der FED-Bilanz tauchen 30,5 Tonnen Gold zuviel auf.

Es ist also das wahrscheinlichste Szenario, dass die ukrainischen Goldreserven verkauft oder für geheime Gegenleistungen an die US-Notenbank verscherbelt wurden. Eine offizielle Erklärung der FED erfolgte bis heute nicht.

Herzlichen Dank für die Recherche von Peter Boehringer, Goldseitenblog.

Literatur:

Quellen:

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Vorher waren die lybischen Goldreserven den gleichen Weg gegangen. Warum wohl? Weil Lybien eine private Rothschild-Zentralbank bekommen hat?

    • DAS NENNT MAN DER RAUB ZUG DER FASCHISTEN! DAMIT SIE SICH DIE ZUKUNFT MINDENNSTENS SICHERN! SIE WISSEN DAS SIE AM MACHT NICHT SO LANGE BLEIBEN! ABER ZU ERST DIE MENSCHEN AUSPLUNDERT !!!!!!!!