in Politik

Der Chef von Gazprom, Alexei Miller, hat erklärt, dass Russland ab sofort Gaslieferungen in die Ukraine nur noch per Vorkasse vornehmen wird. Und der Außenminister Lawrow hat bekanntgegeben, dass er nichts mit seinem ukrainischen Pendant, Andrii Deshchytsia, zu besprechen hätte und dass er ihn folgerichtig auch nicht treffen werde. Im Gegensatz zum immer ruhigen und diplomatischen Lawrow, unternahm Miller keinerlei Anstalten seinen Widerwillen und seine Verachtung für die Junta in Kiew, die er eindeutig als Erpresser und Diebe betrachtet, zu verbergen. Das wurde besonders deutlich, als er sagte, dass das Gas, das die Ukraine als Reserve besitze, genau der Gasmenge entspricht, die sie jetzt zu zahlen ablehnen. Ganz konkret: Die Ukraine hat Gas von Russland gestohlen, um ihre Reserven aufzufüllen und sie beginnen jetzt damit Gas zu stehlen, das von den Europäern bezahlt wurde. Wahrlich nett. Und sehr “EU-kompatibel”

Zwar haben damit Lawrow und Miller endlich ihren Ekel bzgl. der Juntaführung gezeigt, aber ist es nicht genau das, was die ukrainische ReGIERung errreichen will?

Die Junta in Kiew ist zum Scheitern verurteilt, Ukraine in dieser Form ist nicht überlebensfähig, die Restukraine liegt in Trümmern und ist unheilbar zerbrochen, und es gibt niemanden im Westen, der etwas daran ändern könnte. Und auch die Ukrainer wissen das. Das ist auch der Grund, warum es aus ihrer Sicht entscheidend ist Russland irgendwie mit hineinzuziehen, da Russland der einzig mögliche Sündenbock ist auf den sie alles schieben können. Russland hat also jetzt die Gasversorgung abgedreht und der russische Außenminister hat bekannt gegeben, dass er ein Treffen mit seinem ukrainischen Kollegen ablehne. Und wir wissen, wie die ukrainische und westliche Propagandamaschine das Ganze auslegen wird. Zum Beispiel so:

Trotz all unserer Anstrengungen und in guten Glauben geführten Verhandlungen mit Russland, das unser Land besetzt und Terroristen schickt, um unsere Bürger zu töten, haben die Imperialisten im Kreml sich dafür entschieden die “Gaswaffe” gegen unsere Bevölkerung einzusetzen. Schlimmer noch, statt unserem Außenminister zu danken, der – trotz persönlicher Risiken – sich einer aufgebrachten Menge gestellt und diese beruhigt hat, und somit die russischen “Diplomaten”  (die natürlich FSB Spione sind) vor dem gerechten Zorn der Menschen gerettet hat, haben sie jetzt erklärt, dass sie es ablehnen mit uns zu sprechen. Wieder einmal zeigt Moskau, dass sie nicht in die Gemeinschaft der zivilisierten Nationen Europas gehören.

Und natürlich wird die ukrainische Führung wieder stehende Ovationen dafür von den westlichen Politdarstellern und Medien bekommen. Das ist so voraussehbar, dass es nicht einmal mehr lustig ist. Aber da gibt es noch etwas viel beängstigenderes: Die Taktik der Ukraine ist eine vernünftige. Warum?

Nun, wenn eine Seite wirklich so verzweifelt ist, um die andere Seite zu provozieren, wie hoch ist die Chance eines Scheiterns? Wenn sich zwei treffen und einer würde all seine Energie und Kreativität auf sein alleiniges Ziel fokusieren, um die Aufmerksamkeit des anderen zu erhalten und ihn damit zu einer Reaktion zu zwingen – wie lange wird es dauern bis der eine das bekommt was er will?

Genau das passiert hier. Alles was die Ukraine zu tun hat, ist zu eskalieren, eskalieren und noch weiter zu eskalieren, und egal was sie tun der Westen wird es immer beschönigen, genehmigen oder sogar loben. Es gibt nichts, was die faschistische Junta zurückhält. Dazu ein kleiner Auszug eines Ukrainers vor Ort in der Ostukraine:

Kramatorsk wird platt gemacht, die ganze Stadt liegt unter starkem Beschuss mit GRAD und HURRICANE MLRS. Alles, Industriegebiete, Einkaufszentren, Infrastrukturbereiche, Wohngebiete werden platt gemacht. Wir werden 100, wenn nicht gar tausend tote Zivilisten  haben. Ist das die Gräueltat, die benötigt wird, damit Russland eingreift? Ich weiß es nicht. Noch nicht.

Zwei Städte in Europa erfahren das gleiche Schicksal wie Oradour-sur-Glane (franz. Gemeinde in der 1944 von den Nazis 642 Zivilisten ermordet wurden, Anm. d. Verf.) und niemand im Westen schert sich einen Dreck darum. Deutschland und Frankreich haben Gesetze verabschiedet, die es grundsätzlich verbieten eine ehrliche historische Erforschung der Nazi-Gräueltaten im zweiten Weltkrieg vorzunehmen, während zur gleichen Zeit Gräueltaten der faschistischen Nazis der Kiewer Junta diese nicht nur abstreiten, sondern sie in einem Land pro-aktiv unterstützen, von dem sie behaupten, dass es Teil von Europa ist. Wie verrückt ist das?

Es wird aber noch besser. Jeder, und ich meine wirklich jeder, ist sich vollkommen bewusst, dass die Ukraine früher oder später das europäische Gas abschöpfen wird. Es war also ganz offensichtlich, dass die beste Lösung die Umgehung der Ukraine mit der North bzw. South Stream-Pipeline ist, um sicher zu stellen, dass das europäische Gas (ab dem Zeitpunkt der Bezahlung ist es europäisches Gas) geliefert wird. Aber nein, die EU kritisiert Bulgarien, McCain unternimmt eine Reise nach Sofia und, voila, die Bulgaren stoppen den Bau der South Stream-Pipeline, was am Ende natürlich nur der EU weh tun wird (nicht Russland oder der USA).

Um es kurz zusammen zu fassen:

  • Die faschistische Junta in Kiew kann nicht überleben und sie weiß das.
  • Uncle Sam ist verzweifelt und will Russland in eine militärische Intervention zwingen.
  • Die EU ist das, was in US-Gefängnissen eine “Punk Ass Bitch” genannt wird.

In wie weit stehen also die Chancen, dass Russland in diesem Zusammenhang nicht provoziert wird oder sich provoziert fühlt?

Nahe Null.

Was Lawrow und Miller getan haben ist nur ein erster Schritt. Im Wesentlichen, auch wenn Miller und Lawrow das Richtige getan haben, haben sie der Ukraine genau das gegeben, was sie wollten. Und das ist beängstigend. Da dieser “Erfolg” mehr Versuche nach ziehen wird, Russland dazu zu zwingen (erneut) zu reagieren. Was kann also als nächstes kommen?

Ein Angriff mit Raketen auf z.B. einen Kindergarten in Belgorod oder auf der Krim? Die Entführung eines Russen, der noch in Kiew arbeitet? Sie können auch einen russischen Grenzposten angreifen, ein russisches Schiff im Schwarzen Meer attackieren oder sogar eine russisch-orthodoxe Kirche in die Luft sprengen. Und was dann? Wird Russland dann auch nur verbal protestieren?

Das ganze ist nicht zu weit hergeholt. So gibt es bereits einen Fall, in dem eine ukrainische Su-25 in den russichen Luftraum eingedrungen ist, um einen Grenzposten der ostukrainischen Widerständler anzugreifen. Die Russen hätten das ganz einfach unterbinden können (sie haben die Technologie, die benötigt wird, um annähernd die gesamte ukrainische Luftwaffe am Boden zu halten ohne dass eine einzige Flugabwehreinheit oder eine Radarstation über die Grenze transportiert werden muss).

Aber sie haben sich stattdessen dagegen entschieden, da in der Zeit, die sie benötigen würden, um zu beweisen, dass der Eindringling den russischen Luftraum verletzt hat, die ukrainische Version (dass es sich dabei natürlich um eine russische Aggression gehandelt hat) bereits als Aufmacher auf den Titelseiten der Westmedien zu finden wäre. Erinnern wir uns daran, wie lang es gedauert hat, bis der Westen schließlich widerwillig zugab “ja, okay, die Georgier haben mit den ersten Angriffen begonnen”? Darüber hinaus: Wieviele Menschen haben bis heute davon gehört?

Man kann sich sicher sein, dass sich die Leute im Kreml dessen bewusst sind und – ausgehend von dem Kreml nahestehenden Personen – dass Moskau die Entscheidung getroffen hat, so lange wie möglich zu warten, einfach um eine Rechtfertigung für eine unausweichliche Intervention, die so eindeutig wie möglich sein würde, zu bekommen. Man muss verstehen, dass Russland keine speziellen vorbereitenden Schritte benötigt um in der Ostukraine einzugreifen. Der ganze NATO-Unsinn über russische Truppenbewegungen und -konzentrationen entlang der Grenze ist nur Propaganda für die Zivilbevölkerung. Tatsache ist, dass Putin die Order geben kann und in den nächsten 30 Minuten wäre der ganze Donbass eine No-Fly-Zone, innerhalb von 60 Minuten wären die meisten ukrainischen Artilleriestellungen und Kommandoposten durch Raketen zerstört, womit die Widerständler (unterstützt durch ein paar zusätzlichen Freiwillige) in der Lage wären den ganzen Donbass zu kontrollieren. Genauso wie die Todesschwadronen der Ukrainer würden die ukrainischen Soldaten um ihr Leben rennen. Das einzige Problem ist dabei das Timing. Der Kreml wartet verzweifelt auf ein Zeichen, dass die Europäer langsam realisieren, welches Monster sie in der Ukraine losgelassen haben. Es ist unwahrscheinlich, dass den Europäern plötzlich ein Gewissen oder ein Rückgrat wächst und sie zugeben, dass in der Ostukraine Massenmorde begangen wurden. Eine russiche Intervention scheint daher unvermeidlich.

In der Zwischenzeit wird die Provokation weitergeführt werden – wie dass z.B. zwei Journalisten des russischen Fernsehsenders Zvezda News durch ein ukrainisches Todesschwadron entführt wurden und 200.000 US-Dollar Lösegeld verlangt wurde. Obwohl niemand nähere Details bekannt gab, wurden beide mehrmals geschlagen, einer hatte ein herrliches Veilchen unter dem Auge, während der andere mit dem linken Ohr nichts mehr hören kann. Es gibt desweiteren Nachrichten, dass versucht wurde das russische Konsulat in Odessa zu bombardieren und dass jemand (lokale Polizei?) das ganze verhindern konnte und es in einer riesigen Schlägerei endete. Und natürlich regnet es gerade Bomben auf Kramatorsk und Slawjansk – die Terroroperation ist deutlich in vollem Gange.

Die ukrainische Junta “gewinnt” in dem Sinne, dass sie dabei erfolgreich sein wird eine russische Intervention auszulösen, die dann von ihnen in einen Krieg umgemünzt wird. Wenn ihnen das gelingt, wird es ein kurzer Krieg sein, aber der politische Schaden wird enorm sein. Eine letzte Begründung für Putin, so lange wie möglich zu warten, ist, dass sich ein möglichst hoher Anteil der russischen Bevölkerung empört, bevor ein Eingreifen erfolgt – so dass es keine “Putin-Entscheidung”, sondern eine “Forderung des russischen Volks” ist.

Ergo:
Es wird noch viel schlimer werden, bevor es besser wird und viele unschuldige Menschen werden sterben. Ab er am Ende wird die Gerechtigkeit siegen.

(Teil-/Übersetzung des Artikels The neo-Nazi junta in Kiev dramatically increases its efforts to provoke Russian into an intervention von The Vineyard of the Saker)

Quellen:
The neo-Nazi junta in Kiev dramatically increases its efforts to provoke Russian into an intervention
Ukraine crisis: Russia halts gas supplies to Kiev
Lavrov: There is nothing to talk about with Ukrainian Foreign Minister Andrii Deshchytsia
Kindergarten? Nuthouse? Zoo? You pick!
Wikipedia – Oradour-sur-Glane

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Kommentar

25 Kommentare

  1. Danke an Autor. Schade dass Mutti neopresse nicht ließt, sie hätte einiges über Demokratie aus Usa verstanden. Auch sie geht irgendwann rente, hoffe bald.

  2. Dass die Nato-Junta in Kiew eine verantwortungslose Bande ist mag ja sein, doch die Lage scheint noch komplizierter.

    Russland hat erst eine Marionette in der Ukraine installiert und dann die Krim gestohlen. Die rangeputschte Nato-Junta stiehlt nun das Gas der Europäer. Oder verschenken EU-Politiker das Gas – ohne dass der Steuerzahler hier davon erfährt?

    Nebenbei tummeln sich Hundertschaften von Nato-Söldnern, vermutlich Spezialtruppen. Wer kontrolliert deren Aktionen? Vermutlich hat Kiew keine Kontrolle über diese Fremdtruppen.

    Wer führt die Provokationen tatsächlich durch, ukrainische Truppen, oder Nato-Söldner?

    • Apropos Oradour-sur-Glane:

      Zu dieser Story gibts übrigens auch eine Gegendarstellung.

      Demnach sollen Kämpfer der Resistance im Vorfeld des dortigen Kampfes Deutsche Soldaten auf der Landstraße überfallen und grausame Morde an ihnen begangen haben, Kehle durchgeschnitten und sowas.

      Im Dorf wurden sie dann von der Waffen-SS gestellt und es gab einen mörderischen Häuserkampf. Die Bewohner wurden zum Teil in der Kirche eingesperrt. Dort soll jedoch ein Munitionslager der Resistance gewesen sein, dass während der Kämpfe hochging.

      Was ist die Wahrheit? Ich vermag es nicht zu sagen.

      Vielleicht haben beide Seiten furchtbare Verbrechen begangen und jeder schiebts auf den Anderen.

      Und wer den Krieg verliert, …

      • @ Richard 0:26 Oradour war ein Munitionslager der Kommunisten die grausame Morde aus dem Hinterhalt an dt Soldaten verübten
        siehe Herbert Taege: Wo ist Kain und h Taege Wo ist Abel. Was auch in Guernica in Nordspanien z Zt der kommunistischen Umwälzuung in Spanien ab 1936 der Fall war, das durch dt Luftwaffe aus Versehen eine Munitionslager der Kommunisten zur Explosion gebracht wurde. Alle getöteten Zivilisten bei diesen Unglücken in Guernica Tulle und Oradour wurden in der allierten Geschichtspropaganda den „bösen Deutschen“ untergeschoben. Übrigens die „Resistance-Juden“ in Frankreich hatten einen Heidenspass auch nach dem1945 noch friedliche SS und Charlemagne Soldaten im Ruhestand zu ermorden !!! wie ja auch in Polen durch…

    • so ein SCHWACHSINN Die Krim WAR immer RUSSISCH der Alkoholiker Chruschtschow hat sie im Vodkarausch verschenkt, nur das es damals egal war zu CCCP Zeiten. UND es hat ein REFERENDUM gegeben was EINEINdeutig war…

      • Ach so, die Krim war „immer“ russisch.

        Also nicht, wie man liest in einem Unternehmen, wie sollen wir es nennen, vielleicht Unternehmen „Barbarossa“ im 18ten Jahrhundert von der russischen Kaiserin Katharina II zusammen mit der Südukraine erobert worden?

        Wer lebte dort damals eigentlich mehrheitlich? Vielleicht Tartaren? Ob die ein Referendum abgehalten haben?

        Aber nach dem, was Sie sagen ist das bestimmt alles „Schwachsinn“, nicht wahr?

        Vielleicht sollten wir aber auch erstmal den Begriff „immer“ definieren.

      • Richard das stimmt schon. Und den anderen Oligarchen hatte Russland auch nicht installiert.
        Siehe auch http://soz-net.neue-mitte-mv.de/display/stop_big_brother/264930?f=&redir=1
        „Washingtons Eiserner Vorhang in der Ukraine“ von Diana Johnstone ->
        Das war mehr oder weniger alles seit Jalta geplant +Janukowitsch hatte „kalte Füße“ bekommen und versuchte von beiden Seiten das beste rauszuschlagen.
        Die Ukraine selbst ist ja auch eher ein Werk von Trotzki, die Krim noch dazu dann durch Chruschtschow auch wegen zu bauenden Kanälen, was die Ukr. heute noch nutzt, reparaturbedürftig, nur genutzt, wie auch die Trasse Freundschaft, längste in Europa, viel von Deutschen aus der DDR gebaut.
        Oligarchen sahnen nur ab, Geld muss ja woher…

        • Es scheint, prorussische Vertreter versuchen die Geschichte der Krim auf die Zeit unter Trotzki bzw. Chrustschow zu reduzieren. Warum ist offensichtlich.

          Tatsächlich war die Krim aber offenbar nur temporär russisch – und das nicht freiwillig, sondern im Prinzip nach dem gleichen Muster des Unternehmens Barbarossa.

          Von daher hat Russland doch keine größeren Rechte auf die Krim als die Ukraine. Ist die Krim jedoch Territorium des ukrainischen Staates heutiger Ordnung, so ist die Annektion durch Putin ein Völkerrechtsverbrechen.

          Und an dieser Tatsache an sich ändert auch der usraelische Imperialismus nichts.

        • Richard rein völkerrechtlich war es erlaubt, sogar mit noch mehr Legitimität als das mit dem Kosovo, wo es gar keine Abstimmung des Volkes gab.
          Auf Grundlage der Rechtlichkeit der Ukraine war es illegitim. Die Rechtlichkeit der Ukraine wurde aber schon gebrochen durch den US-bezahlten Putsch.

          Also den Menschen dort zuzumuten unter Herrschaft der US- und CIA-geführten Oligarchen zu leben mit bereits begonnenen Maßnahmen die bisher legitimen bürgerl. Rechte zu beschneiden, kann ich nicht zustimmen. Ob man dass faschistisch bezeichnet, was ja die totale Machtergreifung in der Regel von letztendlich Oligarchen bedeutet, im „Westen“ dann eben Bankster, für die Menschen war es Beseitigung ihrer Rechte als Anlass, Faschismus kam dann dazu.

          • Inwiefern da ein Landraub völkerrechtlich legitim sein soll, kann ich nicht erkennen.

            Das Völkerrecht hat oder sollte doch bereits im Ansatz den Sinn haben, dass nicht irgendein Imperium unter irgendwelchen Vorwänden, sei es WMD, CIA, Isis, oder was auch immer daher kommen kann und einem anderen Staat sein Territorium klaut.

            CIA- oder Oligarchen-Machenschaften mögen schlimm sein, aber deswegen kann man ja nicht das Völkerrecht außer Kraft setzen und sich bedienen.

        • Die Ukraine ist durch die USA ins Chaos gestürzt worden, wie das auf fast der ganzen Welt getan wird, siehe auch „Washingtons Leo Strauss’ Lehre über das aufbauende Chaos“. http://www.voltairenet.org/article184019.html

          Natürlich findet man immer andere Schuldige; kennt man doch bereits aus der Geschichte vom „kleinen Muck“ mit „haltet den Dieb“.

          Wie bereits beschrieben in “Washingtons Eiserner Vorhang in der Ukraine” von Diana Johnstone: Russland bzw. Putin sollte in eine Lage gebracht werden, wo der „Westen“ immer a7uf den Schuldigen zeigen kann, entweder weil er zu wenig tut, gar nichts tut, oder weil er einmarschiert. Ist doch fast perfekt, oder?
          Wie war das nicht mit dem I.Weltkrieg; auch fast perfekt, oder?

          • Rußland hatte offenbar Angst, die Ukraine trete der Nato bei, der Hafen Sevastopol gehe für die Schwarzmeerflotte verloren und dort würden eventuell sogar Nato-Raketen stationiert – a la Kuba.

            Kurzerhand hat Putin die Krim gewaltsam an sich gebracht. Militärisch sinnvoll – völkerrechtlich m.A.n. ein Verbrechen.

            Die Nato benutzt die dortigen Russen als Provokationsobjekt, Putin benutzt sie als Vorwand zur militärischen Besetzung einer geographischen Schlüsselstellung.

            Ich meine, Nato wie Putin müßten aus der Ukraine abziehen und die Souveränität wie territoriale Integrität der Ukraine respektieren – nur sie machen es beide nicht.

          • Also Richard, wie ich sehe wohl nichts gelesen von den offerierten Dingen, dann werden Sie doch verdeckter Freund von US-NWO, denn das ist ja Ziel des ganzen Spiels und ich werde jedem sein Wunderland lassen, bin ja hier keiner, der anderen seine Auffassung und pers. Ziele beschneiden könnte oder wollte.

            „Ich meine, Nato wie Putin müßten aus der Ukraine abziehen ..“
            Ja passiert aber nicht! War schon vorher von Elite der Reichen des Geldes so geplant! Ja das sind oft auch die, welche hier in der EU die Brüssel-Diktatur voran treiben. Hier hilft nur, dass man denen nicht Freund ist oder wird vom Knecht zum Sklaven; ja als allerschlechtestes wie Georgia Guidestones, wer will das schon wenn nicht total verblödet in „Orwell 1984“.

          • Dann betreffs Putin solle aus der Ukraine raus:

            Wer das Briefing von Strelkov gelesen und meinetwegen die Karten der Frontlinien gesehen hat, weiß dass das Unfug ist.
            Russland war am 18. Juni dringend gebeten worden, ersuchte Hilfe zu leisten, da eben bisher nichts an schwerer Technik zur Verfügung gestellt wurde und die mit leichten Waffen ausgerüsteten Milizen der Republiken der Luftwaffe, Panzern, Haubitzen und sogar Raketenwerfern ca. 1:14 unterlegen sind. Auch die NATO ist bisher nicht offen dabei. Zusammenarbeit der ukr. Faschisten +Oligarchen (ja oft solche mit Pass Israel oder ähnl.) besteht vor allem mit CIA. (Poroshenko and Archibald signed an “Agreement on Military Cooperation between the U.S. and Ukraine.“)

          • Frank Archibald: Kommandant verdeckter Operationen der CIA http://www.voltairenet.org/article184234.html

            Bilder zu Frontlinien unter „LIVE UPDATES“ bei Stop Big Brother; Briefings leider nur entweder Übersetzungen ins Engl., von Aktivisten aus Web, oder Original in Russisch.

            Also nochmals: Putin hatte bisher nichts getan schon aus Rücksicht vor Interessen der Oligarchen, die für Land bedeutende Unternehmen besitzen und demzufolge auch für Russland wichtig sind; ist nicht wie zu Zeiten der UdSSR.
            Da die USA den Gasdeal hintertrieben haben, auch unter Mithilfe von Vasallen in EU, entgegen unserem Interesse, muss man sehen, was weiter folgt.
            Darauf wird jetzt nicht mehr Rücksicht genommen.

            US-Elite treibt uns Richtung WWIII !

          • Ja und während hier die Leute ruhig schlafen, gibt es dort kein Schweigen der schweren Haubitzen und womit sonst noch geschossen wird auf Vororte von Slaviansk.

            Und ach ja, eine italienische Journalistin, zur Zeit in der Ukraine in Donezk, wo es in der Nacht selbst gerade ruhiger ist, Francesca Borri, wurde in der Nacht geweckt von Freunden, warum – Luftangriff auf Gaza.

            Sprechen nicht manche von USreal? Wir sollten uns von den Medien-Huren und gezwungenen Journalisten nicht ins Bockshorn jagen lassen!

  3. Zur Klärung völkerrechtlicher Fragen sollte man sich m.A.n. nicht in Fotos von Frontverläufen, CIA-Aktionen usw. verlieren.

    Was militärisch, oder, wenn Sie so wollen aus humanitären Gesichtspunkten temporär sinnvoll erscheint ist nicht selten völkerrechtlich inkompatibel.

    Es kann „humanitär“ sinnvoll sein, die Russen auf der Krim vor einer halb-faschistischen Nato-Junta in Kiew militärisch zu schützen – doch wenn sich die Situation normalisiert hat, hat sich das russische Militär aus völkerrechtlichen Gründen wieder von der Krim zu entfernen. Annektion hingegen ist Vökerrechtsbruch.

    • Die Welt läßt sich nicht in Gut und Böse einteilen.

      Die Herausforderung für den Betrachter liegt darin zu analysieren, inwieweit sich jemand berechtigt verteidigt und ab welchem Punkt er darüber hinaus geht und selbst zum Täter wird.

      Dieses Herausforderung bestand übrigens auch früher schon.

      Wer genau hinschaut, erkennt die Legitimität in der Befreiung Westpreußens, Pommerns und Schlesiens 1939 – jedoch den Völkerrechtsbruch jenseits dieser Grenzen.

      Wohl dem, der differenzieren kann!

    • Der Artikel befasst sich mit dem Südosten mit Kämpfen auch gegen die Bevölkerung bis zum Genozid plus Kampf um Ressourcen im Rahmen NWO der Superreichen und der Richard hat das wie es scheint nicht geschnallt.

      Erst lesen, dann analysieren. ;)

      Sollte es mit dem Krieg für Europa wieder „gut gehen“ wie bereits beim I.Weltkrieg, ist es vielleicht zu spät zum aufwachen.

      Betreffs Putin hatte es jetzt auch RIA Novosti nach zwei Tagen bemerkt, dass dringende Hilferufe betreffs bisher nicht erfolgter Hilfe nicht mehr zu verschweigen waren. Ja Putin wollte bisher nicht.

      Aber es ist eigentlich sinnlos die Antwort, denn Richard ist bei der Krim und der Artikel plus Kommentare drehen sich um den Südosten plus Gas.

    • Ja es geht hier nicht um die Krim, obwohl andererseits ist es so komplex, dass eigentlich auch das bereits auf Jalta indirekt vom „Westen“ mit im Plan war, als Vorstufe für das Übernehmen von Russland, entweder indirekt mittels Leute vergleichbar mit Jelzin oder gar direkter.

      Sich auf die Krim zu beziehen und dennoch auf das komplexe Thema des Artikels zu antworten, ist dann wohl im Kommentar gescheitert und in 1000 Zeichen kaum verständlich machbar.

      Andererseits wird Sie keiner vergraulen wollen, so oft wie Sie hier Kommentare schreiben. Trollen würde man nicht diese ehrliche Aufmerksamkeit widmen.

      • Genau und das Thema ist noch komplexer.

        Ja es geht darum, dass Washington auch den nuklearen Angriff auf Moskau vorbereitet.
        Es ist eben so wie hier oft gewarnt auf Neopresse: Die Elite des „Westens“ treibt uns in den III.Weltkrieg. Ja das lässt sich nicht in 1000 Zeichen fassen inklusive Erörterung von völkerrechtlichen Fragen, was Washington nur missbraucht.

        http://www.paulcraigroberts.org/2014/06/17/washington-beating-war-drums-paul-craig-roberts/
        Paul Craig Roberts: „..Washington dämonisiert
        Russland und den russischen Präsident mit schamlosen Lügen und Propaganda, also die Vorbereitung der Bevölkerung der USA und ihrer Vasallenstaaten für den Krieg mit Russland.“

        Bitte fallen Sie nicht auf die Lügen herein von USA…

        • „Nicht schnallen“ sollte man Anderen nicht vorwerfen. Es könnte sich so anhören, als wäre man der Einzige mit der Richtigsicht.

          Die Nato-Schandtaten habe ich nie geleugnet – einrennen offener Türen- war in meinen Ausführungen aber nicht die thematisierte Facette.

          Eben weil man aktuell fast nur Pro-Nato oder Pro-Putin Standpunkte hört, was mir zu schwarzweiß ist, sprach ich den Völkerrechtsbruch des Putin an.

          Putin ist nicht der große Böse, wie ihn die Nato haben möchte – aber auch nicht der Messias, wie ihn die Gegenseite sehen möchte. Ich sehe da Licht und Schatten.

          „…am Ende wird die Gerechtigkkeit siegen.“

          Sorry, ich glaube nicht an Putin, als personifizierte Gerechtigkeit.

          • „Sorry, ich glaube nicht an Putin, als personifizierte Gerechtigkeit.“

            Ja kann er doch gar nicht sein. Einerseits muss jeder Regierungschef die Interessen des Landes vertreten, oder müsste muss man bei Merkel wohl sagen, und dann darf man in Russland die Oligarchie nicht vergessen, die sich seit und mit Jelzin entwickelt hatte; denen ist nichts abgenommen worden.
            Der Unterschied zu Merkel z.B. ist eben, dass Russland sich aus der Abhängigkeit zu USA und CIA wieder befreit hat im Gegensatz zu Deutschland.
            Richard, ich gehe davon aus, dass wir in einigen Punkten gar nicht so weit voneinander entfernt sind.

            Warum meine Kritik: weil betr. Putin Lügen verbreitet werden und Ziel auch Krieg ist für Uncle Sam bzw. die Elite des Geldes.

    • Richard, wenn man sich über Völkerrecht auslässt sollte man sich auch mal mit diesem beschäftigen.
      Dieses ist grundsätzlich nicht teilbar und nicht abhängig davon, wie es so manche Politiker interpretieren.
      Der internationale Gerichtshof hatte im Falle Kosovo festgestellt, dass Völkerrecht auf das Recht der Völker und nicht von Staaten abstellt und entschieden, dass die Unabhängigkeitserklärung des Kosovo rechtens ist.
      Der Bundestag (aber auch die USA und andere NATO-Staaten) hatten dieses Urteil begrüßt.
      Im Kosovo gab es kein Referendum, wohl aber auf der Krim.
      Und eine der ersten Amtshandlungen Putins war die Rehabilitation der Krim-Tataren.
      Dies nur der Vollständigkeit halber. http://www.zeit

  4. Der Kriegstreuber Joachim Gauck ist in Deutschland langsam , sehr langsamdurchschaut worden. In zwei kürzlich ins Leben gerufene Patitionen für seine Absetzung und Rücktritt hatten bereits 6.500 Menschen unterzeichnet: In Aachen schlug dem Bundespräsidenten nur noch Verachtung entgegen, darauf machte uns unser Leser Lutz R. aufmerksam! Dazu sein begleitender Brief:

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    liebe Freunde,

    Es ist wohl ohne Beispiel, wie es einem deutschen Bundespräsidentenmin einer deutschen Stadt ergehen kann. Statt Willkommensgrüßen Buh-Rufe; statt herzlicher Freude Verachtung. Da ist das Faß wohl übergelaufen. Es sind ja nicht allein seine Aufrufe zu mehr Auslandseinsätzen der Bundeswehr. Es ist seine ganze Haltung, die…