Schwarz-Grün wieder vorne: SPD mit dramatischen Verlusten – wann fällt Nahles?

Die SPD hatte vor kurzem ein neues Strategiepapier zur Altersvorsorge unter anderem mit der Idee der Grundrente vorgelegt. Die Partei wollte ihr Profil schärfen. Dies scheint nicht geglückt. Die jüngste Umfrage von „INSA“ im Auftrag der „Bild“ weist die SPD erneut als Verliererin aus. Beobachter fragen sich mittlerweile, wie die SPD den Europa-Wahlkampf gewinnen möchte und wie die Partei mit ihrem Vorstand umgeht. Andrea Nahles hat den Tanker bislang nicht umdrehen können.

SPD: 15,5 %

Die Umfrage jedenfalls weist einen Wert von 15,5 % für die SPD aus. Viel zu wenig, um sich auf gutem Wege zu wähnen. In anderen Umfragen sah es zwischenzeitlich so aus, als würde die SPD wieder auf dem Weg zur Erholung. Hier verlor sie einen halben Prozentpunkt und ist damit deutlich hinter den Grünen angesiedelt. Die „Grünen“ haben den Wert der Vorwoche verteidigen können. Dies waren 17,5 %. Die Linke ist wie die FDP mit jeweils 9 % noch so stark wie in der Woche zuvor. Gewinnerin der Woche war die Union. Die legte einen ganzen Prozentpunkt zu und kommt nun wieder auf mehr als 30 % Stimmenanteil: 30,5 %.

Rechnerisch ergäbe sich damit für die mögliche neue Regierungsbildung folgende Option: Die Union könnte zusammen mit den Grünen zwar nicht die absolute Mehrheit der Stimmen auf sich vereinen, mit hoher Sicherheit jedoch die Mehrheit der Sitze.

Die SPD hätte derzeit keine Chance auf eine Regierungsbeteiligung. Mit der Union zusammen reicht es nicht für die Mehrheit der Sitze. Rot-Rot-Grün zusammen würden gleichfalls nur 42 % der Stimmen auf sich vereinen können.

Auch die „Ampelkoalition“ mit der FDP und den Grünen zusammen wäre nicht stärker. Die SPD ist weit davon entfernt, die Macht zu erhalten. Wann brodelt es in der Partei noch vernehmlicher?