in D/A/CH

Die Grenzwert-Diskussion in Deutschland hält an. Die Stickoxid-Ausstoßwerte sollen auf 20 Mikrogramm pro Kubikmeter statt bislang wie von der EU festgesetzt 40 Mikrogramm sinken. Dies jedenfalls hat nach einem Bericht im „Focus“ das Umweltbundesamt aus einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) entnommen. Der derzeit umstrittene Wert sollte also nicht heraufgesetzt werden, sondern weiter sinken.

Wert kann nicht eingehalten werden

Der neue Grenzwert wäre nach Meinung von Kritikern und Beobachtern eine Katastrophe dergestalt, dass er an vielen Standorten nicht eingehalten werden könne. Derzeit werden dem Bericht zufolge an 21 % aller Messstellen die Werte schon nicht eingehalten. Wenn die Grenzwerte noch einmal halbiert werden, dann dürften demnach bezogen auf die Messwerte aus dem Jahr 2018 gleich 335 Städte den Diesel nicht mehr zulassen.

Zwar sollen einige Städte inzwischen geringere Messwerte ausweisen, die „Verbesserung“ ist jedoch nur marginal. Es drohen immer noch zahlreiche Verbote – auf Basis der heute noch geltenden bereits stark kritisierten Grenzwerte. Auf der neuen Basis hingegen sieht es in den kommenden Monaten ggf. dramatisch aus. Lediglich 193 von 528 gemessenen Standorte würden noch auf weniger als 20 Mikrogramm kommen – und somit hätte die „Deutsche Umwelthilfe“ einen Zugriff auf die zahlreichen Kommunen, an denen der Grenzwert überschritten würde. Dies sind Städte wie Heidelberg, Karlsruhe, Friedrichshafen, Ulm, Augsburg, Nürnberg, Bremen, Potsdam, Würzburg, Bonn, Dresden, Leipzig oder Weimar. Rund um die Republik drohen weitere massive Fahrverbote.

Wenn niemand mehr die Umweltschützer bremst. Wir erinnern daran, dass Angela Merkel versprochen hatte, dass Grenzwerte nahe der 40er-Grenze künftig nicht mehr zu Fahrverboten führen sollten. Dieses Projekt ist zwar vorläufig auf Eis gelegt, hier ist aber angesichts der dramatisch erscheinenden Folgen in den kommenden Monaten mit einer Neuauflage der Diskussion zu rechnen. 112 Lungenfachärzten, die sich öffentlich gegen die Grenzwerte gewandt haben, sei Dank.

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Kommentar

  1. Ich habe vorsichtshalber das Datum angesehen ob wir nicht doch den 1. April haben.
    Jetzt sind die Autobauer gefragt. Mal 200 000 Leute schlagartig auf die Straße setzen, dann besinnen sich auch die Wahnsinnigen

  2. Wahrhaft erstaunlich ist der Fakt, dass die Deutschen ihr liebstes Kind, das Auto, zu keinem Zeitpunkt verteidigen. Alle murren still vor sich hin und zahlen ohne Ende. Autoclubs als Verteidiger, weit gefehlt. Alle, noch so sinnlosen Forderungen der Grünen und Linken (SPD) werden akzeptiert. Bis endlich den Vernünftigen Lungenfachärzten der weisse Kragen geplatzt ist – es gibt keine wissenschaftliche Belege für das Grüne deutschlandhassende Gefasel. Plötzlich kommen politische Wiederstandskämpfer aus ihrer Deckung gekrochen und rütteln am Grünen heiligen Thron. Deutschland spart sich ökologisch tot und die EU-Nachbarn bauen Kohlekraftwerke und fahren unsere Diesel, auch permanent durch Ökodeutschland. Wieder einmal eine deutsche Narrenposse