in Naher Osten

Seit 4 Jahren tobt der Bürgerkrieg in Syrien. Während in den Nachrichten wenn überhaupt von menschlichem Schaden die Rede ist, sind andere Begleiterscheinungen des Krieges nur mangelhaft bekannt. Vor allem die Infrastruktur leidet unter den Auseinandersetzungen.

Eine dieser bisher Unbekannten ist elektrisches Licht: seit dem Beginn des Krieges sind 83% der Lampen ohne Stromversorgung oder funktionsuntüchtig, wie nun eine Untersuchung von 130 internationalen NGOs herrausfand.

In der Provinz von Aleppo und in Raqqa sind die Zahlen noch dramatischer: jeweils 97% und 96% der Stromversorgung existiert nicht mehr. Die folgende Grafik eines chinesischen Satelliten zeigt das Ausmaß aus der Luft:

“Die Satellitenbilder helfen uns das Leid und die Angst der normalen syrischen Bevölkerung zu verstehen, der sie durch die Zerstörung des Landes ausgesetzt sind.”

Die Regierung versucht den Ausfällen durch Subventionen für Strom entgegenzuwirken. “Die Regierung subventioniert weiter Grundnahrungsmittel, sowie den Stromsektor,” sagte der syrische Premierminister.

Doch der Unmut in der Bevölkerung steigt. “Wir haben genug von dem andauernden Mangel an Elektrizität. Man kann sich nicht mehr auf die Versorgung durch das Stromnetz verlassen,” teilte ein Anwohner aus dem Westen Aleppo’s mit.
Eine Koaliation von NGOs hat sich die Re-Elektrifizierung und die Re-Beleuchtung nun zu Herzen genommen. Unter dem Slogan #WithSyria haben sie eine Solidaritätsbewegung ins Leben gerufen, die auf das Problem aufmerksam machen soll.

*Die Bilder sind den Quellen entnommen. Die Zitate sind freie Übersetzungen aus dem Englischen.

Quellen:

http://www.exposingtruth.com/syria-has-lost-83-of-its-light-since-2011/

http://rt.com/news/240297-syria-electricity-out-darkness/

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Kommentar

  1. Syrien leidet unter seiner Überbevölkerung. Das Land hat in unter 50 Jahren seine Bevölkerung mehr als vervierfacht. Das geht natürlich zu Lasten der Infrastruktur, erst recht wenn noch Waffen importiert werden, mit denen kriegerische Auseinandersetzungen angefangen werden. NGOs müssen Verhütungsmittel importieren statt Waffen. Aber die Syrier sind wohl wegen ihrer religiösen Verblendung nicht gewillt die anzuwenden. Es werden lieber Familien mit 10 oder mehr Kindern in die Welt gesetzt, die dann entweder im Krieg sterben oder flüchten müssen.