in Politik

In der nächsten Woche wird es eng auf der A2. Die Übung „Defender Europe 20“ beginnt – Panzer der US-Army, der Bundeswehr sowie anderer Armeen der NATO werden über die Autobahn rollen. Hintergrund ist die „größte US-Truppenverlegung nach Europa“ in den vergangenen 20 Jahren. Dabei werden den Berichten zufolge etwa 20.000 Soldaten aus den USA sich auf das europäische Festland „bewegen“ und insgesamt 37.000 Menschen an der Aktion beteiligt sein.

Polen und das Baltikum

Die Truppenbewegung hat zum Ziel, die Einsatzeinheiten nach Polen und in das Baltikum zu verlegen. Solche Übungen sind vor Ende des „kalten Krieges“ Standard gewesen, bis sie im Zuge der Wiedervereinigung Deutschlands und der Befriedung in Zentraleuropa zunächst eingestellt worden sind. Mittlerweile stehen sich Russland und die USA wie auch die EU wieder deutlich konflikthafter gegenüber, etwa in der Ukraine bzw. bei der Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine. Deshalb wurde die alte „Tradition“ wieder aufgegriffen.

Schon 2018 gab es eine ähnliche Übung, die auch bei uns für Aufruhr sorgte.

„Ab Ende Mai werden weitere US-Truppen nach Polen und in die baltischen Staaten verlegt. Der Transport soll mit zahllosen Konvois durch Brandenburg verlaufen. Besonders betroffen wird die Grenze zwischen Brandenburg und Sachsen sein. Die US-Truppen, die seit der US-Operation „Atlantic Resolve“ in Polen und den baltischen Staaten stationiert sind, sollen ausgetauscht werden. Zudem gibt es in Polen und im Baltikum wieder ein militärisches Großmanöver.

Das Kriegsgerät und die Fahrzeuge sollen dieses Mal nicht in Bremerhaven ankommen, sondern im belgischen Antwerpen, wo man mit 3.500 Soldaten und 1.400 Fahrzeugen rechnet. Wegen dem geplanten Großmanöver, das bis Ende Juni laufen soll, werden Autofahrer vermehrt auf Militärkonvois auf den Straßen treffen. 2.050 Fahrzeuge sollen in 102 Konvois in Richtung Osten verlegt werden. Die Truppen werden an Bundeswehrstandorten sowie Autobahnrastplätzen Station machen.

Die Hauptrouten führen über mehrere Strecken rund um Berlin. Schweres Kriegsgerät wie Panzer, insgesamt 3.000 Fahrzeuge, soll auf Zügen nach Osten transportiert werden. Das US-Militäreinsatzkommando mit dem Sitz der US-Army in Kaiserslautern sagte, man wolle der Öffentlichkeit Deutschlands mit größtmöglicher Transparenz begegnen. Denn die Deutschen seien Militärkonvois seit der Wiedervereinigung von Ost und West nicht mehr gewohnt.

Über 20 Jahre hat es derartige Konvois nicht mehr gegeben. Seit der Ukraine-Krise 2014 hat sich die Situation aber verändert. Die USA und die NATO haben ihre Truppen massiv an der Westgrenze Russlands verstärkt und stationiert. Moskau habe die Krim annektiert und die verunsicherten NATO-Bündnispartner im Osten müssten seitdem unterstützt werden, so die offizielle Begründung. 2017 wurden 4.000 US-Soldaten nach Polen, ins Baltikum sowie nach Bulgarien und Rumänien verlegt. Alle neun Monate werden die Truppen ausgetauscht, um den Truppentransport zu trainieren.

Ende Mai soll es eine Großübung der NATO geben, an der Deutschland, Polen, Litauen, Lettland und Estland teilnehmen werden. 20.000 Soldaten sollen an dem Großmanöver teilnehmen. Moskau bezeichnet den Aufmarsch der NATO- und US-Truppen an seiner Westgrenze als Provokation. Die Brandenburgische Politik reagierte bislang immer sehr reserviert auf die US-Truppen. Der brandenburgische Ministerpräsident Woidke (SPD) forderte schon 2017 mehr Dialog mit Moskau, anstatt „Panzer auf beiden Seiten auf und ab fahren zu lassen“. Die Partei der Linken demonstriert 2017 gegen die US-Truppen, ebenso die AfD. Die Grünen befanden diese Demonstrationen als „blauäugig gegenüber Putins Politik“.“

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Kommentar

  1. …. vor ein paar Jahren hat man diese Manöver mit ein paar tausend Soldaten durchgeführt…. aber jetzt werden an der russischen Grenze das 10 fach an Soldaten hingefrachtet…. wie zu Zeiten des Kalten Krieges… wo man sich jederzeit auf Krieg eingestellt hat….. für mich sind das eindeutige Kriegsvorbereitungen….

  2. Was könnte man mit dem Geld alles machen, Amerika kann es nicht lassen die Russen zu provozieren. Und die BW macht da wieder mit, was sagt man dazu, kein Hemd auf den Arsch, aber nen weißen Ferrari fahren. Glaubt man wirklich immer noch daran mit Deutschen Panzern bis Moskau fahren zu können. Experten, die es auch in der BW einmal gab, sagen voraus, die NATO und allen voran die BW wären in 2 Tagen geschlagen und Deutschland würde nicht mehr existieren. In der Eifel und nicht nur dort lagert der Ami ungeschützt seine uralten Atom Bomben. Ein Treffer und westlich der Elbe steht nichts mehr. Panzerschlachten wie 1943 und 1944 gibt es nur noch am PC.

  3. Kann uns der Russe nicht endlich von diesem Kriegstreibenden Ami erlösen ?? Sobald ein Krieg auf Amerikanischen Boden stattfinden würde könnte man den Ami heulen und sich in die Hosen scheissen sehen.

  4. Gefahr für Europa droht nicht aus Russland, sie droht aus den USA und ihrer europäischen Besatzungszone, die den beschönigenden und verschleiernden Namen „Bundesrepublik Deutschland“ erhalten hat.
    Die Entscheidung Gorbatschows, russisches Militär aus den neuen Bundesländern ersatzlos abzuziehen, seine Bemühungen um die Zustimmung Polens zur Rückgabe der Länder Schlesien und Pommern sowie die wiederholten Angebote der russischen Regierungen zu politischer und wirtschaftlicher Zusammenarbeit belegen, dass Russland nicht nur geographisch ein wichtiger Teil Europas ist.
    Die handverlesene Ignoranz und Arroganz der angloamerikanisch gesteuerten Marionetten und NATO-Mitmarschierer in Westeuropa ziehen für alle sichtbar Krieg dem Frieden vor.

  5. Amerika zündelt mal wieder. Es ist doch klar, dass man den Krieg nicht im eigenen Lande haben will. Deutschland, entschuldigung, Besatzungsland ist da doch wesentlich besser geeignet. Na dann hoffen wir mal, dass die Militärfahrzeuge alle elektrisch fahren und Putin Spaß versteht. Wir sollten die Amis aus dem Land weisen und Frieden mit PÜutin suchen. Er ist zwar auch kein Heiliger aber die Amerikaner haben bewiesen, dass überrall wo sie waren verbrannte Erde und zerschlagene Strukturen die Folge waren. Lernen wir eigentlich irgendwas?

  6. Ich hoffe, die bekommen etliche Steine in den Weg gelegt. Wer die Amis heute noch anhimmelt und als DIE Rettungsarmee anerkennt ist in meinen Augen Bratzenblöd. Da wo diese Terroristen auftreten gibt es Krieg.
    Aber ihre NATO (Nach Alter Tradition Ostwärts) Vasallen werden den Amis schon, auch auf eigenem Gelände, den Weg ebnen. Auch das ist Tradition. Denn der Ami war schon, nach Aussagen „alter Kameraden“ feige.Nach dem Motto, „laß die sich mal die Köpfe einschlagen, wir kommen, wenn alles erledigt ist, als „Retter“ „.
    Aber ja, der 2. Weltkrieg ist lange vorbei.
    Und die Zeit des Vergessens regiert Europa.

Webmentions

  • Panzer auf Deutschlands Straßen – Die Welt 20. Januar 2020

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