in Naher Osten

Für den März ist in der kasachischen Hauptstadt Astana eine neue Gesprächsrunde geplant. Die Verhandlungen finden zwischen der Assad Regierung und wichtigen oppositionellen Kräften statt, die repräsentiert werden durch Usama Abu Zayd. Der iranische Vize-Außenminister hat die weitere Gesprächsrunde angekündigt.

Das ist schon das dritte Treffen dieser Art, welches unter Aufsicht und Inszenierung von Türkei, Russland und dem Iran steht. Im Vergleich zu den UN-Sitzungen und Resolutionen, war schon das erste Treffen dieser Parteien produktiv und sorgte in Syrien seit Dezember für eine relativ ansehnliche Waffenruhe. Trotzdem gab es schon mehrere kämpferische Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und oppositionellen Verbänden, jedoch sollte man berücksichtigen, dass es in Syrien Kriegsparteien gibt, die nicht an den Verhandlungen teilnehmen und somit ihre eigenen Interessen verfolgen.

Man kann aber sagen, dass diese Waffenruhe für mehr Ordnung gesorgt hat und schon länger anhält, als die amerikanisch vereinbarte Waffenruhe letztes Jahr, die mit einem angegriffen Hilfskonvoi der UNO endete.

Pentagon plant Truppenverlegung

Fast zeitgleich äußerten sich Sprecher des Pentagons gegenüber der Presse, dass sie dem Präsidenten mehrere Vorschläge unterbreiten wollen, in Syrien mit konventionellen Bodentruppen einzugreifen. Eine Idee wäre es, vom kurdisch kontrollierten Gebiet zu starten und die syrischen demokratischen Kräfte (SDF) zu unterstützen, die mit der YPG eng zusammen arbeiten und Richtung Rakka vorrücken.

Das würde nicht nur die Beziehungen mit Russland weiter verschlechtern, sondern würde außerdem die türkisch geführte Militärintervention in Zugzwang drängen. Dies hätte zur Folge, dass die SDF noch stärker bekämpft werden würde, was wiederum die YPG stark verärgert.

Die Interessen und Beziehungslage in Syrien ist wirklich sehr komplex und kann als letztes eine Bodeninvasion von den USA gebrauchen. Inwiefern das ernst gemeint ist, was das Pentagon von sich gibt, ist unklar. Vielleicht wolle man die neuen Gespräche mit einer gewissen Art von Druck überschatten, um so besser dazustehen. Andererseits gibt es positive Berichte über das G20 Treffen von den Außenministern der USA und Russland. Lawrow hat gesagt:

„Wir haben gemeinsame Interessen bestätigt, vor allem was den unerbittlichen Kampf gegen den Terrorismus betrifft. In diesem Kontext und im Kontext der politischen Regelung (…) haben wir die Lage in Afghanistan und der Ukraine besprochen. In all diesen Bereichen sind unsere amerikanischen Partner daran interessiert, sich den Bemühungen anzuschließen, die für die Bewältigung dieser Konflikte unternommen werden.“

Tillerson soll wohl gesagt haben:

„Die USA werden die Möglichkeit (der Zusammenarbeit – Anm. d. Red.) mit Russland betrachten, sobald wir Bereiche einer praktischen Kooperation finden können, die dem amerikanischen Volk Vorteile bringen werden“, zitiert die Agentur AFP den US-Diplomaten.

In wieweit man dem politischen Parkett glauben schenken kann ist unklar. Klar ist jedoch, dass das Land Syrien genug gelitten hat und endlich Frieden verdient.

Quellen:

https://de.sputniknews.com/politik/20170216314575426-tillerson-syrien-astana/

https://kurier.at/politik/ausland/us-truppen-fuer-syrien/246.932.951

https://de.sputniknews.com/politik/20170217314593345-syrien-verhandlungen-maerz/

http://www.focus.de/politik/ausland/us-wahlen-2016/us-politik-im-news-ticker-trumps-kandidat-fuer-arbeitsministerium-verzichtet_id_6654164.html

https://de.sputniknews.com/politik/20170217314586832-russland-regeln-syrien-konflikt/

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick


Dein Kommentar

Kommentar

  1. Der Trump sollte verstehen,
    dass die vom CIA/tiefen Staat durch die Vorgängerregierungen
    geschaffenen Terror- und Söldnerarmeen wie Alkaia und IS , auch PKK und Peschmerga, ein gemeinsames Problem des Nahen Ostens, Russlands und der Regierung Trump darstellen.