in D/A/CH

Auch der „Focus“ hat die Spekulationen um eine Rückkehr von Sigmar Gabriel und Martin Schulz in bedeutende Ämter innerhalb der SPD aufgegriffen. Zuletzt war gemutmaßt worden, die beiden früheren Größen könnten versuchen, die SPD-Bundestagsfraktion sowie die Partei zu übernehmen. Denn in der „Fraktion“ der SPD unter dem Vorsitz von Andrea Nahles, die gleichzeitig Parteivorsitzende ist, würde es „brodeln“.

Hintergrund: Wo es qualmt, ist Feuer

Wer die Situation beurteilen möchte, muss noch etwas weiter zurückgehen als der „Focus“. Schulz und Gabriel sind laut „Bild“-Zeitung zumindest einander näher gekommen und würden innerhalb der Basis von Fraktion und Partei als mögliche Lösungen angesehen. Der „Focus“ ist der Auffassung oder lässt diese zumindest verbreiten, die „alten Männer“ hätten ihre Chance gehabt und würden in den entscheidenden Gremien keine Mehrheit hinter sich bringen.

In unserem Meinungsbeitrag hier jedoch erinnern wir an das Sprichwort, dass dort, wo es qualmt, auch Feuer ist. Zudem erinnern wir daran, wie EU-Kommissar Jean-Claude Juncker die Politik sieht: Zunächst würden die führenden Politiker eine Lösung, einen Vorschlag oder eine These in den Raum werfen und dann abwarten, ob etwas passiert. Rührt sich kein Widerstand, würde es „gemacht“. So dürfte die Strategie hier auch sein – zugegeben spekulativ. Denn die „Bild“-Zeitung ist für gewöhnlich vor Ort zumindest gut vernetzt. Solche Artikel mit Behauptungen und Spekulationen werden in der Regel „lanciert“. Mit hoher Sicherheit wird hier die öffentliche Reaktion zumindest als Nebeneffekt auch getestet.

Die Stimmung in der SPD und in den Umfragen ist schlecht. Gabriel und Schulz dürften zumindest über außen hinreichend Druck aufbauen können, wenn die ersten Reaktionen nicht täuschen. Die einzige Frage, die sich stellt: Wollen die beiden die Macht zurück? Falls ja: Sie haben Chancen.

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Gehen wir doch einmal ganz einfach an die Sache heran. Würde diese Partei, vor allem deren Führer, für die deutschen Menschen etwas tun, dann wäre sie nicht so am Absemmeln. Wobei ein Beschleuniger beim Absemmeln ja unbestritten der Dorfschulz war. Gehen wir in die Geschichte. Vor über 150 Jahren wurde diese Partei von wichtigen Männern geschaffen um die Arbeiterklasse lenken zu können. Zu einer Volkspartei hat sich die SPD erst später erklärt. Seit Gründung bis dato hat diese Partei unzählige Programme erstellt. Alle durch die Reihe durch, wenn man liest (ich tat es), haben keine schlechten Ziele aufgezeigt. Das Problem ist nur, dass die Arbeit der Führung , wie von den wichtigen Männern gewollt, dazu geführt hat, dass auch nicht eines der Programme auch nur annähernd erfüllt wurde.

  2. In Ermangelung von gutem Personal nimmt man halt auch Zweit- oder Drittklasse. Aber dieser Schachzug wird auch in die Hose gehen. Die SPD hat fertig.