in Naher Osten

Dass Erdogan seit langem ein Kandidat für einen Staatschef ist, der von Militärs aus dem Amt gejagt wird, lag auf der Hand. Das Militär stand immer für die Ideen Kemal Atatürks, dem Staatsgründer, der die Türkei in das 20. Jahrhundert führte und für einen modernen Staat ohne Beeinflussung der Religion stand.Am 29. Oktober 1923 wurde eine Moderne, der Zukunft zugewandte Türkei Realität und man öffnete sich nach Europa und der Welt. Das Militär verstand sich immer als der Bewahrer der kemalistischen Werte. Der Militärputsch hat in der modernen Türkei durchaus Tradition und richtete sich immer gegen Potentaten mit demokratischem Anstrich.

Heute jedoch sehen wir das Militär scheitern, da offensichtlich kein Konsens über das Vorgehen bestand. Es scheint offensichtlich, das Teile des Militärs allein agierten, da vermutlich traditionell islamisch orientierte Vertreter im Militär einen Putsch gegen Erdogan nicht getragen hätten. Das zeigt auch, wie weit Erdogan sich bereits mit seiner AKP vernetzen konnte. Denn das Militär scheiterte noch nie. Allerdings scheint auch die Vorgehensweise der Putschisten recht stümperhaft. Selbst die Tageszeit, die Abendstunden sind ein schlechter Zeitpunkt für einen Putsch. Es ist keine Neuigkeit, das die Nachtstunden immer die bessere Wahl sind. Die Zeit für Überraschungen.

Fazit: Wir können wohl vermuten, dass der Weg der Türkei in die EU nun lange verschlossen bleibt. Denn die Unterwanderung des gesamten Staates, inclusive des Militärs durch Islamisten schein gewiss. Meldungen in der britischen Presse, das Soldaten von Islamisten enthauptet wurden und angeblich in sozialen Netzwerken kursierende Fotos würden ins Bild passen, sind aber noch nicht bestätigt. Das die Türkei auf dem Weg in einen Gottesstaat ist, kann man allerdings befürchten.

Langfristig darf man die Türkei eher als Gefahrenherd sehen, denn als loyalen Partner in der Nato.Wobei ich das ständige hofieren Erdogans und Co durch EU und Nato nur als unnötige Taktiererei betrachte. Welche den Weg zu einem Krieg mit Russland ebenen soll, der nie stattfinden wird. Weil es wieder nur um Profite geht, die der militärisch-industrielle Komplex in den USA generieren muss, um zu überleben. Erdogan als Trittbügelhalter der kalten Kriegsprofiteure. Die Türkei will nämlich niemand in der EU, sonst wäre sie schon drin, wie der halbe Ostblock.

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Kommentar

  1. Auf die Idee, dass es sich um einen inzenierten Putsch handeln könnte (von dem Erdowahn am meißten profitiert) kommt der Autor leider nicht.
    Bevor er hier das türkische Millitär als „stümperhaft“ darstellt, sollte er vielleicht mal über die Qualität seiner eigenen Recherche nachdenken…
    Hier nur mal eine der vielen seltsamen Ungereimtheiten des „Putsches“:
    https://alles-schallundrauch.blogspot.de/2016/07/der-beweis-der-putsch-war-inszeniert.html
    Weitere Stichworte sind z.B. „SMS“ und „Millitärübung“.
    Wer mehr nachdenkt, muss weniger Unsinn schreiben ;-)

    • Aber ist ja auch völlig irrig anzunehmen, dass ein Staat selber sowas organisiert – sowas kam in der Geschichte schließlich noch nie vor, gelle?

      Liste BESTÄTIGTER False Flag Ops:
      http://www.gegenfrage.com/false-flag/#comment-24428

      Man braucht dafür natürlich die Eier und das Rückrad, sich dann als Verschwörungstheoretiker beschimpfen zu lassen und sich nicht aus Angst davor selbst zu zensieren bzw. seinen Denk-Horizont zu beschränken…

      Ich finde aber, unsere Freiheit sollte uns das Wert sein!