in Politik

Der Blog „abgeordnetenwatch.de“ macht sich regelmäßig verdient um das Aufdecken der Finanzierung von Parteien. Nun sind die neuen Spendenlisten aufgetaucht. Interessant dabei: Der „Verband der bayerischen Metall- und Elektronindustrie“ (vbm), der mit großem Abstand stets seit 2015 die Nr. 1 der Spender ist. Über 3,2 Millionen Euro habe der vmb seit 2015 an die Parteien überwiesen, meldet der Blog.

CSU profitiert

Der Verband sitzt in Bayern. Wenig verwunderlich, dass der Verband vor allem die CSU bedenkt. Im Jahr 2018 fanden in Bayern Landtagswahlen statt. Die CSU erhielt dabei vom vbm 625.000 Euro. Die anderen Parteien zusammen sind mit der um den Faktor vier kleineren Summe von 160.000 Euro abgespeist worden.

„Die CSU steht besonders für Stabilität und die ist in Zeiten großer politischer Unsicherheit im Bund und in Europa wichtiger denn je“, so der Verband.

Überhaupt hat die CSU gut 44 % der eigenen Spendeneinnahmen von Konzernen und Organisationen kassiert, also gerade nicht von privaten Menschen. So hat die Max Aicher GmbH 90.500 Euro gespendet, der „Bayerische Bauindustrieverband immerhin 55.200 Euro und die Max Aicher Umwelt GmbH noch einmal 49.500 Euro.

Auch die CDU hat ordentlich kassiert: Von der „Deutschen Vermögensberatung“ gab es 150.000 Euro und von deren verbundenen Unternehmen „Allfinanz Deutsche Vermögensberatung“ noch einmal 90.000 Euro. Evonik spendete 80.000 Euro und die Südwestmetall 150.000 Euro. Daimler bezuschusste die Union mit 100.000 Euro.

Die 100.000 Euro-Spende erhielt allerdings auch die SPD vom Automobilkonzern. Die „Grünen“ sind indes mit „nur“ 40.000 Euro abgespeist worden. Die durften sich immerhin bei der Allianz Deutschland AG für 30.000 Euro bedanken.

Die FDP ließ sich wiederum unter anderem von der „Deutschen Vermögensberatung“ mit 50.000 Euro sponsern. Bemerkenswert, dass in den Medien all diese Spendenvorgänge nicht vorzukommen scheinen…. Lesen Sie hier mehr.

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Parteien haben sich eine Alleinstellung angemaßt. Die steht ihnen laut dem Grundgesetz nicht zu. Ihre Funktion ist auf „Mitwirkung“ beschränkt. Alleinherrschaft, Selbstbedienung und Selbstherrlichkeit der Parteien kennt das GG nicht.

    Parteien dürfen nicht besser gestellt sein als jeder Hühnerzucht-, jeder Obst- und Gartenzaunverein oder jeder Industrieverband oder die Gewerkschaften.

    Frage: Was leistet eine von Industriespendengeldern und Steuergeldselbstallimentation abgenabelte Partei tatsächlich noch für die Gemeinschaft und deren Wohl? Als Gesinnungsvereine mit regelmäßigen Stammtischen würden sie zumindest zum Wohl der örtlichen Wirte beitragen können. Das wäre effektiv mehr, als sie heute oftmals zustand bringen.

  2. Die Industrie und die Finanz „fördert“ die Parteien. Damit ist doch
    die „Demokratie“ als Herrschaft des Volkes zur Lachnummer ge-
    worden! Wer da noch wählt muss ein Penner sein! Was wird gebraucht?
    Die DIREKTE DEMOKRATIE – Res Publika als Sache des Volkes!!!!