in Politik

Die Freude über die von US Präsident Barack Obama jüngst angekündigten Truppenaufstockungen im Baltikum, dürfte sich bei einigen der Betroffenen stark in Grenzen halten.

„Crewmitglieder von NATO Kriegsschiffen, welche im Hafen der lettischen Stadt Ventspils stationiert sind, verhalten sich wie Besatzer, die glauben die lokalen Gesetze gelten für sie nicht“, beschwerte sich der Bürgermeister. „Das diskreditiert die Allianz in den Augen der Letten“, fügte er hinzu.

„NATO Matrosen haben sich in Ventspils aufgeführt wie Schweine, ignorierten lettische Gesetze und städtische Regeln“, sagte Aivars Lembergs der LETA Nachrichtenagentur. „Betrunken haben sie in der Öffentlichkeit gegen Schaufenster uriniert, sich übergeben, haben in der Öffentlichkeit getrunken, was nicht erlaubt ist. Sie haben Blumen von Blumenbeeten ausgerissen und sie Prostituierten geschenkt.“

Lembergs, ein Kritiker von Lettlands Kooperation mit der NATO fügte hinzu, dass sich die fremden Soldaten wie „Besatzer aufführen, die die lettische Souveränität nicht anerkennen.“

Die wenig schmeichelhafte Beschreibung kommt zum Zeitpunkt als der Bürgermeister zu einem Vorfall in Ventspils Stellung nimmt, in dem mehrere NATO Matrosen mit Einheimischen in einem Nachtclub aneinander geraten waren. Einer der Matrosen, ein 21-jähriger Holländer, trug nachhaltige Verletzungen davon und musste mit mehreren gebrochenen Gesichtsknochen und einer Gehirnerschütterung in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Der Bürgermeister behauptet, dass die lettischen Kontrahenten lediglich lokale Frauen vor Belästigung durch die Besucher schützten. Er fügte hinzu, dass seit der Ankunft von NATO Kriegschiffen in Ventspils, die Zahl der Meldungen über öffentliches Ärgernis explodiert ist. Die Zahl sein nun doppelt so hoch als am Tag des Stadtfestes, wo 13.000 Menschen zum Feiern nach Ventspils kamen.

Die Zahl der NATO Soldaten beträgt ca. 90.

Der Bürgermeister sagte, er wird einen Beschwerdebrief wegen der Situation an den NATO Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen schicken.

Mitte Mai haben 26 Marineschiffe der NATO und der EU Ventspils besucht um an „Open Spirit“, einem jährlichen NATO Manöver in der Ostsee, teilzunehmen.

Lembergs, der der lettischen Hafenstadt seit 1988 vorsteht, hat sich kürzlich gegen die Präsenz von NATO Truppen in Ventspils ausgesprochen und die Situation mit der Einladung sowjetischer Truppen ins unabhängige Lettland 1940 verglichen.

Der Vorfall und Ventspils war einer von mehreren Prügeleien in die NATO Truppen in letzter Zeit in Lettland involviert waren. In der Hauptstadt Riga gerieten vier amerikanische Soldaten mit einem Taxifahrer aneinander, nachdem sie am Morgen des 25. April von einer nächtlichen Party nach Hause fuhren. Bei der Auseinandersetzung ging es laut lettischen Medien um die Bezahlung für die Taxifahrt.

Quelle:

http://rt.com/news/158804-latvia-nato-occupiers-mayor/

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Kommentar

  1. Ähnliche Berichte hört man auch aus Japan, wo sich mit BigMac großgezogene Soldaten aufführen wie – kann ich hier nicht sagen.

    Scheint aber bei Soldaten anderer Nationen auch nicht anders zu sein.

    So berichtet der Staatssender, russische Kriegsschiffe lassen im Hafen von Sevastopol gerne mal Altöl ins Hafenbecken ab. Wie Wasser und Strände dann aussehen, kann sich da wohl jeder vorstellen.

    Und die Moral von der Geschicht – laß fremde Truppen ins Land nicht!

    Mörder von Dresden und Hiroshima – raus aus Deutschland!

  2. Nicht nur aus Japan.
    Chalmers Johnson berichtet in seinen Büchern von zig Fälle kriminellen Verhaltens seitens US-Soldaten welche auf Basen in der Welt stationiert sind. Ohne das die Täter zur Verantwortung gezogen werden können da sie entweder anonym bleiben können oder -falls ihre Namen bekannt werden- vorher außer Landes gebracht werden.
    Und die oben berichteten Vorfälle sind dagegen
    noch harmlos .

    Seine Bücher sind, nicht nur deswegen, in jedem
    Fall lesenswert.

  3. Den Letten aus der Gastronomie Branche ist durchaus die Möglichkeit gegeben das Vollurinieren ihrer wunderschönen Altstädte durch Nato Angehörige zu rächen. Ein frischgezapftes Pils kann auch mit lettischer Pisse ,,veredelt“ werden und die lauwarme Temperatur beugt Magenbeschwerden vor. Lettische Soljanka mit offiziell in Apotheken erhältlichen harmlosen Abführmitteln lässt garantiert alle Dienstgrade ohne Feindkontakt einscheißen. Übrigens kein US Soldat mit Uniform getraut sich mehr wie früher in Berlin einen hinter die Binde zu gießen, weil die auf berechtigte Rache getrimmten Muslime auch den Joystick Drohnen Rambos gefährlich werden könnte.