in Politik

Seit Jahren erhält Merkel harsche Kritik von der großen US-Zeitung, „The New York Times“. Bereits Anfang 2016, kurz nach Beginn der Migrationskrise, schrieb die NYT, dass „Merkel gehen muss“. Unter der Überschrift „Germany on the Brink“ (Deutschland am Abgrund) forderte die einflussreichste amerikanische Tageszeitung: „Merkel muss gehen, damit Deutschland nicht einen zu hohen Preis für ihre Dummheit bezahlen muss.“

In dem Beitrag vom 9. Januar 2016 kritisierte der Autor Ross Douthat die Folgen der unkontrollierten Masseneinwanderung nach Europa: „Wenn Sie glauben, daß eine alternde, säkularisierte und weitgehend homogene Gesellschaft friedlich eine Einwanderungswelle dieser Größe mit so unterschiedlichem kulturellen Hintergrund absorbieren kann, dann haben Sie eine großartige Zukunft als deutscher Regierungspressesprecher. Sie sind aber auch ein Idiot.“

Im Dezember 2018 legte die NYT nach. Der Soziologe und Wirtschaftswissenschaftler Oliver Nachtwey schrieb in einem Artikel für die NYT, „dass Deutschland nach 18 Jahren mit Merkel als CDU-Chefin zerbrochen sei. Wer immer Angela folgen werde, erbe eine zersplitterte Partei und, wenn Merkel nicht bereit sei, ihre Kanzlerschaft vor 2021 zu beenden, ein gespaltenes Land“, so Nachtwey.

Merkels Umgang mit der sogenannten Flüchtlingskrise und ihr schlechter politischer, vom Volk distanzierter Stil habe große Teile der Wählerschaft entfremdet. Merkel habe zudem die Volksparteien geschwächt und die Gesellschaft gespalten. Zwar sei Merkels Ende als Kanzlerin absehbar, doch die politische Krise, die sie hinterlasse, gehe sehr tief. Denn Merkel hinterlasse ein Wirtschaftssystem mit unsicheren Arbeitsplätzen, stagnierenden Löhnen und einer erodierenden Mittelschicht. Der einstige Wohlfahrtstaat mit Vollbeschäftigung und den Möglichkeiten des beruflichen und gesellschaftlichen Aufstiegs existiere nicht mehr.

Nicht nur die Erosion des Mittelstands, sondern auch des deutschen Sozialmodells der letzten Jahrzehnte sei alarmierend und bezeichnend für die politische Krise Deutschlands. Dieses Sozialmodell sei heute nahezu verschwunden, so Nachtwey. „Die Realeinkommen sinken und immer mehr Haushalte erleiden Nettoeinkommensverluste, während langfristig stabile Arbeitsplätze immer weniger werden, die Zahl der prekären Arbeitsplätze jedoch explodiert ist. Die Löhne des Niedriglohnsektors, in dem immer mehr Arbeitnehmer beschäftigt sind, können die existenzielle Grundversorgung kaum noch gewährleisten. Immer mehr Menschen benötigen zwei Jobs, um über die Runden zu kommen.“

Der Nobelpreisträger und Ökonom Paul Krugman ging jetzt in seiner Kolumne in der „New York Times“ ebenfalls mit Merkel hart ins Gericht. Die Welt habe ein „Deutschland-Problem“. Das Problem sei Deutschlands Umgang mit Schulden. Er bescheinigte der Merkel-Regierung eine „Obsession“ mit Schulden, die langsam aber sicher die Weltwirtschaft bedrohe.

Krugman führt diese „Schulden-Obsession“ auf die Austeritätspolitik von 2010 zurück. Damals war die Bundesregierung maßgeblich daran beteiligt, dem bankrotten Griechenland strenge Spardiktate aufzuzwingen, um die enorme Staatsverschuldung wieder in den Griff zu bekommen. All diese Ausgabenkürzungen hätten in einer schwachen Wirtschaft dazu geführt, dass die Erholung langsamer vonstattenging, und die Rückkehr zu voller Beschäftigung verhindert habe, so Krugman.

Das strenge Spardiktat, das die Merkel-Regierung auch Deutschland auferlegt habe (Krugman nimmt Bezug auf die schwarze Null), habe der Gesellschaft immensen Schaden zugefügt. In Zeiten einer schwächelnden Wirtschaft sei das fatal. Anlass von der Abkehr des Spardiktats und der Politik der schwarzen Null gebe es genug. So würden dringend Investitionen für die Infrastruktur in Deutschland benötigt, so Krugman. Die Merkel-Regierung tue aber nichts und habe so zu der Euro-Schwächung beigetragen. Dies würde auch den Rest der Welt treffen. Deshalb müsse Deutschland das Merkel-Problem der Welt selbst lösen. Wie dies funktioniert, untersuchen wir an dieser Stelle – bitte klicken Sie hier für weitere Merkel-Beiträge. 

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Kommentar

  1. Deutschland hat ein Merkel Problem aber nicht in der Sicht, dass sich der Staat weiter sinnlos bei den großen Privaten Banken (EZB etc.) verschulden soll, dieses Argument ist so was von falsch, dass man es nicht glauben kann.
    Merkel muss weg, dann beginnen wir die vielen befreundeten Menschen aus dem Sozialsystem zu entlassen, die Zahlungen an den Rest der Welt beenden, die Zahlung an die EU vollständig einstellen und diese geldfressende Organisation abzuwickeln, dann werden wir uns freundlicherweise aus den Besatzungskosten zurückziehen und schlussendlich haben wir unendliche Summen zur Verfügung.

    Wenn wir dann die Verwaltungen abbauen, die Behörden schmäler machen, die Landtage mit unparteiische Besetzen und dies auch beim Bund….

  2. Ich kenne keinen, der zwei Jobs machen muss, um über die Runden zu kommen. Die Flüchtlinge tangieren mich in meinem Alltag nicht ansatzweise. Ich habe eine einfache Ausbildung gemacht, wohne in Stuttgart und kann trotz Auto und Motorrad jeden Monat 500€ auf die Seite legen. Keiner mit dem ich zur Schule gegangen bin führt ein schlechtes Leben. Alle die wollen gehen arbeiten und verdienen ausreichend. Deutschland hat meiner Meinung einige Probleme aber keins davon hat mit zu wenig Geld für die arbeitenden Deutschen zu tun.

    • Einseitiger und weltfremder gehts nimmer; es sind einge aber nicht alle, die
      nicht arbeiten wollen. Es gibt genügend Leute mit Zweitjob die ich kenne und viele arme Deutsche, die sich 45 Jahre den Arsch aufgerissen haben für dieses (unser)Land und froh wären, wenn sie heute noch einen Zweitjob bekämen.
      Gratuliere zu Deinem Glück, vielleicht haben aber jene, die Du anprangerst,
      in Unkenntnis auf das falsche Pferd gesetzt.

  3. sehr erstaunlich, gerade in Stuttgart kenne ich sehr viele die einen zweiten job haben, natürlich nicht die die immer noch von den eltern die kohle bekommen und erben oder zufällig beim daimler schrauben.
    egal…und von den 500 euro jeden monaten bauen wir dann die vielen straßen die kaputt sind oder? und bauen eine infrastrukur auf die auch noch in jahren funktioniert…und die 500 euro nehmen wir dann um die schulen und kitas zu sanieren. vielleicht sollte man lernen mit offenen augen durch die welt zu gehen und vielleicht einmal ein wenig in die zukunft schauen…aber keine angst…wer 500 euro im monat beiseite legen kann, den passiert in der zukunft nichts…..

    • Also die Leute haben zwei Jobs? Zwei 8 Stunden Jobs oder wie kann man sich das vorstellen? Das wären 16 Stunden am Tag.
      Ich bekomme kein Geld von meinen Eltern, ich habe kein Erbe. Meine Einkünfte beziehe ich ausschließlich durch meinen Job. Ich zahle monatlich Steuern, davon können Straßen gebaut, Kitas saniert werden. Die 500 Euro habe ich überschüssig! Ich lebe nicht knauserig, gehe mittags gern Essen, zahle Reparaturen etc.. Mein Einkommen liegt unterm Durchschnitt! Ich könnte also 500 Euro monatlich zusätzlich abgeben und hätte trotzdem noch ein sehr schönes Leben.

      • Lege Dein monatliches Budget doch mal offen hin, dann kann eventuell schnell erkannt werden, warum Du soviel Geld am Monatsende noch übrig hast. Mit unterdurchschnittlichem Einkommen ist soviel „Überschuss“ kaum denkbar. Es sei denn, Du kaufst z.B Lidl-Bier für 0.29 € pro 0,5 l-Dose und sonst fast alles zu Dumping-Preisen, zahlst so gut wie nichts für Wohnkosten und radelst anstatt mit einem PKW zu fahren. Bin gespannt, welchen „Luxus“ Du Dir leistest. Wenn Deine Darstellung überzeugend ist, sollte Dein Beispiel allen anderen zur „Nachahmung“ aufgezwungen werden. Die Ausgaben für und wegen unserer vielen unnützen „Schmarotzer“ aus Asyl- und Politikbereich müßten dringend reduziert werden, damit unser Land überhaupt noch eine Zukunft hat.

  4. Wie soll man in dieser gefühlten Demokratie ein Problem lösen, wenn die Wahlergebnisse schon vorher festgelegt werden und irgendwie dann auch so zustande kommen. Wenn ich in meiner Bekanntschaft rumhorche, dann hat niemand Merkel gewählt… schon komisch

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  • „Die Welt hat ein Merkel-Problem“ | PRAVDA TV – Lebe die Rebellion 28. August 2019

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