in Naher Osten

Finian Cunningham – Als die Syrer sich in der Hauptstadt Damaskus zusammen fanden um zu feiern, gab es ein Gefühl, dass das Neue Jahr ein gewisses Maß an Frieden bringen wird – zum ersten Mal in den vergangenen fünf Jahren, spürte man so eine Hoffnung.

Russlands militärische Intervention, um seinem arabischen Alliierten Ende September zu helfen, ist das entscheidende Ereignis des Jahres gewesen. Nach drei Monaten ständiger russischer Luftschläge zur Unterstützung der Syrischen Arabischen Armee (SAA) gegen eine Phalanx von Söldnern die vom Ausland gestützt wurden, gibt es ein eindeutiges Gefühl, dass das „Rückgrat der Terroristen zerbrochen ist“, wie der Präsident Putin kürzlich es ausdrückte.
In der vergangenen Woche sind mehrere örtliche Waffenstillstandsabkommen in ganz Syrien durchgesetzt worden mit der Evakuierung der Dschihadisten aus Städten, die sie belagert hatten. Die zivile Bevölkerung an diesen Orten wurde effektiv von ihnen als Geiseln gehalten und als menschliche Schilde missbraucht, was die SAA hinderte anzugreifen. Die westlichen Medien, wie die US-Stimme Amerikas drehen die Realität um, indem sie behaupten, dass es die Söldner selbst sind, die belagert wurden durch die SAA statt umgekehrt, wie es schon der Fall gewesen war in Homs, eine Belagerung, die am Ende gebrochen wurde.

Was diese dramatische Veränderung herbeiführte, war die russische Luftwaffe mit über 5000 Einsätzen in 3 Monaten, was die SAA in die Lage versetzte, Militärbasen und Schmuggelrouten für Waffen und Öl in Nordsyrien entlang der türkischen Grenze zu zerschlagen. Das hat im Inland die Dschihadisten durch das Kappen des Nachschubs verkümmern lassen. Daher die Bereitschaft, Waffenstillstände und Evakuierungsabkommen zu treffen – unter der Schirmherrschaft der UNO und des Roten Kreuzes.

Tausende von anti-Regierungs-Kämpfern werden in Bussen aus den Orten Zabadani, al Qadam, Hajar al Aswad, Yarmouk u. a. rings um Damaskus abtransportiert.

Der russische Luftschlag, der den höchsten Befehlshaber der Jaish al-Islam Zahran Alloush in dem Damaskus-Vorort East Ghouta tötete, war ein verheerender Schlag für die Moral der Dschihadisten. Alloush wurde zusammen mit mehreren anderen Führern getötet. Dieser Schlag gleicht einem „das Spiel ist aus“.

Interessant ist, wie die westlichen Nachrichten darüber berichten. Ihre Reportagen von den Feuerpausen und Evakuierungen bemühen sich, den Zusammenhang dieser Entwicklung zu minimieren. Dieser BBC-Bericht ist typisch mit der Überschrift „Syrien Kämpfer-Evakuierung aus Zabadani hat begonnen“.

Der britische Staats-Sender berichtet von hunderten „Kämpfern“, die aus Zabadani verlegt werden, als wenn diese Entwicklung durch Zauberschlag entstand wie ein Geschenk vom Nikolaus. Was der BBC nicht berichtet, ist, dass der Waffenstillstand durch die strategische russische Intervention ermöglicht wurde, die dem Dschihadisten-Netzwerk vernichtende Schläge beibrachte. Die Westmedien beschäftigen sich stattdessen mit den Behauptungen des US-Außenministeriums, dass Russlands Militäroperationen entweder das „Assad Regime“ abgestützt haben oder angeblich „moderate Rebellen“ und Zivilisten töteten.

Diese hinterlistige westliche Story oder besser gesagt „Propaganda“ wirft ihrerseits das Rätsel auf, wieso überall Waffenstillstände und Evakuierungen stattfinden. Dass die offenbar positive Entwicklung ein Ende des Konflikes signalisiert dank der Russischen Armee wird nicht erklärt oder von den Westmedien zugegeben, weil es ihre früheren negativenn Berichte über Russland und die Assad-Regierun über den Haufen werden würde.

Außerdem sind die Westmedien verpflichtet, über die genaue Identitäg der „Kämpfer“, die evakuiert werden, Schweigen zu bewahren. Wie schon gesagt, bezeichnet der Westen die Dschihadisten als „Kämpfer“ oder „Rebellen“. Aber informativere regionale oder örtliche Quellen wie Al Manar im Libanon identifizieren die Brigaden als solche, die mit Al Qaida ISIS und mit der al Nusrah Front verknüpft sind. Dies sind Terrorgruppen, als solche sogar von Washington und der EU definiert. Die Westmedien müssen sich als notwendigerweise selbst zensieren, indem sie nicht die Wahrheit berichten oder nur Halbwahrheiten.

Die Jaish al-Islam (Armee des Islam), deren Kommandant getötet wurde, ist von Saudiarabien und Katar finanziert und bewaffnet worden, und sie diente als Verbindung für US-CIA-Waffen, die an bekanntere Terrorgruppen weitergeleitet wurden. Vor allem die Stimme Amerikas hat den Kommandanten Sahran Alloush mit dem euphemistischen Begriff „Rebellenführer“ ausgestattet.

Was diese Waffenstillstände und Belagerungs-Aufhebungen demonstrieren, ist, dass der Westen Syriens von Daraa im Süden über Damaskus bis hinauf zur Mittelmeerküste um Aleppo und Latakia von Terrorbrigaden der IS und Al Nusrah und ihren zahllosen Untergruppen verpestet sind.

Westmedien klagten die Russen wiederholt an, dass sie ihre Schläge gegen „moderate Rebellen“ richten und nicht gegen die IS, die im Osten Syriens konzentriert sei. Es stimmt, dass die IS auch starke Basen im Osten um Raqqa und Deir Ezzor hat, von wo sie das Öl in die Türkei schmuggeln.

Russland hat seine Luftschläge auch gegen die IS-Schmuggelroute in Ostsyrien verstärkt mit verheerendem Erfolg. Aber gleichzeitig wurden auch die Waffenrouten im Nordwesten und an der ganzen westlichen Flanke unterbrochen.

Die Kapitulation verschiedener Söldner-Brigaden und die Durchbrechung der Belagerungen um Damaskus ist die Rechtfertigung von Russlands militärischer Taktik; und auch das Ende des Märchens von der Natur des Konfliktes in Syrien.

Die westlichen Begriffe von „moderaten Rebellen“ und „Extremisten“ sind als das entlarvt worden, was sie sind: Unsinn. Deshalb muss der Westen jetzt völlig sinnentleerte Berichte über Syrien schreiben.

Riad Haddad, Syriens Botschafter in Russland, sprach die blanke Wahrheit dieser Tage, als er sagte: „Wir stehen an einem Wendepunkt bei den Operationen der SAA gegen die Terroristen – nämlich dem Übergang von der Defensive zur Offensive … wegen der effektiven Arbeit der russischen Luftwaffe in Syrien.“ Aber sein Kommentar wurde kaum im Westen erwähnt. Einfach, weil diese Worte Russlands militärische Intervention und seine allgemeine Politik rechtfertigen.

Auch fehlt in den Westmedien oder wird heruntergespielt, wohin denn die Söldner transportiert werden. Sie werden nicht mit dem Bus an andere Orte in Syrien gefahren. Das zeigt, dass es keine öffentliche Unterstützung für diese Typen gibt. Trotz der zahllosen westlichen Beteuerungen, dass der syrische Konflikt eine Art „Bürgerkrieg“ ist zwischen dem „despotischen Regime“ und einer pro-Demokratie Erhebung des Volkes ist, bleibt die Tatsache, dass die ‚Aufständischen‘ keinen Ort in Syrien haben, wo sie hingehen können.

Mit anderen Worten ist der vom Westen unterstützte Krieg gegen Syrien ein Aggressions-Krieg gegen ein souveränes Land vermittels terroristischer Stellvertreter-Armeen.

Wohin also werden die Terroristen-Reste gebracht? Laut mehreren Reports wird den Terroristen sicheres Geleit in die Türkei geboten, wo sie von Präsident Erdogan gepflegt und Unterschlupf bekommen – und zweifellos unterstützt werden mit den 3.5 Mrd. €, die Ankara von der EU als „Hilfe für die Flüchtlinge“ erhalten hat.

Das ist eine weitere Anklage von staatsterroristischen Verbindungen des NATO-Mitglieds Türkei, dem die EU kürzlich besondere Aufmerksamkeit widmet, um sie in den Block aufzunehmen.

Russland ist in Syrien nicht nur gerechtfertigt. Die westlichen Regierungen, ihre Medien und ihre regionalen Klienten-Regime werden hinweggespült wie die Banditen vor Ort in Syrien.

Wenn der von der UNO-gesponsorte Friedensprozess in New York beginnen wird, um den Konflikt zu beenden, dann vor allem dank Russlands militärischer Kampagne, die alle Terroristen-Stellvertreter, die für das kriminelle westliche Unternehmen Regime-Wechsel gearbeitet haben, hinweggefegt hat.

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick


Dein Kommentar

Kommentar

  1. Von wievielen in die Türkei verbrachten Vollpfosten ist denn auszugehen ? Und wer päppelt die da ? Wollen uns die Türken hier nicht immer erzählen, dass sie keinerlei Verträge mit den Pfosten haben, auch nicht die liebe Verwandschaft in der Türkei ? Komisch : die Türken sind in der Nato und beherbergen dessen Feinde !? …und dies angeblich nur in der Türkei, aber nicht hier ?! tztztz ….und wer soll das glauben ?

  2. Wenn der von der UNO-gesponsorte Friedensprozess in New York beginnen wird, um den Konflikt zu beenden..

    Ich war grad zur Weinprobe. Habe ich etwas verpasst?

    Das US- israel Kommando ISS hat sich ergeben und die Waffen abgegen und wollen jetzt Ackerbau und Viehzucht betreiben – sogar arbeiten ?

  3. Wenn der von der UNO-gesponsorte Friedensprozess in New York beginnen wird, um den Konflikt zu beenden..

    Ich war grad zur Weinprobe. Habe ich etwas verpasst?

    Das US- israel Kommando ISS hat sich ergeben und die Waffen abgegeben und wollen jetzt Ackerbau und Viehzucht betreiben – sogar arbeiten ?

  4. selbst wenn da nun aus allen Ecken, Enden und Rohren gefeuert wird, und sich alle gegenseitig beschimpfen und Bekämpfen, werden uns die Medien dennoch nur Scheiße berichten, bis die 1. Atombombe fällt. dann lesen wir, war es Putin?

Webmentions

  • 06. Januar 2016 | newsticker 23. Januar 2016

    […] Syrien: Die Angriffe Russlands auf die IS und die anderen Rebellengruppen in Syrien sind nicht nur völkerrechtlich legitimiert, sie zeigen die ersten nachhaltigen Erfolge für einen Frieden im Land. Der Westen kann nicht mit dieser Wahrheit umgehen und liefert somit nur noch zerstückelten Unsinn über die Situation in Syrien – Ein Bericht von Einar Schlereth. mehr: […]

  • Russland wird gerechtfertigt durch Kapitulation der Terroristen in Syrien | Deutschland Wir kommen 23. Januar 2016

    […] Russland wird gerechtfertigt durch Kapitulation der Terroristen in Syrien Westmedien klagten die Russen wiederholt an, dass sie ihre Schläge gegen „moderate Rebellen“ richten und nicht gegen die IS, die im Osten Syriens konzentriert sei. Es stimmt, dass die IS auch starke Basen im Osten um Raqqa und Deir Ezzor hat, von wo … Read more on NEOpresse […]