in Naher Osten

Die Lage in Syrien scheint sich festgefahren zu haben. Die Syrische Armee macht zwar Geländegewinne, diese fallen aber entweder nicht so groß aus oder es gibt wieder Verluste, da das gewonnene Gelände aufgrund fehlender Mannstärke nicht gehalten werden kann.  Es gibt aber eine Entwicklung zwischen der USA und Russland, die auf eine neue Zuspitzung hinausläuft.

Mitte Juni machten 51 Diplomaten eine Art Vorstoß, indem sie Militärschläge gegen die Syrische Armee forderten, mit der vorgeschobenen Begründung, dass Assad immer wieder die Feuerpause missachte.  US-General David Goldfein forderte auch wörtlich eine „No Fly Zone“ für die Luftstreitkräfte Syriens als auch die russischen,  für deren Abschuss man auch eine Erlaubnis bekommen sollte  Das ist zwar nicht das erste Mal, dass derartige Forderungen kommen, doch diesmal sind sie konkreter und kommen von einer größeren Anzahl von Diplomaten. Ganz offensichtlich ist man in Washington auch nicht glücklich über den derzeitigen Verlauf der Dinge.

Wohl nicht zufällig besuchte dann überraschend der russische Verteidigungsminister persönlich Syrien und Assad nur einige Tage später. Ein derartiger Besuch hat natürlich eine Signalwirkung nach außen und abgesehen davon hat Shoigu laut Berichten die Luftwaffenbasis Khmeimim inspiziert und mit Assad die weitere militärische Kooperation besprochen. Was wurde da besprochen? Für die Bekanntgabe einer rückgehenden Unterstützung würde der russische Verteidigungsminister wohl kaum persönlich nach Syrien fliegen, also gingen die Spekulationen darüber gleich nach dem Bekanntwerden des Besuches los. Jetzt Anfang Juli ist klar, dass Russland zum Herbst hin seine Militärschläge gegen den sogenannten Islamischen Staat und andere Terrorgruppierungen, wie beispielsweise den syrischen Al-Qaida-Ableger Al-Nusra, wieder verstärken wird.

Dazu gehört, dass der russische Flugzeugträger Admiral Kusnezow im Oktober vom östlichen Mittelmeer aus Luftschläge gegen die Terrorgruppierungen in Syrien beginnen wird, wie die Nachrichtenagentur TASS berichtet. Der Flugzeugträger ist in der russischen Marine eigentlich als schwerer Flugdeckkreuzer klassifiziert und verfügt als solcher über eine kleinere Anzahl an Flugzeugen als die US-amerikanischen Flugzeugträger, die bis zu 85 Flugzeuge tragen können. Die Admiral-Kusnezow-Klasse kann maximal etwa 17 Flugzeuge und 16-24 Hubschrauber tragen, wobei im Herbst etwa 15 Su-33 Luftüberlegenheitsjäger und Mig-29K/KUB Mehrzweckjäger sowie über 10 Kampfhubschrauber Kamov Ka-52 und die Transport- und Aufklärungshubschrauber Ka-27 bzw. Ka-31 zum Einsatz kommen sollen. Bis Ende Januar Anfang Februar 2017 soll der Einsatz dabei dauern, danach wird sich die Admiral Kusnezow nach Sewerodwinsk begeben, wo Moderniserungsarbeiten geplant sind.

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