in Politik

Nach einer Studie der „Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität“ (NPM) sollen in Deutschland bis zum Jahr 2030 wegen der Umstellung auf E-Mobilität bis zu 410.000 Arbeitsplätze entfallen. Das „Handelsblatt“ veröffentlichte die Ergebnisse dieser Studie und sorgte damit für Aufsehen.

Automobilverband widerspricht

In einer ersten Reaktion hat der Automobilverband (VDA) der Studie widersprochen. Dies seien Annahmen, die ein extremes Szenario darstellten, so der VDA-Geschäftsführer Kurz-Christian Scheel. Ein der Grundlagen der Aussagen dieser Studie ist die Annahme, die meisten der Elektro-Autos würden nicht in Deutschland produziert, sondern aus dem Ausland importiert. Dies wiederum würde nicht zutreffen, so der Verband.

Das Fraunhofer-Institut hatte vor kurzem in einer eigenen Studie einen Wegfall von Arbeitsplätzen in geringerem Ausmaß prognostiziert. Allerdings bleibt die Tendenz des Arbeitsplatzwegfalls erhalten. Das Handelsblatt nun zitiert den Vorsitzenden des „NPM-Lenkungskreises“ (der die hier zitierte Studie erstellt hatte) mit den Worten, dass Deutschland als automobiler Produktionsstandort stark bleiben könne, wenn „wichtige Wertschöpfungsnetzwerke für die Antriebstechnik der Zukunft wie Batterien, Leistungselektronik, Brennstoffzellen“ vor allem bei uns in Deutschland bzw. zumindest in der EU geschaffen würden.

Die Kritik an der Konzentration auf die E-Mobilität in Deutschland scheint demnach insgesamt größer zu werden. Es gibt gerade in der Zuliefererindustrie erhebliche Zweifel daran, dass die bis dato aufgebauten Produktionskapazitäten in Zukunft bei der Konzentration auf die E-Mobilität noch aufrecht erhalten werden können. Die Diskussion dreht sich stellenweise zudem um die Frage der Realisierbarkeit alternativer Antriebstechniken. Denn noch immer ist nicht geklärt, wie die Problematik der Reichweite der E-Mobilität bzw. deren Batterien und die Dichte der Auflademöglichkeiten geklärt werden sollen. Die Merkel-Regierung hat bis dato noch keine adäquate Antwort auf die insgesamt aufgeworfenen Fragen gefunden. Würden tatsächlich über 400.000 Jobs entfallen, wären die Prognosen der „grünen“ Jobvernichtung erfüllt. Hier finden Sie weitere Thesen dazu.

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Kein Job kein Geld, keine Steuereinnahmen. Und wer soll dann den Konzernen die Waren abkaufen ??? Denke mal die schaufeln sich ihr eigenes Grab.

  2. Nicht nur das, denn in den Schwellenländern, dort wo der „Rohstoff“ für die Batterien abgebaut wird, entstehen Umweltschäden in bisher unbekannten Dimensionen! Was haben die indianischen Völker den reichen Amis, Russen, Chinesen, Engländern und Franzosen denn überhaupt getan?

  3. Unseren Politikern fehlt die Kompetenz, das Wissen und die charackterliche Eignung die Probleme in den Griff zu bekommen. Die Erde kennt kein Grenzzäune und wird -auch wenn wir morgen nicht mehr hier wären – restlos verdreckt. DEr Mensch ist das Übel am System, die Natur schafft das.

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  • E-Mobilität soll bis zu 410.000 Jobs kosten – Die Welt 16. Januar 2020

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