Spahn und Lauterbach: Blamagen bei der Impfpflicht-Debatte

In Deutschland ist nach offiziellen Angaben die Anzahl der Maserntoten gestiegen. Schon sind Jens Spahn, Gesundheitsminister und Karl Lauterbach, SPD-„Gesundheitsexperte“, mit Vorschlägen zur Masernpflicht bei der Hand. Zum Thema entnehmen wir der Seite „Scienceblogs.de“ Zahlen und Anregungen, die das Duo der GroKo eher blamieren denn ermuntern werden.

Impfpflicht – warum?

Die Impfpflicht soll der steigenden Zahl der Maserntoten entgegenwirken. Ein wichtiges Faktum, das gegen den staatlichen Zwangs ins Feld geführt wird, ist der Umstand, dass die Zahl der Impfungen bzw. die Impfquote bei Kindern seit einigen Jahren steigt. Und das ohne Impfpflicht. Die Impfquoten im Einschulungsalter sind demnach deutlich gestiegen. So sind die Impfquoten bei den Schulanfängern in Bayern 1987 mit 64,1 % geringer gewesen als etwa 2002/2003 mit 89,4 %. 2015/2016 dann stiegen die Impfquoten auf 96,1 %. Wenn die Zahl der Masernerkrankungen bzw. Sterbefälle also steigt, dann sicher nicht wegen der postulierten, aber nicht vorhandenen „Impfmüdigkeit“ bei den Kindern.

Stimmte die Idee, dann müsste es beispielsweise aber in Italien andere Zahlen geben. Dort existiert die Impfpflicht. Die Erkenntnis allerdings: „nicht ermutende“ Erfahrungen. Zudem aber stellt sich angesichts steigender Impfquoten dennoch die Frage, ob es überhaupt sinnvoll ist, die Impfpflicht (jenseits der gesundheitlichen Debatte) durchzusetzen – mit erheblichem Aufwand. Wäre es nicht wertvoller, die Krankenhaushygiene endlich zum Thema zu machen. Wäre es nicht der größere Hebel, die Pflegepolitik in Deutschland deutlich auszubauen. Oder beispielsweise Glyphosat nicht wie geschehen in der EU zu unterstützen, sondern auszusetzen? Die Politik ist hier offenbar besonders verlogen. Alle großen Projekte in Deutschland, zum Beispiel die anonymisierte Zentralisierung der Daten, scheitern bis dato. Die Gesundheitsverwaltung sorgt im Gegenteil dafür, dass viele Behandlungen schon bei falschen Ärzten beginnen müssen. Nebenher steigen die Impfquoten. Die beiden Populisten wissen offenbar nicht, was sie tun. Oder doch?

1 Kommentar zu "Spahn und Lauterbach: Blamagen bei der Impfpflicht-Debatte"

  1. 20 000 Tote jährlich durch Krankenhauskeime sprechen eine andere Sprache.
    Da wäre viel Luft nach unten.
    Aber halt, da gibt es ja für die Pharmaindustrie wenig bis nichts zu verdienen.
    Da fabulieren die gekauften Kreaturen schon lieber eine Masernepidemie herbei.

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