in Naher Osten

Allem Anschein nach vollzieht die Türkei gerade ein Kehrtwende von West nach Ost. Sollte dies eintreten, wären den Weltmachtsplänen Amerikanischer als auch Europäischer Eliten ein Riegel vorgeschoben.

Nachdem sich der Nebel rund um den Putschversuch in der Türkei etwas gelegt hat, fördern die ersten Analysen Erstaunliches zu Tage. So wie es scheint, war der fehlgeschlagene Putsch nicht nur für Teile des türkischen Militär ein Desaster, sondern vor allem für die US- Außenpolitik. Begonnen hatte diese Entwicklung bereits mit dem Abschuss der russischen SU-24 durch eine türkische Rakete im vergangenen November.

Dies war ein wichtiger Erfolg für die CIA, weil nun eine dauerhafte Eiszeit zwischen Russland und der Türkei sicher zementiert schien. Dachten sie. Aber dann entschuldigte sich Erdogan am 27. Juni bei den Russen für den Abschuss der Maschine, um die verfahrenen Beziehungen zu seinem nördlichen Nachbarn wieder in ruhigeres Fahrwasser zu steuern. Noch einen Tag zuvor hatte er eine Entschuldigung verweigert. Dann jedoch verkündete er überraschend:

„Ich möchte ein weiteres Mal mein Mitgefühl und mein Beileid an die Familie des verstorbenen russischen Piloten aussprechen, es tut mir leid. Von ganzem Herzen teile ich ihren Schmerz. Wir trauern mit der Familie des russischen Piloten wie mit einer türkischen Familie. Um die Schmerzen und den Schaden zu lindern, sind wir für jede Initiative bereit.“

Reserviert, jedoch nicht ohne Erleichterung, nahm der Kreml die Entschuldigung an und sandte seinerseits vorsichtige Signale zur Verbesserung der bilateralen Beziehungen an die Türkei. Gut zweieinhalb Wochen später, am 15. Juli, begann der Putschversuch, der jedoch zum Scheitern verurteilt war.

Der Grund hierfür war neben mangelndem Rückhalt in der Bevölkerung ein weiterer, wichtiger Punkt, nämlich die Russen. Einer der kommandierenden Putschisten, offenbar nicht der Hellsten einer, hatte über Funk Anweisungen an mehrere Helikopterbesatzungen zur Festsetzung oder Beseitigung Erdogans erteilt, als dieser noch in Marmaris in einem Ferienhotel weilte. Dass die Russen diesen Funkspruch abfangen würden, war klar. Nicht jedoch, dass sie umgehend eine Warnung an Erdogan herausgeben würden, so dass dieser fünf Stunden vor Beginn des Putsches bereits im Bilde war. Dies wiederum kam den Putschisten zu Ohren, die daher den Angriff um drei Stunden vorverlegten, was ebenfalls zum Scheitern des Putsches beitrug. Anschließend erst informierten die Russen, quasi der Vollständigkeit halber, auch noch an die Amerikaner.

Im Ergebnis ist dies für die Amerikaner eine mittlere bis schwere Katastrophe. Denn Erdogan geht natürlich davon aus, dass die CIA die Finger im Spiel haben musste, da die zeitliche Überschneidung von seiner Entschuldigung an den Kreml und dem Putschversuch einfach unübersehbar ist. Zudem muss er davon ausgehen, dass die Amerikaner dank ihrer Aufklärungstechnik ebenfalls von dem geplanten Putsch gewusst haben müssen, ihn jedoch, anders als die Russen, nicht informierten. Und damit hat der brüskierte, türkische Staatschef allen Grund, sich von den Amerikanern abzuwenden, was er auch bereits tut, indem er Europa die kalte Schulter zeigt. Damit gerät das strategische Gefüge der US- Strategen empfindlich durcheinander.

Ohne die Türkei als Brückenkopf im Nahen Osten wird es für die USA mehr oder weniger unmöglich sein, ihren Einfluss in der umkämpften Region weiter auszubauen. Stattdessen gestalten sich die Lufteinsätze der NATO über syrischem Gebiet zusehends schwieriger, da die NATO Air Base in Incirlik seither ohne Strom von außen arbeiten muss. Erdogan hat den Amerikanern und Deutschen einfach den Saft abgedreht. Während also zwischen der Türkei und Russland erneut erste zarte Triebe der Partnerschaft zu sprießen beginnen, scheint es, als würden jene Ranken, die in der Westen führen, zusehends verdorren.

Das ergibt sich bereits aus der Entmachtung des Justizapparates in der Türkei und der Diskussion um die Wiedereinführung der Todesstrafe. Derartige Avancen sind einfach nicht kompatibel mit dem vergeheuchelten Wertekanon westlicher Kultur. An dieser Stelle wird es spannend. Auch wenn Frau Merkel mit einiger Wahrscheinlichkeit die antidemokratischen Entwicklungen in der Türkei vornehm ignorieren wird, um ihren  Flüchtlingsdeal mit Erdogan nicht zu gefährden, wird sie dennoch nicht verhindern können, dass die Türkei zusehends mit der entstehenden Eurasischen Union und der Shanghai Organisation for Corporation (SOC) sympathisiert.

Denn nachdem Erdogan endgültig realisiert hatte, dass sein Land niemals in die EU aufgenommen werden würde, wäre er ein Vollidiot, wenn er nicht nach verlockenderen Gelegenheiten für die Türkei Ausschau hielte, anstatt weiterhin auf eine Mitgliedschaft in der gerade zerfallenden und bankrotten Europäischen Union zu hoffen. Allerdings wird Putin mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit vorher zur bedingungslosen Voraussetzung machen, dass Erdogan seine bisherige Politik dem Daesh gegenüber neu überdenkt, die Türkisch-Syrische Grenze dicht macht und die Unterstützung für die Terroristen einstellt. Dies würde dem Frieden in Syrien eine echte Chance verleihen.

Diese Einschätzung teilt auch der französische Journalist François Ernenwein, der am 27. Juli in der Zeitung La Croix schrieb:

„Wenn die Kluft zu den Europäern sich weiter vertieft, wird es mehr als einen Verlierer geben. Die Türkei hat in den Kriegen, die sich an ihren Grenzen zu Syrien und zum Irak ausbreiten, eine wichtige – wenn auch teils unklare – Rolle gespielt. Wenn das Land weiter in dieser rückläufigen Entwicklung versinkt, kann es kaum mehr als Brücke zwischen Orient und Okzident fungieren. Dies betrifft insbesondere den militärischen Bereich und den [Nato-]Luftwaffenstützpunkt İncirlik. Die Russen schicken sich bereits an – trotz der jüngsten Spannungen zwischen beiden Ländern – die Lücke zu füllen. Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdoğan treffen sich Anfang August in Moskau. Wer sich so sehr ähnelt, könnte sich schließlich zusammenschließen.“

Was Erdogan zum Beispiel überhaupt nicht gefällt, ist die amerikanische Unterstützung für die kurdische YPG. Möglicherweise vermutet er daher, das sein Kontrahent in den USA, der Prediger Fetullah Gülen, in die Vorgänge verwickelt sein könnte. Gülen hat bekanntermaßen Verbindungen zum amerikanischen Geheimdienst. Interessant ist auch, dass deutsche Medien den missglückten Putschversuch bedauern, anstatt diesen zu verurteilen. Angeblich sei der Weg in die Diktatur nun frei für die Türkei, dabei ist das Land bereits seit den Vorfällen rund um Taksimplatz und Gesipark bereits längst als Diktatur identifizierbar.

  • So befürchtet Heribert Prantl in der Süddeutschen Zeitung, dass die Türkei nun sicher in eine Diktatur abgleite. Unter dem Titelbild zu seinem Kommentar steht als Bildunterschrift: „[…] Der Ausnahmezustand ist der Versuch, das Illegale zu legalisieren und den Weg der Türkei in die Diktatur juristisch zu pflastern.“
  • Die Bildzeitung ihrerseits ätzt: „Doch viele Urlauber sind gar nicht erst an die türkische Riviera gekommen. Die Angst vor dem Terror war groß – nach dem Putschversuch[..]“
  • Der Deutschlandfunk berichtet: „Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini hat die türkische Regierung für ihr Vorgehen nach dem Putschversuch kritisiert.“

Alles deutliche Hinweise darauf, dass unsere journalistischen Hofschranzen dass unerwartete Scheitern ihres Herrn und Meisters aus Washington sehr bedauern und daher in vorauseilendem Gehorsam schnell noch ein wenig Dreck nach der Türkei werfen. Dass sie sich und die Involviertheit Washingtons in den Putschversuch damit öffentlich wahrscheinlich machen, haben die gefallsüchtigen Schreiberlinge offenbar nicht realisiert. Zu verlockend war wohl die Aussicht, vom Herrchen mal gestreichelt zu werden.

Was natürlich nichts daran ändert, dass die äußerst umfangreichen Säuberungen, denen in der Türkei bislang bereits mehr als 60.000 Personen zum Opfer gefallen sind, sehr an die Geschehnisse nach dem Reichstagsbrand und im Zuge des Ermächtigungsgesetzes erinnern. Durch sein faschistisches Durchgreifen verwandelt Erdogan sein Land in ein Angstgefängnis, das Akademiker mittlerweile nicht mehr legal verlassen dürfen. Nachdem Erdogan durch ein freiheitliches, demokratisches Staatssystem an die Macht gelangt ist, versucht er nun die Türe hinter sich für andere zuzuschlagen, indem er eben dieses System beschneidet, wenn nicht gar beseitigt. Dies ist sicherlich ein inakzeptables Verhalten, ändert jedoch nichts daran, dass er gewählt ist. Und als legitimer Staatschef kann er sich eben auch aussuchen, mit wem die Türkei künftig paktieren wird.

Sollte die Türkei sich endgültig der Achse des Widerstandes, bestehend aus China, Russland und dem Iran, anschließen, wäre dies wahrscheinlich der Anfang vom Ende aller imperialistischen Betrebungen des Westens im Nahen Osten. Die Türkei wird sich daher nach anfänglichem Herumscharwenzeln der USA voraussichtlich auf eine gewaltige Menge Druck von außen einstellen müssen, um zu verhindern, dass sie der SOC, der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit beitritt. Weniger auf diplomatischen Druck als auf weitere Teroranschläge und geschickte Versuche, das Land durch einen Bürgerkrieg zu destabilisieren. Auch ein Attentat auf Erdogan wäre denkbar.

Das Repertoire der US- Außenpolitik ist in diesem Punkt überschaubar. Wer nicht gehorcht, wird bestraft, beispielsweise durch die Strangulierung von Geldflüssen. Wer dann noch nicht gehorcht, wird härter betraft, beispielsweise durch einen Putsch und wer es dann noch nicht begriffen hat, der wird beseitigt, wie seinerzeit Muamar al-Gaddafi und Saddam Hussein. Im Falle Erdogans wird dies schwierig werden, denn die Türkei ist nach wie vor ein NATO- Mitglied und auch wenn die USA der Türkei bereits offen mit einem Ausschluß aus der NATO drohen, wird dies alles andere als leicht sein. Der unfreiwillige Austritt eines NATO- Mitgliedes aus dem Militärbündnis ist, laut dem Experten für Vertragsrecht, dem Rechtsanwalt Ivo Glemser in den Statuten der NATO nicht vorgesehen.

Entschlösse Erdogan sich endgültig zu einer Abkehr vom Westen, würde er dadurch zu einem Gamechanger, der den Verlauf der Ereignisse entscheidend beeinflussen könnte. Gemeinsam mit Russland, China und dem Iran, zu dem die Türkei ohnehin schon des längeren gute diplomatische Beziehungen unterhält. Ein Ende des imperialistischen Wahnsinns würde möglicherweise ein winziges Stückchen näher rücken und Milliarden Menschen könnten aufatmen. Hoffen wir, dass Erdogan den Ball zu fangen vermag, den ihm der Verlauf der Weltgeschichte hier unvermittelt zuwirft.

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40 Kommentare

  1. Möglich erscheint schon, dass Russen und Amerikaner über den anstehenden Putschversuch eher informiert waren und dass allein die Russen ihr Wissen rechtzeitig an Erdogan weiter gaben. Aber war es wirklich so?

    Bei diesen kindischen Machtspielen traut keiner der Mitspieler dem anderen. Wer gestern Feind war, kann heute Freund und morgen wieder Feind sein. Es ist aber richtig, dass derzeit alles gegen die EU und gegen Merkel läuft.

    • @Rolf Ehlers
      Der Artikel ist eine ganz gute Analyse und der einzige fehlende Teil ist der ganz plötzliche und überraschende Besuch Kerry (inkl.FU-EU-Neuland) bei Putin in Moskau genau 1 Tag vor dem Putsch.

      In den USA gibt es ja bekanntermaßen 2 Lager die sich teilen in a) Wahsington+große Teile Pentagon und b) CIA+Falken und Teilen der Neocons

      Damit wirds auch schlüssig, wenn Wahsington im letzten Moment erkannte die CIA hat gezündelt, eiligst Kerry zu Putin um Hilfe schickte (zu Erdogan konnten sie natürlich nicht direkt gehen), dieser dann auch Erdogan warnte (egal ob via FSB oder nicht) und so die Putschisten ins offene Messer liefen.
      Deshalb sind die USA ja auch so „still“ bei Erdogans „Säuberungen“; sie stünden sofort am…

      • …sie stünden sofort am Pranger.

        So schrecklich es auch klingen mag aber ich sehe auch die Lösung dieses seit Jahrzehnten durch die westl.Kotzgemeinschaft geführten Irrsinns im Nahen Osten, bei der Wende Erdogans weg vom Westen und hin zum Osten.

        Ich glaube auch nicht, dass wenn die Türkei einmal in dieses für alle profitable Seidenstrassen-Projekt involviert ist, Erdogan sein „Osmanisches Reich“ weiter vorantreiben wird.
        Der faire Handel bringt Völker zusammen, der globale Raubzug entzweit sie !
        bzw. so wie die Chinesen sagen „Handel verbindet Völker in Freundschaft, Pulverdampf mach sie einander zu Feinden“

    • Du lügs das du keine Freund vonder US-NATO Politik bist -Dan kümmere eure Souveränität -du schireibs meerschen da –ihr bigt die demomokratie so wei ihr nutzen sichen können –zeit 53 jachren wartet Türkei mitglit zu werden -westen hat der türkei ausgenutz verarscht- -jetz haben wir faden inder hand ,und jetz wert entchieden –

      • … das versteht er nicht, weil er nicht will und auch nicht kann. Was versteht ein Türke denn schon von westl. Politik – Nichts ! Da zeigen sich die Früchte der Parallelgesellschaft. Schon witzig, immer raushalten, aber dann mitreden wollen !
        Es ist wirklich sehr ärgerlich, auf NP nur Erdogantreue zu hören. Man fragt sich, ob es tatsächlich keine anderen hier gibt oder ob sie perse gelöscht werden (?).

        • Erdogan hin oder her, aber das sieht ganz so aus, als sei hier von ihm das Spiel Gülen / USA von ihm durchschaut worden. Die Abwendung von den USA und die Hinwendung zu Russland wird allerdings die US-Bestrebungen zur Systemänderung in der Türkei gewaltig verstärken. Man hat dem Hund eine Wurst weggenommen und dieser Hund beißt nun wild um sich!

  2. Der einzige Weg wie die Welt zu Frieden kommt ist das jedes Land auf der Welt Atombomben besitzten sollte.
    Und nicht 5 Länder die sich alles erlauben dürfen und dafür nicht einmal zur Rechenschaft gezogen werden.

  3. Die Türkei wird nach dem Putschversuch lange warten müssen um in die EU aufgenommen zu werden. Das weiß auch die Regierung in Ankara. Also warum ist die EU so sicher das die Türkei noch daran interessiert in die sich dahin quälende EU einzutreten. Für die Türkei gibt es auch einen anderen Weg um ihre Ziele zu erreichen. Mit Russland als Partner wäre die Türkei tatsächlich der Staat der in diesem Politischen wie militärischen Raum das sagen hätte. Europa und vor allem Deutschland ist so wie noch nie in seiner Geschichte erpressbar geworden. Die Türkei kann jeden Tag ihre Grenzen öffnen und das Flüchtlingsdrama geht wieder in Europa richtig los. Erdogan ist der Hebel und Europa zittert.

  4. Zum Putschversuch der Militärs habe ich eine Meinung die eine Frage beinhaltet. Wer hatte politisches Interesse an einen Sturz des Präsidenten Erdogan? Schon lange vor dem Putsch war eine Eiszeit in den Beziehungen USA, EU und Türkei angebrochen. Diese Eiszeit verwandelte sich zunehmend in einen Schneesturm den die USA und die EU nicht mehr beherrschten. Also die Militärs die Erdogan weghaben wollten waren keine grundüberzeugten Islamisten im Gegenteil. Ihr politisches Ziel war die Trennung Islam und Staat neu zu ordnen. Das ist auch das Interesse der USA und der EU, also wär hätte im Falle eines Sieges der Putschisten am meisten profitiert?

    • Die EU zittert nicht. Wenn Erdogan seine Grenze öffnet, macht die EU ihre zu. Will ja immer noch keiner welche.
      Er hat den IS maßgeblich unterstützt und nun muss er dafür die Flüchtlinge aufnehmen. Die Türkei gewährt 3 Mio. Unterkunft, Germany hat bestimmt schon über 2 Mio. und will Hilfe an die Türkei leisten. Das reicht dicke für ein einzelnes EU-Land. Sicher, Deutschland trägt auch eine Teilschuld am Syrienkrieg und meinetwegen auch am vergeigten, arabischen Frühling insgesamt, aber an das was Erdogan mit dem IS zu tun hat, kommt DE nicht ran. Wir können das nicht allein ausbaden.

  5. Beim türkischen Sultan ist trotzdem immer Vorsicht geboten.Er hat schon mehrmals kurzfristig seine Meinung geändert.Trotzdem scheint er nun langsam zu verstehen,dass seine und die Zukunft der Türkei mehr im Osten liegt wie im Westen. Der Westen maßregelt eigentlich ständig,Putin mischt sich nie in die Angelegenheiten anderer ein,dass ist sein großer Vorteil.

  6. Unterm Strich ist es doch egal, wer mit wem paktiert.
    Friedlicher wird die Kugel dadurch ganz bestimmt nicht.
    Jeder hat seine eigenen Interressen und will diese durchesetzen. Wenn Sultan Egogan meint, er müsse den Staat „Kurdistan“ verhindern, ist es wohl besser für ihn mit den Russen zusammenarbeiten. Die Russen wollen mit allen Mitteln verhindern, das es ein Regimechange zu gunsten der USA kommt. Die USA wiederum wollen Saddat unbedingt loswerden (mit Hilfe ihrer selbst gezüchteten „Terrorgruppen“) und eine US-hörige Politnutte installieren.
    Die syrischen Bürger/Zivilisten (ob Kurden oder sonst wer) werden noch sehr lange darunter zu leiden haben.

    • „Politnutte“ – toller Begriff ! Sehr treffende Umschreibung für die international tätige Bordsteinschwalbe !
      Dumm nur dass sie nicht sich, sondern uns verkauft !
      Na ja, Hauptsache der Zuhälter ist zufrieden !
      Da fallen mir doch gleich wieder ein paar Cartoons ein … schade, dass es hier kein Zeichenprogramm gibt.

      • In diesem Fall sind nicht USA der Zuhälter.
        Die USA spielen nur den angestellten „Wirtschafter“ im Puff.
        Die echten Zuhälter sind die IGE (Internationalisten/Globalisten und Elitären).
        Denen ist egal, wie die Nutte anschafft. Hauptsache sie schafft viel an. Der Wirtschafter hat dafür zu sorgen das im Puff (Welt) alles rund läuft bzw. die Nutte anschafft. Wenn nicht gibts aufs Maul (Kriege). Die Zuhälter sitzen im straffreien Hintergrund und machen fette Gewinne auf Kosten der Nutte und des Zuhälters.

      • Ich hätte die gerne noch was dazu geschrieben.
        Aber die Zensurkeule der Gesinnungspolizei hat mal wieder zugeschlagen um meinen Post mit der Meldung „Dein Kommentar wartet auf Freischatlung“ im Nirvana veschwinden lassen.
        So ist das halt, wenn jemand seine Meinung FREI äußert und sich auf den Slogan „Unabhängig, Frei und unzensiert“ beruft.

          • Ja sorry, ich les dich jetzt erst !
            Und ja, NP hat ein goldenes Händchen, Kommunikationen platzen zu lassen !
            Nun bist du weg und NP hat Schuld !!!
            Ja genau, IHR tragt mit euren Methoden auch Schuld am Untergang des Landes, scheint Absicht zu sein !
            Wenn man einen freien und unabhängigen Blog betreibt, hat man seine persönlichen, politischen oder sonstwie gearteten Ansichten hinten an zu stellen !!!
            Ansonsten wirbt man nicht mit einer Mogelpackung, soviel Anstand sollte jeder von Haus aus haben !

  7. Besser kann es doch eigentlich gar nicht kommen. Endlich könnten die USA nicht mehr den Krieg ausweiten und es könnte dieser Ostallianz ganz einfach gelingen, den IS auszuräuchern. Das ist nämlich nicht im Sinne der USA, diesen IS brauchen sie als Legitimation. Zu befürchten ist allerdings, dass die USA irgendwas dagegen unternehmen…der Putsch gegen Erdgogan könnte ein Warnschuss gewesen sein. Denn sie wollen bald auch den Iran angreifen, der noch ein stabiles Staatsgefüge und viel Gas und Öl hat und sehr stabil ist. Die USA wollen freien Zugriff auf die Erdgas- und Ölfelder. Eine Allianz Russland, Türkei, Iran, Syrien könnte die ganze Region befrieden. Wenn das gelänge, wären die USA am Ende. Aber da werden sie noch einige Putschversuche und sonstige Schweinereien verzapfen.
    Im übrigen sagt Willi Wimper sehr deutlich, dass der Abschuss der russischen Maschine von den USA über Saudi-Arabien erfolgt ist mit einer Awacs Maschine.

    • Anette, so ungefähr seh ich das auch, aber was machen wir, wenn dann Russland seine Verbündeten-Schuld mit uns als Zahlungsmittel begleichen will ?
      Man kann es wiedermal drehen und wenden wie man will, wir sitzen hier einfach auf einem Geo-Pulverfass.
      Habt ihr euch schon mal Gedanken darüber gemacht, wie es wäre, geschlossen Auszuwandern ?
      Vielleicht sollte man DE einfach überlassen und in einem anderen Winkel der Erde sein Seelenheil suchen. Völkerwanderungen sind trendy, wobei Einbahnstrassen mit einer Beutel-Avenue am Ende ziemlich nervig sind.
      Das wär vielleicht eine Wohltat, wenn wir irgendwo eine Enklave oder Insel kaufen und neu beginnen könnten. Das sind die Momente in denen ich mir gern ein Asterix-Heft schnappe ….

    • Israel unterstützt seit Langem die Al Nusra in Syrien .
      Isreael hat schon ein syrisches Flugzeug abgeschossen, das Al Nusra bombardieren wollte
      und verletzte Al Nusra Känpfer medizinisch behandelt.
      Es ist die Türkei die vom IS Öl kauft (und es dann an die EU weiterverkauft), ein Käufer ist aber auch Israel, dessen Ölkäufe beim IS allerdings in den westlichen Medien nicht an die große Glocke gehängt werden.
      Weiters
      mischt Israel ganz kräftig beim völkischen Projekt Kurdenstaat mit, das auf eine Schwächung der Staaten mit großen kurdischen Minderheiten hinausläuft.

  8. Ich sehe das nicht so blumig!
    Denn die USA werden auf keine Fall zulassen, das die Türkei sich von der NATO abwendet, oder gar ausgeschlossen wird. Dafür ist die Türkei viel zu wichtig (geostrategisch) u.das seit Jahrzehnten!
    Einfach mal die Geschicht betrachten, z.B.die Kuba-Krise, die nach der westl.Geschichts(Lügen)Lehre ja den Russen als Verlierer verkauft, aber in Wirklichkeit der Ami im Gegenzug seine A-Waffen aus der Türkei abzog.
    U.der Ami war der Verursacher, da er A-Waffen in der Türkei stationiert.
    U.da sind wir beim nächsten Punkt, die USA haben A-Waffen in der Türkei stationiert(wieder) u.die Türkei benutzt zudem US-Waffentechnologie!
    Ja wer glaubt denn, das die USA sich von Erdogan auf der Nase rumtanzen lassen?

  9. Also die Türkei hat schon mehr als 5 Millionen Syrer aufgenommen, in Deutschland sind etwas mehr als 1 Million Syrer, ich rede hier ausdrücklich von Syrern nicht Afghanen oder andere Afrikaner. Nach Böhmermann musste Deutschland im ganzen eine Stellung einnehmen das tat es nicht und es war auf jeden Fall keine Satire! Satire sieht so aus das man jemanden schlecht redet was er nicht geschafft hat oder schaffen sollte, aber von Jahn kam nur Beleidigung und das aber auf übelste unter der Gürtel Linie, da hätte Deutschland Stellung nehmen müssen. Und was sollte das mit der Armenier Genozid scheiße, sorry das ich mich so ausdrücke, kein land der Welt kann über ein anderes so etwas entscheiden, was sollte das? Es gibt keine beweise und es war

  10. Krieg da sterben nun mal menschen, und ausserdem wen man nicht das hintergrung wissen hat kann man viel erzählen. Die Armenier waren ein großer bestandteil im Osmanischen reich viele in hohen positionen, anwälte Burgermeister sogar im Parlament waren welche drin. Und sie wollten ihr eigenes land haben das haben die russen und die europäer gesehen und den Armeniern gesagt das sie einen bürger krieg anzetteln sollen damit sie in das land einmarschieren könne, das taten diese auch und töteten sehr viele kurden und türken (die kurden wurden fast ausgerottet in den teilen wo die armenier waren, also war da der Genozid). Aber als dann der Weltkrieg entbrante haben die russen und europäer die armenier vergessen. Das wars natürlich sind dann viele

  11. Armenier gestorben weil sich die kurden und die türken währen gegen diese Gewalt und haben die Armenier vertrieben. ABer es war kein Genozid.
    Aber soll ich euch was sagen es geschied gerade Genozid in Gaza und die Deutschen klatschen und schicken panzer und munition????? was ist los!!!! also wen ich erdogan wäre würde ich auch nicht mehr in die eu wollen, und ausserdem zerfällt die EU lansam aber sicher, also warum da rein?

    • Hakan, ich denke, keiner von uns kennt Einen der dabei war und objektiv berichtet. Die Einen schreiben die Geschichte so und die Anderen schreiben sie anders.
      Vielleicht sollte sich die türkische Regierung aber auch nicht wegen jedem Pups den die deutsche macht, so aufregen. Türken wollen keine Einmischung in der Türkei, regen sich aber über einen Böhmermann auf und fordern klare Kante von der BRD. Hätte Erdogan um diesen Frevel an Gedicht nicht so einen Wirbel veranstaltet, hätte die halbe BRD überhaupt nichts davon mitgekriegt. Insofern hat er es selbst überhaupt erst berühmt gemacht.
      Und ehrlich gesagt bin ich heilfroh, dass nun wohl auch Erdogan begriffen hat, dass der integrative Anschluß an die EU seine Nachteile birgt.

  12. Ja kann schon sein das es keiner gemerkt hätte aber es ist nun mal aufgefallen, weil es in einer sehr bewegten Zeit im fernsehen in den öffentlichen der ZDF gekommen ist die ja auch ein teil vom staat ist durch GEZ. Also sollte der staat es auch schlecht sagen was ja gar nicht rüber kam im gegenteil es wird debattiert das Gesetze geändert werden wo ausdrücklich verboten wird das Oberhäupter anderer Länder beschimpft und beleidigt werden, Was läuft da schief ? im gesetzt 103 StGB ist es genau beschrieben aber es passiert nichts, Böhmermann läuft frei rum und macht schon seine nächste Show???? Das darf eigentlich nicht sein, probier mal das nächste mal wen dich die Polizei anhält zu den sagen das sie Ziegen …. und den ganzen mist was der

  13. Jahn von sich gelassen hat, mal schauen was die Polizisten sagen. :-) Und es ist eine Frechheit das die PKK immer noch als Arbeiterpartei abgestempelt werden in Deutschland auch immer wieder in der Politik, obwohl diese Organisation als Terror Organisation in Deutschland und in der EU eingestuft ist. Und Sie dürfen in der Stadt ihre stände aufbauen und schreiben PYD vorne drauf und werben für die PKK hab ich selber gesehen in Köln. Das was ich schreibe ist geschriebene Geschichte, es gibt zahlreiche Dokumente über den Aufstand der Armenier unterschrieben und mit siegel, das Osmanische reich war mehr als 600 Jahre alt und es war auch ein sehr großes und Organisiertes reich und alles wurde akribisch abgelegt und dokumentiert. Es gibt sehr

  14. viele Dokumente über diesen Zeitraum vom Osmanischen reich mit stempel und siegel ganz genau bestimmt, die Türkei hat ihre Archive geöffnet und wartet das eine unabhängige Partei diese ganzen dinge prüft und die Geschichte abschließt aber die Armenier wollen ihre Archive nicht öffnen. Ich denke weil sie dann ganz bestimmt größere Reparatur und Entschädigungen bezahlen müssten, und der staat ist im Moment sowieso geschunden und korrupt sodass sie das nie schultern könnten deswegen wollen sie ihre Archive nicht öffnen. Und außerdem haben die Armenier nie laut geschrieen es waren immer andere…. Also wen man keine Ahnung hat dann sollte man Bitte auch nicht sagen das andere keine Ahnung haben. Wir wollen fakten besprechen und ich habe sie.