in Naher Osten

Ein Quartalsbericht enthüllte, dass US- Beamte Reporter angelogen haben, was die Stationierungszahlen von US- Soldaten im Irak und in Syrien betrifft.

Von Jason Ditz – Wenn das Pentagon über Zahlen im Irak und in Syrien spricht, ist es immer dasselbe. Es gibt 503 US-Soldaten in Syrien und 5.262 im Irak. Es spielt keine Rolle, dass seit der Erfindung dieser Zahlen Tausende weiterer Soldaten hinzugekommen sind, es handelt sich immer noch um „aktuelle“ Angaben.

Zumindest so aktuell, wie die Reporter sie immer bekommen. Das Defense Manpower Data Center (DMDC – Statistisches Zentrum für Militärpersonal) muss jedoch vierteljährliche Berichte über US-Einsätze in Übersee veröffentlichen und scheint nicht den Luxus zu haben, Zahlen einfach nur für die Erzählung fabrizieren zu dürfen.

Was schnell verrät, was wir bereits wussten, nämlich dass es sich bei den berichteten Zahlen des Pentagons, die für die amerikanische Öffentlichkeit bestimmt waren, um reine Lügen handelte. In Wirklichkeit gibt es mit Stand September 8.992 Soldaten im Irak und 1.720 in Syrien, und die Zahlen sind seitdem nur gestiegen.

Selbst diese genauere Zahl aus dem DMDC, die nicht nur monatelang veraltet ist, ist nur die untere Grenze der tatsächlichen Zahl, denn am Ende der Einsätze pro Land steht eine weitere Zahl, 29.092 US-Soldaten, deren Standorte einfach „unbekannt“ sind.

Auch das sollte wohl mehr ein Skandal sein als es ist. Die Zahl gibt stillschweigend zu, dass etwa 10 Prozent der im Ausland stationierten US-Truppen so heimlich eingesetzt werden, dass selbst der Bericht, der für die Erfassung zuständig ist, wo sie sich alle aufhalten, keine Ahnung hat, wo sie sich befinden könnten.

Obwohl solche Täuschung öffentlich von Präsident Trump als offizielle Politik gebilligt worden ist, gab es Lügen über Truppenstärken im Irak und in Syrien schon vor seiner Präsidentschaft, mit einer offiziellen „Deckelung“, die von der Obama-Administration mit dem Irak ausgehandelt war und schon lange missachtet wurde, und Beamten, die die offizielle Zahl an der Deckelung halten, unabhängig davon, wie viele weitere Truppen eingesetzt wurden, um Kontroversen zu vermeiden.

Quelle: antiwar.com – Übersetzung: Klaus Madersbacher

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Kommentar

  1. Ich empfinde keine Trauer,wenn US amerikanische Soldaten dort ihr Leben lassen müssen. Sie kämpfen dort für eine ganz schlechte Sache und das müssten eigentlich auch alle wissen. Ob in Afghanistan, den Irak oder in Syrien, sie wurden nicht ein geladen. Sie kamen nur um den Hass zu schüren. Schiiten gegen Sunniten oder Christen gegen Moslems werden gegeneinander ausgespielt. Sämtliche Präsidenten der USA , bis hin zu Trump gehörten eigentlich auf die Anklage Bank.

    • Sehr guter Meinung Christian . Ich empfinde keine Trauer ,wenn US amerikanische Soldaten dort ihr Leben lassen müssen . Sie kämpfen dort für eine ganz schlechte Sache und das müssten eigentlich auch alle wissen . Ich habe auch die Militärausbildung in der Schweiz gemacht , habe aber gesagt : Werde die Schweiz im Krieg vertreten aber nie mit einer Waffe ausser Landes gehen .