in Naher Osten

Ein Sprecher der im Iran operierenden pakistanischen Terrormiliz verkündete nach einem Treffen mit Abgesandten des IS letzte Woche, dass man dem IS die Treue geschworen habe, „was auch immer die Pläne sind“. Die Miliz selbst wurde zuvor jahrelang vom Mossad unter Auftrag der israelischen Regierung unterstützt und finanziert.

Dschundollah ist eine terroristische  sunnitische Organisation in Iran, die in der Provinz Sistan und Belutschistan aktiv ist. Die Organisation, die 2002 gegründet wurde, begann im Jahr 2005, Anschläge auszuüben. Ein Sprecher der Organisation sprach von 1000 Kämpfern, die ihr zur Verfügung stehen. Ihrem Selbstverständnis nach ist die Dschundollah eine religiös motivierte Rebellengruppe, die die Interessen der unterdrückten sunnitischen Glaubensbrüder verteidigt. Der Iran bezeichnet Dschundollah als terroristische Vereinigung und sieht seit 2007 die Organisation als „Staatsfeind Nummer eins“.  Die Organisation soll von Pakistan aus operieren und in den Drogenhandel mit Schlafmohn verwickelt sein. Es wurde mehrfach über eine Unterstützung der Dschundollah durch die USA berichtet, die US-Regierung bestreitet dies.

Aus gutem Grund. Denn wie das renomierte US-amerikanische außenpolitische Magazin „Foreign Policy“ im Jahr 2012  unter Berufung auf sechs ehemalige und aktive US-Geheimdienstmitarbeiter sowie zahlreichen geheimen Memoranden berichtete, war die Schuldzuweisung an die CIA in Wahrheit eine Mossad-Operation. Den Israel setzt alles daran, dem Iran zu schaden und kam die sunnitische Protestbewegung in Südost-Iran, die sich von der schiitischen Zentralregierung in Teheran unterdrückt fühlte, wie gerufen. Den Berichten zufolge wurde die Miliz seit 2004 vom israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad finanziert und zu zahlreichen blutigen Anschlägen überhaupt erst befähigt. Der Gedanke dahinter: Innenpolitische Spannungen sollten die Islamische Republik zermürben und die Aktivitäten der CIA in die Schuhe zu schieben. Nun hat jene Dschundollah-Miliz dem sogenannten Islamischen Staat die Treue geschworen. Einem Sprecher zu folge würde man dem IS nun „bei seiner Sache wohin auch immer“ folgen.

Literatur:

PERRY, MARK: False Flag, 13.01.2012, http://www.foreignpolicy.com/articles/2012/01/13/false_flag, zuletzt eingesehen am 25.11.2014.
RUSSIA TODAY: Von Israel finanzierte pakistanische Dschundollah-Miliz jetzt Teil von IS, 25.11.2014, http://www.rtdeutsch.com/6880/international/israel-finanzierte-dschihadistische-terrormiliz-schwor-jetzt-dem-is-die-treue/, zuletzt eingesehen am 25.11.2014.

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Danke für diese Information, die von der Presse sonst einfach unterschlagen wird. Was muss denn das dumme Volk es wissen dass sich die USA/Israel mal wieder ihre Feinde selbst aufgebaut haben!

  2. Der Witz ist, daß alle Glaubenrichtungen vernichtet werden sollen, wenn das mit dem Dollaruntergang geplante Armageddon, ausbricht. Dann dürfen die gesponserten armen Idioten auch noch den bösen Feind gegen Israel spielen. Kein Wunder, daß wir so hohe Steuern haben, wenn die immer beide Seiten finanzieren müssen, damit der Mist auch abläuft.

  3. Es ist schon eigenartig, dass Mossad immer wieder mitmischt und unter jedem Stein, den man aufhebt der jüdische Geheimdienst hervorkommt.

    Man darf sich nicht wundern, wenn unter jedem Stein IS auch der Mossad steckt.

    Das Ziel ist klar. Dem Islam schaden, egal wie, egal wo.

    • Das ist zu kurz gefaßt. In einer diktatorischen Struktur ist es immer erforderlich einen äußeren Feind zu konstruieren, um die innere Stabilität und den Druck gegen die Bevölkerung zu rechtfertigen. Das wird überall benutzt. Das ist keine Besonderheit in Israel.