Neue US-Soldaten in Syrien riskieren von der Türkei angegriffen zu werden

200 neue Soldaten sollen sich an der kurdischen Invasion von Raqqa beteiligen. Am Samstag kündigte das Pentagon eine neuerliche Eskalation des Kriegs gegen Syrien an, indem es bekannt gab, dass weitere 200 Mann Bodentruppen in das Land geschickt werden, um bei der kurdischen Invasion von Raqqa mitzumachen.

Von Jason Ditz – Durch diesen Einsatz steigt die Zahl von Soldaten der Vereinigten Staaten von Amerika in Syrien auf rund 500.

Namentlich nicht genannte US-Regierungsvertreter sagen, dass sie sich weniger Sorgen machten, dass die Soldaten im Lauf der Besetzung seiner Hauptstadt vom Islamischen Staat angegriffen werden könnten, sondern dass sie ein größeres Risiko darin sehen, einen militärischen Angriff durch einen Alliierten der Vereinigten Staaten von Amerika zu erleiden, nämlich die Türkei.

Die Türkei hat seit Monaten klargemacht, dass sie keine Kurden in der Nähe von Raqqa haben will, und sie hat kurdische Kräfte andernorts in Syrien angegriffen, darunter in der Nähe der Stadt Afrin.

Die türkische Regierung hat auch klargemacht, dass sie vorhat, die Stadt Manbij in der Nähe von Raqqa anzugreifen, die derzeit von kurdischen Kräften gehalten wird.

Die Türkei ist noch immer ein Mitgliedsland der NATO, und sogar wenn sie kein Problem hat, es sich mit den Vereinigten Staaten von Amerika anzulegen und Kämpfe gegen Kurden zu führen, so scheint doch undenkbar zu sein, dass sie absichtlich Ziele mit eingebetteten US-Truppen angreifen würde.

Dass dieses Thema überhaupt zur Sprache kommt, wenn auch nur von Seiten ungenannter Regierungsvertreter, unterstreicht eine sich verschlechternde Beziehung zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und der Türkei.