Syrien: Al Nusra Front schießt Kampfjet ab – IS setzt Giftgas ein

Die Situation in Syrien hat eine neue Eskalationsstufe erreicht. Radikale Islamisten der Al-Nusra-Front haben im Norden von Syrien offenbar ein Flugzeug der syrischen Luftwaffe abgeschossen. Zudem soll der Pilot des syrischen Kampfjets als Geisel genommen worden sein.

Noch ist nicht ganz klar was sich genau ereignet hat. Doch es scheint festzustehen, dass die Al-Nusra-Front einen syrischen Kampfjet abgeschossen hat und den Piloten als Geisel genommen hat, der anschließend in das Hauptquartier der Al-Nusra-Front gebracht wurde. Russische Sicherheitskreise bestätigen jedoch den Abschuss einer syrischen Suchoi Su-22.

Der Vorfall ereignete sich in der Nähe des Ortes al-Eis in der Region von Aleppo. Erst vergangene Woche haben Kämpfer der Al-Nusra-Front die syrischen Truppen vertrieben und die Stadt eingenommen.

Darüber hinaus haben Kämpfer des Islamischen Staat (IS) bei einem Angriff auf den Luftwaffenstützpunkt bei Deir Ez-zor Giftgas (Senfgas) eingesetzt. Dies berichteten syrische Militärquellen. „Die Kämpfer des Daesh haben den Fliegerhorst in Deir Ez-zor mit Granaten angegriffen, die eine giftige chemische Substanz enthielten. Die Verteidiger des Stützpunktes berichteten, dass eine Reihe von Soldaten Atemnot hatten“,hieß es aus dem syrischen Verteidigungsministerium.

Ein Angriff mit Giftgas von Seiten des Islamsichen Staat (IS) ist nichts neues, denn schon seit einiger Zeit gibt es Hinweise darauf, dass der Islamische Staat in Syrien und im Irak Giftgas eingesetzt hat.

Erst unlängst haben kurdische Vertreter aus dem türkischen Parlament die türkische Regierung beschuldigt, dass die türkische Regierung den IS und andere Dschihadistengruppen in Syrien mit chemischen Waffen versorgt hat um die syrische Regierung zu bekämpfen.

In einem RT Interview sagte ein Pressesprecher der kurdischen YPG-Miliz, dass die Türkei eine klare Transitroute für die chemischen Waffen gebildet hatte, die Anfang März nahe Aleppo gegen sie eingesetzt wurden. Antiregierungskämpfer „haben den Waffenstillstand ausgenutzt“, um ein von Kurden kontrolliertes Gebiet nahe Aleppo, im Norden Syriens, anzugreifen, sagte Redur Xelil und betonte: „Unsere Quellen aus den Rebellengruppen haben den Einsatz toxischer Substanzen bestätigt.“