in Politik

In Folge zunehmender Gewaltakte gegen die Sicherheitskräfte und der Erstürmung der Parteizentrale von Janukowytschs „Partei der Regionen“ in Kiew durch hunderte teils bewaffnete Regierungsgegner, ließ die ukrainische Regierung am späten Dienstagnachmittag Berkut-Einheiten am Maidan-Platz aufmarschieren. Um weitere Ausschreitungen zu verhindern, sollte das gesamte Areal geräumt werden. Dabei kam es zu heftigen Gefechten, bei denen es zu dutzenden Toten und unzähligen Verletzten kam.

Von „friedlichen Demonstranten“ war am Dienstag in Kiew kaum etwas zu sehen. Marodierende Banden zogen durch die Straßen und lieferten sich mit Polizisten Straßenschlachten. Mehrere Regierungsgebäude gingen nach Angriffen mit Molotow-Cocktails und Feuerwerkskörpern in Flammen auf. Mit Äxten bewaffnet erzwangen sich Regierungsgegner dabei den Zutritt in die Gebäude. Immer wieder mussten auf beiden Seiten Verletzte beklagt werden. Allein am Nachmittag sollen 5 Regierungsgegner und 2 Polizisten getötet, sowie rund 100 Demonstranten und 50 Polizisten verletzt worden sein. Im nachfolgenden Video sehen Sie, wie „friedliche Demonstranten“ in Kiew vorgehen. Die Polizei verhält sich sogar äußerst zurückhaltend, wenn man die Aggressivität der Regierungsgegner betrachtet. In anderen Ländern wären die Sicherheitskräfte schon längst durchradiert…

Weitere Eindrücke von der Gewaltbereitschaft der Regierungsgegner und der defensiven Haltung bieten die veröffentlichten Videos auf LiveLeaks.com. Zum ersten Mal seit Beginn der Proteste vor wenigen Monaten setzen Oppositionelle in größerem Umfang auch Schusswaffen ein.

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Als am Abend erste Truppenverbände der Spezialeinheit Berkut am Maidan aufmarschierten, nachdem Präsident Janukowytsch die Räumung des Maidan-Platzes angeordnet hatte, waren die bewaffneten Extremisten – vor allem Anhänger der rechtsextremistischen Partei „Svoboda“ – unter den vielen friedlichen Demonstranten an vorderster Front.

Binnen kürzester Zeit flogen Brandsätze und Feuerwerkskörper durch die in Folge der brennenden Barrikaden ohnehin schon rauchgeschwängerte Luft. In der Nacht auf Mittwoch sind immer wieder Explosionen zu hören. Beim Einsatz von Wasserwerfern wurde ein Demonstrant tödlich verletzt. Die bewaffnete Gegenwehr kostete 6 Berkut-Beamten das Leben, 32 liegen lebensgefährlich verwundet mit Schussverletzungen und schwersten Verbrennungen im Krankenhaus, während rund 180 weitere mit leichteren Verletzungen davon kamen. Insgesamt sollen im Laufe des Tages 18 Menschen getötet und mehr als 1.000 verletzt worden sein.

Während die bürgerkriegsähnlichen Zustände auf dem Maidan-Platz immer weiter außer Kontrolle geraten, traf sich Präsident Janukowytsch mit den beiden Oppositionsführern Klitschko und Jazenjuk. Die Gespräche verliefen jedoch ergebnislos, da die beiden Gegner Janukowytschs keine Kompromisse eingehen wollten. Immerhin haben sie die EU (Klitschko) und die USA (Jazenjuk) im Rücken, und verlassen sich auf die bewaffneten Truppen der rechtsextremen Partei „Svoboda“, die in Lemberg und anderen westukrainischen Städten sogar mit Hakenkreuzfahnen aufmarschiert.

Bislang beschränken sich die Krawalle nach Berichten von Freunden in Kiew nur auf den Maidan-Platz und dessen nähere Umgebung. In weiten Teilen der Stadt geht das Leben so normal wie möglich weiter. Doch die Ungewissheit nimmt zu. Das tief gespaltene Land könnte in einem blutigen Bürgerkrieg versinken, wenn sich die Konfliktparteien nicht auf einen Kompromiss einigen. Denn selbst wenn Janukowytsch zurücktritt – wer soll das Land dann führen? Die drei großen Oppositionsparteien haben zu große Eigeninteressen, als dass sie sich für längere Zeit die erputschte Macht teilen könnten.

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Kommentar

  1. Syrien V 2.0

    Die CiA finanziert in noch-nicht-okupierten Staaten willige us-Kollaborateure, deren Aufgabe es ist, für einen Putsch zu sorgen.

    In Rußland sind das Leute wie Cholodkowski, Pussy Riot und NGOs, im Iran Rezah Palevih, in Afghanistan Karsei, in Syrien islamische Irre und in der BRD wahrscheinlich CDU und Antifa.

    Gestern rief Klitschko, offenbar sponsert bei Adenauer-Stiftung, fremde Mächte auf, in der Ukraine einzugreifen – glatter Landesverrat.

    Jetzt fehlen nur noch die Waffenlieferungen der CIA an die ukrainischen Demonstranten.

    Aber was nicht ist, kann ja noch kommen…

Webmentions

  • Klaus Hart Brasilientexte » Ukrainekrieg und ASEM-Gipfel in Mailand 2014: Angela Merkel trifft erneut den Nazi-und Faschisten-Finanzierer Poroschenko. “Bringt Merkel Putin endlich zur Vernunft?” Bild-Zeitung 21. Februar 2014

    […] Während die bürgerkriegsähnlichen Zustände auf dem Maidan-Platz immer weiter außer Kontrolle geraten, traf sich Präsident Janukowytsch mit den beiden Oppositionsführern Klitschko und Jazenjuk. Die Gespräche verliefen jedoch ergebnislos, da die beiden Gegner Janukowytschs keine Kompromisse eingehen wollten. Immerhin haben sie die EU (Klitschko) und die USA (Jazenjuk) im Rücken, und verlassen sich auf die bewaffneten Truppen der rechtsextremen Partei “Svoboda”, die in Lemberg und anderen westukrainischen Städten sogar mit Hakenkreuzfahnen aufmarschiert.  http://www.neopresse.com/politik/ukraine-beginn-eines-buergerkriegs/ […]