in Naher Osten

Die aktuellen Entwicklungen in Syrien offenbaren, in welchem tiefen Konflikt sich der Militärisch-Industrielle-Komplex der USA befindet. Inzwischen bekämpfen sich schon die CIA und das Pentagon.

Die US-amerikanische Außenpolitik ist wieder einmal gespalten. Verschiedene Interessensgruppen innerhalb des gewaltigen Militärisch-Industriellen-Komplexes mit scheinbar unterschiedlichen Zielsetzungen sorgen dafür, dass sich die eigenen Rebellengruppen gegenseitig über den Haufen schießen.

Ein Kommentar von Daniel McAdams offenbart dieses außenpolitische Desaster:

Inzwischen schleppen sich die seit fünf Jahren anhaltende Anstrengungen der Vereinigten Staaten von Amerika, in Syrien einen „Regimewechsel“ herbeizuführen, in eine ganz andere Richtung. Aus einem Bericht gestern in der Los Angeles Times erfuhren wir, dass die Vereinigten Staaten von Amerika sich in Syrien jetzt im Krieg mit … sich selbst befinden.

Ja, das ist richtig. Während syrische Regierungstruppen und die Russen ISIS in Syrien einen tödlichen Schlag versetzen, liegt ein von der CIA unterstützten Haufen von Rebellen im Krieg mit einem anderen Haufen von Rebellen, der vom Pentagon unterstützt wird!

Anscheinend haben die letzten paar Monate hindurch die von der CIA unterstützten Fursan al Haq und die vom Pentagon unterstützten Syrian Democratic Forces („syrischen demokratischen Kräfte“) ihren Krieg gegeneinander intensiviert. Laut einem Artikel in der Times findet der Abgeordnete zum Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten von Amerika Adam Schiff (Demokraten, Kalifornien) – ein strammer Interventionist – die Situation als „enorme Herausforderung“ und fügt hinzu, sie sei „Teil des dreidimensionalen Schachspiels, das das syrische Schlachtfeld bildet.“

Das was Schiff als „dreidimensionales Schachspiel“ bezeichnet, ist jedoch lediglich ein Beispiel purer Idiotie. Denn wenn die CIA die islamistischen Terrorgruppen unterstützt (welche die Hauptgegner Assads sind), während das Pentagon derzeit auf die Unterstützung jener Kräfte setzt, welche sich nun hauptsächlich dem Kampf gegen den „Islamischen Staat“ widmen sollen. Denn das „Problem Assad“, so die Überzeugung in Washington, könne man inzwischen auch auf politischer Ebene lösen – auch wenn sich Russland als „Schutzmacht“ der syrischen Regierung dagegenstellt.

Es offenbart sich damit auch, wie sehr die US-Führung mittlerweile gespalten ist. Wo die einen Kräfte mittels dem Geheimdienst CIA versuchen, den Interessen der US-Finanzoligarchie zu dienen und den „Staat hinter dem Staat“ zu stärken, scheinen vor allem im Pentagon selbst noch genügend „Patrioten“ am Ruder zu sein, die noch wirklich an die „Mission“ der Vereinigten Staaten von Amerika glauben. Während Erstere vor allem die globalistischen Pläne der Eliten umzusetzen versuchen, halten Letztere den „Islamischen Staat“ (den die CIA mitbegründet und unterstützt hat) für eine größere Gefahr als die Assad-Regierung.

Wie man es auch dreht und wendet: In den letzten Jahrzehnten hat sich in den USA ein solch umfangreicher „Deep State“ mit einem unkontrollierbaren Eigenleben entwickelt, dass inzwischen die rechte Hand nicht mehr weiß was die linke tut. Die allgemeine politische Korruption tut ihr Übriges dazu.

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12 Kommentare

  1. Ich finde es ist an der Zeit, das die USA endlich demokratisiert werden. Auch wenn es da kein Öl zu klauen gibt. Ein bissel Rechtsstaatlichkeit würde auch nicht schaden, um die Schweinereien von CIA und Pentagon einzuschränken oder gar vor ein ordentliches Gericht zu bringen. Diese maßlose Heuchelei muss doch mal ein Ende haben

  2. Die Worte hör (les) ich wohl, doch fehlt mir daran der Glaube. Frei nach Schakespeare.
    Es wäre wirklich schön, wenn sich die westaltantischen Schweine in die Borstenhaare kommen.

  3. Und am Ende gewinnen immer wieder die Hersteller von Rüstungsgütern in den USA. Egal wer die Bomben wirft oder rumballert – es klingelt in deren Kasse.

    Vielleicht besuchen die Chinesen und die Russen mal die Westküste. Brasilien und die ganzen anderen gepeinigten dann von Süden her. Die Amis schiffen ja gerade ihr ganzes Angriffsgerät nach Osteuropa und dürften bald wehrlos im eigenen Land sein. Vielleicht wissen die Amis ja schon, dass Yellowstone bald platzt und suchen schon mal eine neue Heimat mit Rohstoffen.
    Aber wahrscheinlich sind die Jungs einfach nur blöd in ihrem Glauben an Gott und das er es schon richten wird. Wenn sie nur nicht die ganze Welt mit rein ziehen würden…

    • Die Jungs müssen schon seit Jahren blöd sein, wenn sie seit zig Jahren Fluoridwasser trinken müssen, was das Gehirn schädigt und noch andere krankmachende Substanzen von der Industrie ins Essen gemixt bekommen.

  4. CIA kämpft gegen Pentagon? bei aller Verlogenheit, aber alles was von den USA so daherkommt, darf man getrost in die Tonne treten.

  5. Die beiden Interventionen laufen parallel und sind abgestimmt.
    Assad soll fallen, und der IS muss dezimiert werden, da er sonst zu (eigen)mächtig wird, zudem muss vor der Welt bewiesen werden, dass man etwas gegen den (selbstgemachten) Terror unternimmt.
    Allerdings nur dezimiert, den Rest des Haufens braucht man schließlich noch für anderweitige Aktionen im Rahmen der Globalisierung.
    Sie werden nach und nach in allen arabischen Staaten, die geopolitisch als Stellvertreter nicht mehr gebraucht werden, zum Einsatz gebracht.
    Die These vom ernsthaften Zwiespalt der US-Führung und dem CIA, glaub ich erst, wenn sich zwei militärische Lager auftun, die sich gegenseitig mit tatsächlichen Opfern, bekriegen.

  6. Amerikanische Syrien-Politik „ein Beispiel purer Idiotie.“ Und der mächtige Obama (Friedens-Nobelpreisträger) dirigiert dieses „Meisterwerk“- alles für die westlichen Werte, für die westliche Demokratie. Demnächst auch im Theater DE, die hiesige Köchin schafft schon mal fleißig Chaos.