in D/A/CH

Im Kampf um den CDU-Vorsitz soll Friedrich Merz mächtige Verbündete in der CDU haben. Wie der „Spiegel“ berichtete, soll Wolfgang Schäuble Merz dazu „gedrängt“ haben, für den Parteivorsitz zu kandidieren. Schäuble forderte Merz auf, sich bis spätestens zur Landtagswahl in Hessen zu entscheiden, ob er für den Parteivorsitz kandidieren wolle. Schäuble soll Merz auch mit Politikern und Spitzenbeamten in Brüssel bekanntgemacht haben. Merkel hat jedoch durch einen Informanten aus Brüssel erfahren, dass sich Merz in Stellung brachte. Während ihres Sommerurlaubs in der Uckermark soll sich Merkel dann mit ihrer Vertrauten Annette Schavan über ihr weiteres Vorgehen beraten haben.

Beide, Merz und Schäuble, haben genügend Motive, Merkel von ihrem Sockel zu fegen. Im Jahr 2000 ließ Merkel auffliegen, dass auch Wolfgang Schäuble in die Spendenaffäre Kohl verwickelt war. Damit war der Weg für Merkel als CDU-Chefin frei. Ähnliches ereilte Friedrich Merz. Auch ihn stellte Angela Merkel kalt. Merz hatte sich 2000 als neuer Unionfraktionschef bei Edmund Stoiber vorgestellt. 2002 verlor Merz seinen Posten als Fraktionschef an Merkel, weil Merkel bereits mit Stoiber nach der verlorenen Bundestagswahl ausgemacht hatte, dass sie den Posten haben will. Nach den Bundestagswahlen 2005 verlor Merz das Rennen gegen Merkel endgültig und gab alle Spitzenämter bei der Union auf.

Bereits nach den Bundestagwahlen im September 2017 begann Schäubles Kritik an Merkel. Sie habe schon bei der Wahlkampagne Fehler gemacht, weil sie keine Richtungsdebatten führte. Zudem habe sie mit ihrer „weiter so“ Politik große Fehler gemacht. Es habe keine neuen Themen und keine neuen Projekte im Wahlkampf gegeben und Merkels Uneinsichtigkeit bei der Flüchtlingspolitik wäre letztendlich der größte Fehler gewesen, der der Union schwer geschadet habe.

Gemeinsam mit Merz könnte Schäuble Merkel bekämpfen, damit sie vorzeitig als Kanzlerin abtritt. Für die Übergangszeit könnte sich Schäuble als Übergangskanzler in Stellung bringen. Denn Schäuble machte entsprechende Äußerungen, die darauf schließen lassen, dass er sich für eine mögliche Überbrückungs-Kanzlerschaft, mit Merz als CDU-Vorsitz an seiner Seite, in Stellung bringt. Schäuble sagte der „Bild am Sonntag“: „Angela Merkel weiß, dass in der Demokratie wie bei uns allen das Amt irgendwann einmal weitergegeben wird. Es ist das Wesen der Demokratie, dass es immer mal wieder einen Wechsel gibt“.

Schäuble sprach davon, dass die „christlichen Werte des Westens“ bewahrt werden müssten. Merkels Willkommenskultur ist in Deutschland inzwischen nicht mehr willkommen. Auch Schäuble kritisierte Merkels Flüchtlingspolitik. Keiner in der CDU will mehr darauf warten, dass Merkel 2021 abtritt. Gerhard Schröder, der 2001 die Vertrauensfrage stellte, empfahl Merkel jetzt, die Vertrauensfrage ebenfalls zu stellen. Merkel habe die Partei nicht mehr im Griff. Für Merkel wäre es besser, freiwillig auch als Kanzlerin abzutreten. Denn wenn Merz erst CDU-Vorsitzender sei, werde er alles gemeinsam mit Schäuble tun, um seine offene Rechnung mit Merkel zu begleichen.

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