in Politik

Die private Stiftung des ukrainischen Premierministers Jazenjuk kennt mächtige Financiers. Auf der Liste der Sponsoren steht neben der Nato und dem „US-Department of State“ auch der britische Finanz-Club „Chatham House“ . Dennoch: der Liebling des Westens macht keinen Hehl aus der finanziellen Unterstützung.

Einflussreiche Financiers

Die persönliche Stiftung von Arseniy Yatseniuk „Open Ukraine“ wird von der Nato, dem britischen Finanz-Club Chatham House, dem US-Think-Tank National Endowment for Democracy und der schwedischen Swedbank finanziert. Jazenjuk macht kein Geheimnis daraus, die Financiers sind auf der Website aufgelistet. Die führenden Mitglieder der dubiosen Stiftung kommen alles aus der Industrie oder dem Banking. Mitgründer ist der Pole Zbigniev Drzymala, Direktor des Finanz-Konglomerats Inter Groclin. Eines der Board-Mitglieder, Sergiy Taruta, hat als “Chairman of the Board of the Industrial Union of Donbas Corporation” konkrete wirtschaftliche Interessen. Da die Nato mit Steuergelder finanziert wird, zahlen auch die europäischen Bürger für die persönlichen Interessen des ukrainischen Staatsmanns. Wieviel Geld Jazenjuk aus diesen Mitteln persönlich bezieht gibt er jedoch nicht bekannt.

Seit seiner Banker-Karriere gilt er als wohlhabend. Bezeichnenderweise gibt es die Website der Stiftung nur auf Englisch. Ukrainern wird es schwer möglich sein sich über die Machenschaften ihres Premierministers zu informieren.

Jazenjuk ist – zumindest vorläufig – der Mann, auf den die US-Amerikaner setzen. Die Sonderbeauftragte Victoria Nuland hatte „Jaz“, wie er im Diplomatenjargon der US-Amerikaner genannt wird, als den besten Kandidaten für den Job des ukrainischen Premiers bezeichnet.

Deutschland setzt auf Klitschko

Parallel dazu erhält Klitschkos Partei Udar logistische Unterstützung von der Konrad-Adenauer-Stiftung der CDU, unter anderem durch Schulungen für Udar-Parlamentarier und deren Mitarbeiter. Zuletzt hatten sich Merkels außenpolitischer Berater Christoph Heusgen, Kanzleramtsminister Ronald Pofalla und Außenminister Guido Westerwelle zu zum Teil vertraulichen Gesprächen mit Klitschko getroffen und ihm Unterstützung zugesagt.

Bereits 2011 traf sich Klitschko mit Vertretern der Konrad-Adenauer Stiftung. So auch mit Dr. Hans-Gert Pöttering um die „politische Lage in der Ukraine“ zu besprechen.

QUELLEN:

DWN, Finanziers Jazenjuk Stiftung: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/08/23/jaz-jazenjuk-ein-gefaehrliche-netzwerker-an-der-spitze-der-ukraine/Openukraine, Auflistung der Geldgeber: http://openukraine.org/en/about/partners
SPIEGEL, KA-Stiftung unterstützt Klitschko: http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-merkel-will-klitschko-zum-praesidenten-aufbauen-a-937853.html
KAS, Treffen mit Klitschko 2011: http://www.kas.de/wf/de/33.21695/

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick


Dein Kommentar

Kommentar

  1. Danke! Jazenjuks Biografie ist ein Paradebeispiel für westliches Strippenziehen. Man kann nicht oft genug Hinweisen auf die Verbindungen zwischen Think Tanks und „Politikmarionetten“ – wäre auch für Deutschland ein ergiebiges innenpolitisches Thema. Stichwort German Marshall Fund, Atlantikbrücke, etc. Ganz abgesehen von den außenpolitischen Verstrickungen der mit Steuergeldern finanzierten Partei-„Stiftungen“ in Regime-Changes auf der Welt. Welcher Deutsche weiß schon, dass er durch die Hintertür die CDU finaziert, um auf die innenpolitischen Angelegenheiten fremder Länder Einfluss zu nehmen?!?

  2. Schaut man sich die Gestalten von Catham House seit deren Gründung bis zu den heutigen Direktoren mit physiognomischen Bick an, so wird ihr Streben vom gleichen Erfolg beschieden sein wie ein Rennen unter x-beinigen Pferden.