in Naher Osten

Der völkerrechtswidrige Krieg im Jemen dauert weiter an. Auf der einen Seite stehen die Huthi-Rebellen, die ihre Unterstützung aus dem Iran erhalten. Auf der anderen Seite steht die rückständigste Regierung der Welt Saudi-Arabien, die im Jemen durch ihre Marionetten Regierung repräsentiert wird. Diese wird außerdem Logistik und durch Militärgüter vom Westen unterstützt, um in diesem Fall den Kampf gegen den “Terror„ weiter voranschreiten zu lassen.

Dies äußert sich natürlich in Form von Bombardierungen eines souveränen Staates, wie wir sie aus Syrien kennen, nur mit dem Unterschied, dass dort wahre Terroristen als Rebellen deklariert werden und diese im Kampf gegen Assad unterstützt werden. Es ist also nicht schwer die Logik des Westens zu verstehen. Rebellen gibt es nur da, wo die amtierenden Regierungen unerwünscht sind. Dort wo die Regierungen erwünscht sind, nennt man die Gegner dessen Terroristen. Damit dieses Theater in der Bevölkerung nicht erkannt wird, gibt es ein kollektives Verdrängen in den Massenmedien.

Regierung im Jemen verärgert

Laut der NY-Times hat die US-Regierung und das Militär Ende Januar eine Offensive im Jemen angeordnet, um angeblich Al-Qaida Terroristen zu beseitigen. Bei diesem Angriff sollen 15 Extremisten umgekommen seien, aber auch ca.15 bis 25 Zivilisten. Darunter Frauen und Kinder. Auch ein Elite US-Soldat soll beim Feuergefecht sein Leben gelassen haben.

Die exilierte jemenitische Regierung veranlasste darauf hin ein Verbot, welches der USA untersagt weiter militärische Operationen am Boden durchzuführen. Luftangriffe seien nicht betroffen. Ob der Militärschlag nur am Boden und/oder aus der Luft ausgeführt wurde, geht aus den Quellen nicht hervor. Es gibt auch keine offizielle Stellungnahme zu diesem Verbot.

Die Berichte der NY-Times stützen sich auf anonyme Quellen aus Militär und Politikkreisen. Nach Angaben der Süddeutschen Zeitung, bestehe im Jemen ein Al-Qaida Ableger namens AQAP, die mehrere Gebiete unter ihrer Kontrolle gebracht haben soll. Das Weiße Haus betrachtet dies natürlich als Bedrohung, welche ausgeschaltet werden muss.

Entwicklung im Jemen

Nach UN-Angaben wurden im Jemen seit Beginn des Krieges mehr als 10.000 Zivillisten getötet, wobei die tatsächliche Opferzahlen meiner Meinung nach weitaus höher sein müssten. Ein Großteil der Bevölkerung lebt, aufgrund der Bombardierungen unter schrecklichen Bedingungen. Es gibt weder genug Nahrung und Wasser, noch gibt es ausreichend Medizin, um die unter Beschuss geratene Bevölkerung zu versorgen.

Zudem führt das Saudische Regime den Krieg gnadenlos weiter und ist auch nicht daran interessiert, die zivile Bevölkerung durch Fluchtkorridore fliehen zu lassen. Ganz im Gegenteil. Wir erinnern uns alle, wie im letzten Jahr eine Hochzeit bombardiert wurde mit 140 zivilen Opfern. Zudem scheinen sich extremistische Gruppierungen im Jemen zu etablieren, welche es dann den Saudis bzw. den US-Amerikanern erlaubt, dort einzumarschieren und die “Bedrohung„zu eliminieren.

Die Vermutung liegt nicht fern, dass diese Gruppierungen durch Saudi-Arabien eingeschleust werden, um ein Vorwand zu schaffen, diesen Krieg frühzeitig zu beenden. Siehe Afghanistan, Libyen, Syrien.

https://www.nytimes.com/2017/01/29/world/middleeast/american-commando-killed-in-yemen-in-trumps-first-counterterror-operation.html
http://www.sueddeutsche.de/politik/us-militaer-jemen-entzieht-usa-erlaubnis-fuer-anti-terror-einsaetze-am-boden-1.3368998
http://www.focus.de/politik/ausland/nach-militaerschlag-mit-vielen-opfern-jemen-untersagt-den-usa-weitere-einsaetze_id_6615006.html
http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-01/jemen-us-angriff-al-kaida-tote

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Hallo Fatlum,
    Danke für die Thematisierung der Vorgänge im Jemen und deine Perspektive, die ich als Bereicherung für die selbstbestimmte Meinungsbildung empfinde.
    Du beklagst dich in deinem Profil allgemein über die Einseitigkeit der Berichterstattung in den etablierten Medien und forderst ‚Das muss geändert werden!‘.
    Ich glaube, da hast du die Journalisten und Redakteure der etablierten Medien ganz auf deiner Seite … Die Frage ist WIE?
    Das Projekt iKANTOS versucht, über die Bewertung der journalistischen Qualität via Nutzer-Crowd, den Zugang zu einer hochwertigen ausgewogenen Vielfalt an Medienberichten zu erleichtern.
    Wir suchen Unterstützer, Multiplikatoren, Kritiker … einfach mal Googeln! Würde mich freuen, von dir zu hören! Frank.

    • Hallo Frank,
      Vielen Dank für deine Worte und ich schaue mir das gerne mal an.Ich finde das hört sich nach einer guten Idee an.
      lg Fatlum