Ukraine und Moldau: Neue Eskalation um Transnistirien provoziert?

Wie der transnistrische Sender berichtete, wollen Ukraine und Moldau den seit über 20 Jahre eingefrorenen Konflikt zwischen Moldau und der autonomen Republik Pridnestrove wieder auftauen. Dank dem neuen Gouverneur von Odessa Michail Saakaschwili wird es immer wahrscheinlicher, dass wir einen neuen Konflikt in Europa bekommen.

Seit Beginn von Maidan und dem Regierungsputsch in der Ukraine 2014 leidet Pridnestrove unter den Folgen. Ukraine und Moldau haben ein Embargo gegen transnistrische Produkte verhängt und erlauben ebenfalls nicht den Export russischer Produkte in die Republik. Darunter leidet die transnistrische Wirtschaft massiv, da sie eigene Produkte nicht verkaufen kann und keine Produkte eingekauft werden können, die selbst nicht produziert werden.

In der Pridnestrovischen Moldauischen Republik leben überwiegend Bürger mit russischen Reisepässen. Auch die über 1.200 Friedenssoldaten, die Russland Anfang der 90- ziger nach dem Krieg zwischen Moldau und Transnistrien dorthin entsandt hat, sind mittleweile auch Anwohner der Republik und haben dort ihren festen Wohnsitz. Seit Monaten verweigert die Ukraine russischen Bürgern aus Transnistrien die Einreise. Jetzt zieht Moldau mit. Seit einigen Tagen haben Russen aus der Republik Einreiseverbote erhalten und werden an der Transnistrischen – Moldauischen Grenze abgewiesen ohne jeglichen Grund zu erfahren. Somit sind die meisten Bürger im eigenen Land eingesperrt und umzingelt.

Für Moldau und Ukraine wären auch die Waffenlager aus der Sowjetzeiten interessant, die sich unter anderem in der Stadt Bendery befinden. Außer Munition werden dort auch Minen und Granaten gelagert.

Das Ziel der beiden Länder scheint, Transnistrien immer mehr von der Außenwelt abzugrenzen und dort den 2. Donbass zu provozieren. Ukraine ist bereits seit einem Jahr dabei einen über 400 Kilometer langen Graben entlang der Grenze zu Transnistrien zu errichten. Sie haben jedoch erst 50 Kilometer im letzten Jahr geschafft. Die autonome Republik wird international nicht als Staat anerkannt sondern als russische Enklave. Die Republik kann eventuell im Falle eines Krieges auf die Hilfe von Russland hoffen was natürlich wiederum als Aggression und Provokation gewertet werden würde.