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Die Slowakei hält Präsidentschaftswahlen ab. Die erste Runde dieser Präsidentschaftswahl ist beendet und die liberale Anwältin Zuzana Caputova ging als Siegerin hervor. In der Stichwahl Ende März wird es demnach wohl zum Showdown zwischen Caputova und dem EU-Kommissar Maros Sefcovic kommen.

Runde Eins der Präsidentschaftswahl geht an liberale Anwältin

Nach Auszählung fast aller Stimmen, lag in bei den slowakischen Präsidentschaftswahlen die Favoritin der Liberalen und „Reformer“ Zuzana Caputova mit rund 41 Prozent aller stimmen deutlich vor ihrem härtesten Konkurrenten EU-Kommissar Maros Sefcovic. Dieser kam gerade so auf rund 19 Prozent aller Stimmen. So kommt es am 30. März nun wohl zur Stichwahl zwischen den beiden Politikern. Caputova wird abermals als Favoritin ins Rennen gehen.

Es bleibt festzuhalten, dass das endgültige, amtliche Ergebnis erst am heutigen Mittag bekannt gegeben werden soll. Demnach könnte Sefcovic doch noch vom rechtspopulistischen Stefan Harabin überholt werden. In der Slowakei wurden bei der jetzigen Präsidentschaftswahl auch Befürchtungen wahr, dass rechtsextreme Lager mehr an Macht gewinnen. Der Rechtsextremist Marian Kotleba zum Beispiel kam auf rund 10 Prozent, nach vorläufigen Zahlen.

Stichwahlen am 30. März

Zuzana Caputova ist Siegerin, das steht fest. In einer ersten Stellungnahme sagte die 45-jährige Anwältin, dass das Volk den Wunsch nach Veränderung hat und dafür stehe sie. Politikexperten im slowakischen Fernsehen (aber auch international) stimmtem dem zu. Vor allem habe Caputova bei Medienauftritten „auch auf heikle Fragen klare Antworten gegeben“.

Begleitet wurde die Präsidentschaftswahl in der Slowakei vom Mord an dem Investigativjournalisten Jan Kuciak letztes Jahr. Der 27-Jährige Journalist recherchierte über Verbindungen dubioser Unternehmer zu Regierungsmitarbeitern in seinem Land. Zuzana Caputova gelang es sich so zu positionieren, dass sie zur Hoffnungsträgerin eines großen Teils der unzufriedenen Bevölkerung wurde. Der bisherige, wenn auch umstrittene Staatspräsident Andrej Kiska, rief zudem zur Wahl Caputovas auf.

Der Slowakei steht somit ein pro-europäischer Kurs ins Haus, sollte Caputova – allen Erwartungen zur Folge, auch die Stichwahl am 30. März gewinnen. Ander als die rechtspopulistischen oder gar rechtsextremen Lager, steht die liberale Anwältin der EU mit viel Sympathie gegenüber. Wenngleich dem Staatspräsidenten der Slowakei lediglich repräsentative Aufgaben zufallen, während einer Rehgierungskrise fallen dem amt viel Macht zu. Und die Slowakei befindet sich definitiv in einer solchen Krise, spätestens seit dem Sturz der Regierung von Ministerpräsident Robert Fico.

Autor: Thomas Schmied

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Wieso wird dem Rechts gleich populistisch angefügt?
    Der Autor möge sich überlegen wen er beim nächstenmal stigmatisiert.
    Er erfüllt alle Kriterien eines Arbeitslosen der Nachplapper-Presse.