in Politik

Geht es nach Klaus Schwab, dem Gründer des bekannten „Weltwirtschaftsforums“ in Davos, könnte es zu einer neuen Finanzkrise kommen. „Das ist eine meiner größten Sorgen“, ließ er die „Welt“ wissen. Zwar gelang es vor zehn Jahren, die damalige Finanzkrise nicht zu einem weltweiten Wirtschaftseinbruch ausarten zu lassen. Dennoch gelten die Bedenken fort.

„Wir zahlen dafür einen Preis. Und die Rechnung für unser aller Rettung steht noch aus“, merkte der Forums-Gründer an. In den zurückliegenden zehn Jahren würden sich die privaten und staatlichen Schulden „praktisch verdoppelt“ haben. Insgesamt erreichte der Schuldenstand ein Niveau von mehr als 300 % des weltweiten jährlichen Bruttoinlandsproduktes (BIP). In früheren Forschungsarbeiten war deutlich geworden, dass bei einer Verschuldung von 80 %(!) der „Point of no return“ erreicht sei. Allerdings sind die Forschungsergebnisse später angezweifelt worden. Dennoch: Mehr als 300 % Schulden bedeuten, dass die jeweiligen Volkswirtschaften immerhin mehr als drei Jahre nur für den Abbau dieser Schulden arbeiten müssten.

Niedrige Zinsen – das Problemkind

Ein besonderes Problemkind sei der niedrige Zins der Notenbanken. Sofern es zu einer Weltwirtschaftskrise kämen, könnten die Notenbanken mit ihrer Zinspolitik keinen nennenswerten Widerstand mehr leisten. Es fehlt schlicht die Möglichkeit, die Zinsen nachhaltig zu senken, so zeigen die aktuellen Daten. Die Warnungen von Schwab entsprechen der Richtung nach der Stimmung unter anderen Experten wie Prof. Sinn, der auch in den vergangenen Tagen erneut vor den immensen Risiken für die Weltwirtschaftskrise gewarnt hat.

Die Zinsen sind derzeit so niedrig wie noch nie zuvor seit dem zweiten Weltkrieg. Dies gilt im Wesentlichen für die EU wie auch für die USA. Damit werden Impulse erzeugt, Kredite aufzunehmen. Die USA etwa haben inzwischen einen Rekordschuldenstand von 22 Billionen Dollar erreicht.

Einen akzeptablen Ausweg aus dieser Krise sieht noch immer kein(!) Experte. Demnach müssen Sie damit rechnen, weiter zur Kasse gebeten zu werden. Lesen Sie hier mehr dazu.

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  • Neue Finanzkrise voraus: Weltwirtschaftsforum-Gründer warnt – Die Welt 20. Dezember 2019

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