in Politik

Die Schweden sind nicht nur im Müll-Trennen, sondern auch in der Müll-Verwertung besonders ehrgeizig. Durchschnittlich trägt jeder Schwede 480 Kilo Müll zur Recycling-Station. Metall, Plastik und Glas werden direkt recycelt. Alles andere kommt in eine Verbrennungsanlage. Jährlich werden rund 750.000 Tonnen Müll so zu Strom und Wärme umgewandelt. Die CO2-Emmission, die bei der Verbrennung entsteht, liegt weit unter den erlaubten Grenzwerten und ist im Vergleich zu Kohle- oder Ölverbrennung wesentlich „klimaneutraler“.

Die Schweden trennen ihren Müll so fleißig, dass die Verbrennung des Restmülls nur durch den Import von Müll aus anderen Ländern wie beispielsweise Großbritannien weiter betrieben werden kann. Das wiederum füllt die schwedische Staatskasse. Denn viele Länder bezahlen dafür, dass andere Länder ihren Müll abnehmen. Im Jahr 2018 verdiente Schweden so mehr als 50 Millionen Euro durch Mülltrennung und ökofreundliche Müllverbrennung.

Natürlich trennen nicht alle Schweden den Müll peinlich genau und daher landen auch Windeln oder andere Plastikverpackungen in der Müllverbrennungsanlage. Die Asche, die bei der Plastik-Verbrennung entsteht, muss extra entsorgt werden. Die restliche Asche wird beispielsweise für den Straßenbau verwendet.

Damit das Müllsystem so gut funktioniert, müssen die Schweden sorgfältig den Müll trennen. Der Abfall wird in sieben verschiedene Mülltonnen sortiert: Papier, Zeitungen, Metall-Konserven, Plastik, Buntglas, Weißglas und Kompost. Wie in Österreich gibt es ein Pfandsystem und Entsorgungshöfe. Die Kommunen können bei Verstößen gegen die Verordnungen Strafen verhängen.

Doch nicht nur Privathaushalte werden verpflichtet. Auch Hersteller und Händler müssen mitmachen: Für die Entsorgung von Verpackungsmüll sind die Hersteller zuständig. Sie müssen sich um das Einsammeln des Mülls und das umweltbewusste Recycling bemühen. Betroffen sind zum Beispiel Hersteller und Vertreiber von Elektrogeräten. Verstöße stehen auch hier unter Strafe. Daher sorgen die Unternehmen für eine vorschriftsmäßige Entsorgung und haben eigene Verträge mit Wiederverwertungs- oder Entsorgungsunternehmen.

Die ganze Umweltpolitik in Deutschland berücksichtigt solche Aspekte kaum. Wir berichten hier darüber.

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Liebe Redaktion, wäre es nicht sinnvoller überhaupt erst keinen Müll anfallen zu lassen?

    Das Thema fängt megamässig an zu nerven, weil letztlich immer irgendwelche neuen Marketingkonzepte dahinter stecken. Es geht um Kohle. Bei echtem Umweltschutz/ Vermeidung von Energieverlust/ Konsumverzicht und Reduzierung der Weltbevölkerung ist nämlich nicht viel Kohle zu machen.

  2. Und was machen die „Ossis“? Sie importieren Giftmüll aus Italien und deponieren ihn. Und was machen die „Wessis“? Sie importieren Gülle und verseuchen die Böden. Und was machen die Deutschen insgesamt? Sie wählen Müll mit einem rechtsungültigen Grundgesetz und das auch noch grundgesetzwidrig.

  3. ja und so nehmen wir jeden der gerade mal etwas gut und für die menschen teuer macht als beispiel und erzählt jeden …so ist es gut..

    und wenn wir für deutschland alles teure aufnehmen ….zahlen dann die ideoten noch mehr…und wenn man dann mal nachfragt wie bei uns das läuft…..da kommt alles auch das getrennte in einen verbrenner.

    trennen um aufwand zu machen und danach in eine verbrennung…hahahaha und dann macht der müll der verbrannt wird auch bestimmt noch schöne wälder in schweden und aus dem rest wird handcreme gemacht

    mir geht das auch tierisch auf den wecker.

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  • So macht Schweden aus Müll Millionen und entlastet das Klima - Leserbriefe 22. Juli 2019

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