in Politik

US-Präsident Donald Trump kündigte es bereits beim Weltwirtschaftsgipfel in Davos an. „Er werde bald Handelsgespräche mit der EU einfordern, denn der Handel zwischen EU und USA sei unfair. Die EU exportiere mehr Waren in die USA als umgekehrt.“ Nach dem Teilhandelsabkommen mit China will sich Trump nun auf „sehr ernsthafte Verhandlungen mit der EU konzentrieren“. Europa behandle die Vereinigten Staaten „sehr schlecht“. „Die Europäische Union sei geschaffen worden, um die USA schlecht zu behandeln. Die EU müsse daher einem neuen Handelsabkommen zustimmen“, forderte Trump.

Nach den Verhandlungen mit China und anderen Staaten sei nun „die EU an der Reihe“. Bei einem Gouverneurs-Treffen in den USA sagte Trump, „das Handelsdefizit zwischen USA und EU sei in den letzten 10 bis 12 Jahren enorm gewesen“. Die EU sei für die USA aber ein „enorm wichtiger Handelspartner“.

2018 sind Waren und Dienstleistungen im Wert von fast 1,3 Billionen US-Dollar zwischen EU und USA ausgetaucht worden. Der Wert der EU-Exporte war dabei um 109 Milliarden US-Dollar größer als die Ausfuhren der USA nach Europa. Kurz vor seinen Handelsgesprächen mit China kündigte Trump neue Strafzölle auf Twitter an: „Die USA werde jetzt Strafzölle auf EU-Produkte verhängen“. Anlass war unter anderem der Streit über EU-Subventionen für den europäischen Flugzeugbauer Airbus:

http://bit.ly/2SBo51t

Der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer hatte eine vorläufige Liste mit Gütern der EU veröffentlicht, darunter Produkte und Komponenten für die Luftfahrtindustrie sowie diverse Käsesorten, Olivenöl, Orangen und Meeresfrüchte. Der Streit mit der EU dauere nun schon seit 14 Jahren an, beklagte Lighthizer. Es sei nun an der Zeit zu handeln. Das Ziel sei es, mit der Europäischen Union eine Einigung über ein Ende aller unrechtmäßigen Subventionen für große Passagierflugzeuge zu erzielen. Die Zölle sollten wieder aufgehoben werden, wenn die EU die Subventionen beende.

Die USA hatten die Strafzölle im Konflikt mit der EU bereits bei der Welthandelsorganisation WTO beantragt und rechnen mit einer baldigen Entscheidung der dortigen Schlichtungsstelle. Die 11 Milliarden Dollar entsprechen dem angeblichen jährlichen Schaden durch verbotene Staatshilfen für Airbus.

In Davos reagierte von der Leyen auf Trumps Drohungen. Die EU-Kommissionspräsidentin sprach von „guten Gesprächen“ mit Trump und von den „vielen Themen, bei denen beide gemeinsam voranschreiten würden“. Die unterschiedlichen Konfliktpunkte müssten schnell abgearbeitet werden. Europa müsse einen Schritt auf die USA zumachen. Man müsse einen guten Kompromiss finden, so von der Leyen.  Wir glauben, dies wird nicht gelingen – warum, lesen Sie hier.

 

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Was hat der Ami denn ,was wir unbedingt bräuchten ???
    Mir fällt nix ein, außer vielleicht Burger.Aber die kann man ja auch selber machen. Also sollen wir jetzt mit Gewalt deren Mist kaufen und von der Leine klatscht schon in die Hände und kricht dem Ami in den Arsch.

  2. Wer nimmt hier wen auf den Arm?

    Die EU ist nachweislich ein Projekt US-amerikanischer Banker. Ziele waren ausdrücklich – das kann man nachlesen! – niemals „Demokratie“ und „Freiheit“. Die EU ist ein Vehikel, die Wirtschaften Europas auszunehmen und die Souveränität der Länder zu schleifen.

    Das Buch „Die Humane Marktwirtschaft“ erklärt, dass, warum und wie die USA von ihrem Handelsdefizit mit der BRD profitieren!

    Hintergrund der Konfrontation scheint mir ein gerade laufender Veränderungsprozess: Die 3 Blöcke China/Asien, Russland und USA stecken ihre Claims neu ab. Und bevor die EU’ler erkennen, dass Russland ihr geborener Partner ist, wollen die USA sich Europa für immer krallen.

    Von der Leyen ist Transatlantikerin, also gegen Europa!

  3. >> … sowie diverse Käsesorten, Olivenöl, Orangen und Meeresfrüchte. <<

    Na, mein lieber Ami. Wenn ihr nicht einmal das selbst auf die Reihe bekommt, kann man euch wohl ohnehin nicht mehr helfen. Ami-Land ist groß genug und hat je nach Region von eisigen Wintern bis hin zu tropischen Themperaturen alles zu bieten.

    • Es geht vor allem und das Ende aller unrechtmäßigen Subventionen für große Passagierflugzeuge. Die Zölle sollten wieder aufgehoben werden, wenn die EU die Subventionen beende. Sie haben selbstverständlich genug diverse Käsesorten, Olivenöl, Orangen und Meeresfrüchte und wollen unseren Export drosseln wegen des Handelsbilanzüberschusses.

      • Vor wenigen Jahren war der Olivenmarkt in Europa so gut wie leer gefegt. Der Grund: Die Amerikaner sind auf den Geschmack gekommen und haben vom europäischen Markt weggeräumt, was wegzuräumen war, während in Europa der Preis für das knapp gewordene Olivenöl nach oben geschossen ist. Soviel Oliven haben sie also nicht.

        Und den Käse, den sie produzieren und – widerrechtlich – z.B. als „dänischen Käse“ verkaufen, würden nicht nur die Dänen und Franzosen sofort nach dem Öffnen der Packung in die Tonne werfen. Das sagen mir meine persönlichen US-Käseerfahrungen.

        Die USA wollen EU-Ländern am US-Markt vorbei produzierte Produkte wie-Soja, Gen-Mais, tatsachenwidrig als „Lebensmittel“ bezeichneten Chemiematsch u.a. Dreck aufzwingen. That’s it!

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  • Trump knöpft sich EU vor – Die Welt 14. Februar 2020

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