in Naher Osten

Fünf Jahre dauert der Bürgerkrieg in Syrien schon an und eine friedliche Lösung des Konfliktes ist noch nicht in Sichtweite. Nach der Meinung des UN-Sondergesandten Staffan de Mistura sind sich in Bezug auf die Friedensverhandlungen in Syrien die syrische Regierung und die Opposition bisher nicht oder nur kaum näher gekommen.

De Mistura sagte, dass die Positionen der Parteien bisher noch immer sehr weit auseinanderliegen. Dennoch sind sich alle Parteien darüber einig, dass die territoriale Integrität des Landes erhalten bleiben muss. Ein föderales System wird von allen Beteiligten abgelehnt. Die Atmosphäre bei den Verhandlungen zwischen Regierung und Opposition seien aber laut De Mistura „überraschend ruhig“. Keine Selbstverständlichkeit, denn in den letzten Wochen ist es immer zu schweren Anfeindungen gekommen.

Dennoch hat De Mistura davor gewarnt, sich zu früh zu freuen: „Wir müssen wachsam sein, weil sich die Dinge schnell ändern können.“ Dennoch, De Mistura bezeichnete die Gespräche mit der wichtigsten syrischen Oppositionsgruppe als produktiv.

Bassama Kodmani, der Vertreter des von Saudi-Arabien unterstützten Hohen Verhandlungsrats (HNC), möchte nun zügig mit dem früheren UN-Plan für einen politischen Übergang in Syrien innerhalb von sechs Monaten starten.

Der ganze Prozess wird jedoch dadurch erschwert, dass die Kurden in Nord-Syrien ein ein autonomes Gebiet aufbauen möchten. Das HNC-Mitglied George Sabra bezeichnete dies als „illegitim und inakzeptabel“.

Kurdenvertreter im Nordosten Syriens forderten ein autonomes Gebiet in Nord-Syrien. Dies soll sich ähnlich gestalten wie das im benachbarten Irak. Doch dieses Vorhaben stößt auf heftige Kritik. So wird ein Kurdisches Autonomiegebiet in Nord-Syrien von den USA, Russland, der syrischen Assad-Regierung und von der syrischen Opposition heftig abgelehnt.

Ein Sprecher des Außenministeriums der USA besteht eindringlich auf ein vereintes Syrien. Der russische Vizeaußenminister Michail Bogdanow sagte: „Solche Fragen lassen sich nicht einseitig klären.“ Die Syrische Regierung bezeichnete die Ausrufung einer autonomen kurdischen Region als „wertlos“. Auch die syrische Opposition erklärte, dass über die zukünftige Gestalt Syriens ausschließlich bei den Genfer Friedensgesprächen verhandelt wird.

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Dein Kommentar

Kommentar

    • …. längst nicht mehr, die sind da alle Völkerrechtswidrig vor Ort ! – außer Russland, die wurden hinzugebeten !
      Die im Westen verwendeten Krisen-Begriffe stimmen meist vorne und hinten nicht.
      Alles Augenwischerei-Verdummungs-Taktik !

    • Falsch. Verbrecher kassieren da ab. Sie verdienen weder etwas, noch sind es Idioten.

      Die Idioten sitzen hier, wählen völlig lernresistent immer wieder irgendwelche Lügner, die versprechen mit dem von anderen Leuten geraubten Geld tolle Sachen zu machen.

      Dafür zahlen sie dann auch selbst den Großteil ihres Lohnes als Steuern an den Staat und machen so den Kauf von Panzern und Bombern und damit die ganzen Kriege überhaupt erst möglich.

      Nachricht an das Stimmvieh:
      https://www.youtube.com/watch?v=_56Jv0J1dG8