in Politik

Die Kapitänin der Sea-Watch-3, Carola Rackete, fordert, dass alle Flüchtlinge aus Libyen aufgenommen werden müssen: „Wir hören von einer halben Million Menschen, die wir rausholen müssen. Diese seien in Lagern oder bei Schleppern und müssten sofort raus in ein sicheres Land.“ Rackete fordert außerdem die Aufnahme von Klima-Flüchtlingen. Diesen müsse bei einer sicheren Überfahrt nach Europa geholfen werden. Das sei auch die Verantwortung Europas, sagte Rackete der „Bild“-Zeitung.

Rackete war entgegen italienischen Rechts mit dem NGO-Schiff „Sea-Watch-2“ mit über 50 Migranten in den Hafen von Lampedusa eingefahren und hatte durch das Rammen eine Polizeibootes italienische Polizeibeamte in Lebensgefahr gebracht. In Italien wird jetzt gegen die Deutsche unter anderem wegen Beihilfe zur illegalen Einwanderung ermittelt, berichtete die „Welt“.

Weil die Verhältnisse in den libyschen Migrantenlagern so „katastrophal“ seien, gebe es eine „historische Verantwortung, Flüchtlinge aufzunehmen, die wegen des Klimas oder der Machtverhältnisse nicht mehr in ihren Ländern leben könnten“, sagte Rackete. Der Zusammenbruch des Klimasystems würde Klimaflüchtlinge hervorbringen, wie wir natürlich aufnehmen müssten, so Rackete weiter: „Wir kommen jetzt zu einem Punkt, wo es forced migration gibt, also eine durch äußere Umstände wie Klima gezwungene Migration. Und da haben wir keine Wahl mehr und können nicht einfach sagen, dass wir die Menschen nicht wollen.“

Die Debatte über Flüchtlingszahlen in Europa sei „absurd“, so Rackete weiter. Die Zahl an Menschen, die wir aufgenommen hätten, wäre ja noch immer gering. Das Thema Flüchtlingsmigration dürfe nicht den rechtspopulistischen Parteien überlassen werden, so Rackete.

Die Frage nach dem Umgang mit in „Seenot“ geratenen Flüchtlingen und das Thema „Flüchtlinge“ überhaupt hat die Gesellschaft tief gespalten. Mit dem Verhalten und den Äußerungen einer Frau Rackete wird die Debatte um den Klimawandel und Flüchtlinge ad absurdum geführt. Nach diesem Auftreten der Kielerin ist es nach Jahrzehnten vor der Weltöffentlichkeit wieder peinlich geworden, deutsch zu sein. Klimawandel einfach zu vermischen mit anderen Themen ist offenbar en vogue, wie Sie hier lesen…

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Kommentar

  1. „Sea-Watch-Kapitänin Rackete fordert Aufnahme aller Flüchtlinge aus Libyen“
    Und ich fordere den Weltfrieden und Gerechtigkeit und Freiheit für ALLE Menschen und Tiere und die Beendigung der Massenmenschen- und Massentierhaltung- eine bessere und vollkommene Welt. Hat noch jemand FORDERUNGEN, DIE ERFÜLLT WERDEN MÜSSEN? Prioritäten sind abgeschafft- wir fordern erst einmal alles- wer’s dann erledigt ist Wurscht- wir müssen weiter fordern- davon leben wir. Wir sind Gewichtheber, die die Welt stemmen- wenn wir denn endlich den archimedischen Punkt finden—gaanz gewiss….(nicht ganz ernst gemeint)

    • Lieber Liebling,
      Sie dürfen nicht fordern. Ihnen steht als demokratisches Mittel nur die sogenannte Petition offen. Das heisst auf Deutsch : Bitten

  2. Wenn der Helfer, hier das dt. Volk, durch Überforderung am Ende selbst zum Hilfefall wird – und genau dahin wird dieses Land politisch, wirtschaftlich und medial gesteuert – wer wird dann Deutschland helfen? Spätestens 2020 wird für ca. 80% unserer Bevölkerung nicht mehr zu ignorieren sein, dass die BRD im wirtschaftlichen Sturzflug ist und dieses kranke System kollabiert. (Inflation und Geldentwertung, Bankenzusammenbrüche, rasante Steuerzuwächse, weiter keine Zinsen, Implodieren des Rentensystems, Abwanderung profitabler Unternehmen, galoppierende Bildungsmisere usw. usf. …..

  3. So sehen also“ Fluechtlinge “ in Lebensgefahr aus. Voellig verhaermt, abgemagert und vom Tode bedroht. Ob je einer von ihnen versucht hat aus einem wirklichen “ Gefaengnis “ zu fliehen und riskierte von den eigenen Landsleuten erschossen zu werden. Da half keine Rakete, denn Geld und Ehren gabs nicht dafuer. Hoechstens eine Kugel oder viele Jahre Knast. Ich kann sehr wohl unterscheiden wer ein echter Fluechtling ist.

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  • Sea-Watch-Kapitänin Rackete fordert Aufnahme aller Flüchtlinge aus Libyen - Leserbriefe 19. Juli 2019

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