in Politik

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will alle Ein- und Zwei-Cent-Stücke abschaffen. Der Vorschlag heißt: „Vorschlag für einheitliche Rundungsregeln“ mit dem Ziel, Ein- und Zwei-Cent-Münzen abzuschaffen. In dem Report der Kommission heißt es, dass immer mehr Euro-Staaten dazu übergegangen seien, Beträge beim Einkaufen auf volle fünf Cent runden zu lassen. Das spare Herstellungskosten für die kleinen roten Münzen und die Mühe beim Zählen und Transport.

Gegen die Idee aus Brüssel regt sich Widerstand in der CSU. Der Europa-Abgeordnete Markus Ferber meint: „Es darf hier keinesfalls der Einstieg in den Bargeldausstieg vorbereitet werden“. Seit 2014 führt die Kommission jährlich Meinungsumfragen zu dem Thema durch. Angeblich befürwortet eine große Mehrheit der Europäer die Abschaffung. 2017 hätten demnach 64% für die Abschaffung der Münzen gestimmt, 33% dagegen. Der Verbraucher empfinde das Kleingeld als lästig. Der Einzelhandel aber wolle nicht davon lassen, denn er befürchte, dass der Bezahlvorgang an den Kassen verzögert werde, wenn auf- oder abgerundet werden müsse.

Verbraucher befürchten zudem, dass die Preise eher systematisch aufgerundet werden könnten. „Das sei nicht zu erwarten“, meint die EU-Kommission. Das System setze auf ein vorgegebenes Auf- oder Abrunden. Die Preise müssten nicht angepasst werden, so dass „sich nicht so viel für den Verbraucher ändern würde“, argumentiert die Kommission. Der Einzelhandel könne aber nicht weiterhin seine beliebten 99 Cent Preise setzen. In Finnland habe sich gezeigt, dass die Rundungen keine messbaren Auswirkungen auf die Verbraucherinflation gehabt hätten. Außerdem würden ohnehin immer mehr Bürger bargeldlos zahlen.

Der Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ über die Pläne von der Leyens spricht ja bereits aus, was viele Bürger befürchten – vermutlich zu Recht: zuerst eine schleichende Verteuerung von Produkten und Lebensmitteln und eine ebenso schleichende Bargeldabschaffung. Die Deutschen lieben ihr Bargeld, und wollen es auch behalten. Wir schrieben, wie Sie sich vor den neuen Herausforderungen am besten schützen…

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Kommentar

  1. Da die Euroscheine nicht mehr das Papier wert ist auf dem sie gedruckt sind ist es nachvollziehbar die nur kostenverursachenden Münzen zuerst abzuschaffen. Danach kommen die kleinen Geldscheine bis wir wieder Milliardenscheine für ein Brot brauchen!

  2. Wenn Ihnen die ein- und zwei – Cent münzen unangenehm sind bitte ich Sie sie mir zu schicken. Ich bin Minirentner und habe Zeit sie bei mir zu sammeln: Denn Kleingeld ist kein Mist. Ich bräuchte es um meine Rente Ewas zu erhöhen und einen Zeitvertreib zu haben.

  3. Und was macht die Verstaendige mit dem Geld der EU-Mitgliedslaender die schlau genug waren, ihre eigene Waerhrung zu behalten und jetzt keine Penny-Muentzen haben?