in Politik

Was hat es mit diesen beiden Blättern auf sich? Warum tauchen beim Regime Change in Ägypten 2011 die gleichen Flugblätter auf wie bei dem Umsturz in der Ukraine diesen Jahres? Welche Gemeinsamkeiten haben die Proteste auf dem Tahir-Platz und die Demonstrationen auf dem Maidan? Die beiden gut leserlich abgedruckten „hilfreichen Tipps“ für Revolutionäre Kräfte scheinen eine der vielen mysteriösen Parallelen zu sein.

UkraineÄgypten

Nachrichtensender mit beiden Flugblättern

„Benötigte Kleidung und nützliche Hilfsmittel“ steht in der jeweiligen Muttersprache in weißen Buchstaben auf dem Blatt. Man solle eine Lederjacke tragen, eine Mütze dabei haben um sich gegen Gas-Attacken zu schützen und eine Schutzbrille tragen. Ein Schutzschild solle man sich suchen um sich gegen die „Staatssicherheit“ zu verteidigen. Außerdem sei es hilfreich sich eine Waffe zu suchen um gegen Konterkräfte vergehen zu können. Was wie eine nette Bedienungsanleitung klingt ist mehr als verwunderlich. Warum sollten solche Flugblätter tausende Kilometer entfernt wieder Verwendung finden?  Nur kleine Lokalzeitungen in der Ukraine berichteten über den Vorfall und waren ebenso sprachlos wie die meisten Menschen wohl beim Blick auf die beiden Flugblätter sind. Nach deren Berichten wurden die aufstachelnden Flugblätter sowohl in der Ukraine als auch in Ägypten ausgegeben.

Am 25. Januar 2011 begannen in den großen Städten Ägyptens Demonstrationen, die am Freitag, dem 28. Januar 2011, bezeichnet als „Tag des Zorns“, einen ersten Höhepunkt erlebten. Die Demonstranten wendeten sich vor allem gegen das von Oktober 1981 bis Februar 2011 bestehende Regime des damals noch amtierenden ägyptischen Präsidenten Muhammad Husni Mubarak, dem Korruption und Amtsmissbrauch vorgeworfen wurde. Am 29. Januar 2011 berief Mubarak mit Omar Suleiman einen Vizepräsidenten, dem jener Teile seiner Macht übertrug.

Dennoch wurde Mubarak am 11. Februar 2011 zum Rücktritt gezwungen. Später ermittelte eine Richterkommision, dass bis zu diesem Zeitpunkt 846 Menschen gewaltsam zu Tode kamen. Während dieser Tage wurden die Demonstrationen von weltweiten Medienberichten begleitet, der Tahrir-Platz in Kairo rückte ins Zentrum der internationalen Berichterstattung. Auch in Ägypten selber konnten sich die Bürger trotz Zensur über die Ereignisse informieren. Vorallem die USA unerstützten die Revolutionären Kräfte massiv. Nach einem Bericht der „New York Times“ diskutierte die US-Regierung mit ägyptischen Regierungsbeamten mehrere Varianten für einen Machtwechsel nach einem sofortigen Rücktritt Mubaraks.

Hier das "Original" in englischer Sprache

Hier das „Original“ in englischer Sprache

In der Ukraine sind ähnliche Parallelen sichtbar. Nach mehreren gewaltsamen Protesten auf dem Maidan-Platz wurde letztendlich der amtierende ukrainische Präsident Janukowitsch vertrieben und durch eine prowestliche Regierung ersetzt. Auch hier waren die USA größte Unterstützernation der Protestbewegung mit zweifelhafter nationalistischer Beteiligung.

Darüber wer das Flugblatt international verbeiten lässt, lässt sich nur mutmaßen. In Ägypten berichteten Lokalzeitungen von „US-Agenten“ und „zweifelhaften NGOs“.  Einwandfreie Beweise wurden jedoch nicht geliefert, jedoch stehen aktuell Mitglieder von NGOs in Kairo vor Gericht, denen Unterwanderung des „arabischen Frühlings“ und Aufwiegelung der Bevölkerung vorgeworfen wird. Außerdem gab es bereits ähnliche Vorfälle. So gab es Berichte, dass Washington ab der ersten Demonstrationswoche in Kair die Mannschaften des „Albert Einstein Instituts“ aufgeboten hatte. Eine Anleitung, die bereits in anderen Ländern zum Einsatz kam, wurde demnach angepasst und ins Arabische übersetzt. Diese wurde verteilt, um die Demonstranten in eine bestimmte Richtung zu lenken. Diese Anleitung verweist auf die Internetdienste Twitter und Facebook, welche von der Staatsabteilung und der CIA zur Verfügung gestellt wurden.

QUELLEN:
http://www.globalresearch.ca/ukraine-protests-carefully-orchestrated-the-role-of-canvas-us-financed-color-revolution-training-group/5369906
http://www.abovetopsecret.com/forum/thread987691/pg1
http://de.wikipedia.org/wiki/Revolution_in_%C3%84gypten_2011#Internationale_Reaktionen_.28bis_Mitte_2012.29
http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2012/02/usa-versuchten-die-revolution-in.html
http://www.neopresse.com/gesellschaft/die-amerikanische-bedienungsanleitung-fur-eine-bunte-revolution-in-agypten/

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Kommentar

  1. Wie die Organisation auch immer heißt, die geplante Regimewechsel schafft, das ist egal. Man kann sie Al CIAda nennen oder ISIS. Dahinter sind die gleichen Organisationen. Wer die Regimewechsel organisiert ist letztlich egal. Die an die Macht kommen, werden eine den Bedürfnissen der Gruppen besser dienen, als die vorhergehenden. Es geht um eine möglichst optimale Plünderung der Erde und die Beherrschung des Menschenviehs, wie das so aussieht. Dieser Prozeß ist nicht neu und dauert schon Jahrhunderte und länger. Wozu bekommen wir beschränkte Wissenschaft, begrenztes Wissen und werden systematisch über Geschichte und Gegenwart verdummt. Vermutlich, damit wir uns nicht entwickeln. Die Frage ist, wer davor Angst hat!

  2. Könnte z.B. von „Otpor“ sein, einen beliebtes Franchise-Unternehmen aus der Regime-Change-Branche, das auch Engdahl erwähnt.

    Die waren sowohl in Ägypten aktiv als auch beim vorherigen Regime-Change-Versuch in der Ukraine (2004).

    Übrigens haben die auch hierzulande Unterstützer, von denen einer offenbar die Montagsmahnwachen unterwandert hat:
    http://wolkenschieberin.wordpress.com/2014/10/08/pedram-shahyar-friedensaktivist-oder-trojanisches-pferd-teil-5/
    und
    http://wolkenschieberin.wordpress.com/2014/10/13/pedram-shahyar-friedensaktivist-oder-trojanisches-pferd-teil-6/

  3. Außer der Möglichkeit, dass die Flugblätter direkt von Amis oder von jemand von ihnen Beauftragten verteilt wurde, ist es in der heutigen Zeit, in der es üblich ist, sich Informationen aus dem Internet zu holen und in der auch zahlreiche Anleitungen für Revolutionen im Internet herumgeistern, nicht ganz unwahrscheinlich, dass sich sowohl in Ägypten als auch in der Ukraine irgendwelche Aktivisten unabhängig voneinander den Zettel heruntergeladen, in ihre Sprache gebracht und verteilt haben. Es kann aber auch sein, dass der Link gezielt in die entsprechenden Foren eingeschleust wurde und dann von den entsprechend gesinnten Aktivisten gerne angenommen wurde. Das entspreche ungefähr der Taktik, die die USA in Kuba mit Zunzuneo vorhatten.

      • Und zufällig bekamen der Irak, Afghanistan, Lybien und Syrien eine private Zentralbank verpaßt. Die Wahrscheinlichkeit für „Zu-Fall“ ist auch eine Option, aber wie wahrscheinlich, wenn alle anderen Länder auch private Zentralbanken bekommen haben?

  4. „… jedoch stehen aktuell Mitglieder von NGOs in Kairo vor Gericht.“

    Bereits im Juni 2013 wurden 43 Mitglieder der Konrad-Adenauer-Stiftung von einem ägyptischen Gericht zu Haftstrafen verurteilt, darunter auch der Leiter Andreas Jacobs. Anklagepunkt war die illegale Finanzierung der Stiftung aus dem Ausland.

    Eine Auflistung aller NGO’s welche in Ägypten und in der Ukraine vertreten sind bzw. waren, wäre bst. sehr interessant in Bezug zum Thema. Vlt. sind es ja gar nicht so viele. Und Eine gibt es ja schon mal definitiv.