in Naher Osten

Unsere Delegation verbrachte 5 Tage mit den Menschen in Syrien, besuchte die Städte Damaskus, Homs, Tartus, Qara und Maaloula. Die Delegation wurde von Mairead Maguire geleitet, die 1976 für ihren Beitrag zur Lösung des Nordirland-Konfliktes den Friedensnobelpreis erhielt.

Der Zweck unseres Besuches war, Menschen vor Ort zu treffen und anzuhören und die Situation selbst zu sehen. Die Einladung kam vom Patriarchen Gregorious III von der Melkite Griechischen Kirche, die unser Gastgeber war. Wir erhielten auch eine Einladung von Mutter Agnes Mariam, der Oberin des St. James Klosters und von Sheikh Sharik al Martini, Führer des Al Nu’aim Stammes in Aleppo und Mitglied der Syrischen Liga der Vereinten Nationen in Syrien und aktives Mitglied der Nationalen Versöhnungsinitiative.

Während des Besuches trafen wir hunderte Menschen, örtliche und nationale politische Führer, Regierungs- und Oppositions-Persönlichkeiten, örtliche und nationale moslemische und christliche Führer, Mitglieder des Versöhnungs-Komitees und Flüchtlinge im Land. Wir trafen auch zahlreiche Leute auf den Straßen der Dörfer und Städte – Sunni, Shia, Christen, Alawiten – die alle das Gefühl haben, dass ihre Stimmen im Westen ignoriert oder unterrepräsentiert sind.

Unsere Delegation war unserem Gastgeber, dem Patriarchen Gregorious II Latham und seinem sehr guten Freund, dem Großmufti Ahmad Badreddin Hassoun sehr dankbar. Wir wurden sehr herzlich aufgenommen von beiden Klerikern und ihre Geschichten und Einsichten halfen unserer Delegation, eine tiefere und neue Perspektive auf Syrien und den aktuellen gewaltsamen Konflikt, der dem syrischen Volk aufgezwungen wurde, zu bekommen. Patriarch Latham erklärte, dass syrische Moslems und Christen nicht nur miteinander reden, sondern dass ihre Wurzeln miteinander verquickt sind, da sie seit über 1436 Jahren miteinander leben. Er glaubt, dass die Syrer etwas geben können, was der Westen dringend braucht: ‚Die ganze Welt verliert ein Modell des Zusammenlebens der Menschen. Wir Moslems und Christen leben seit über 1436 Jahren zusammen ohne Kriege, trotz einiger Unterschiede und Konflikte … aber über die Jahre haben Frieden und Koexistenz die Kontroversen überwogen‘.

In Qara leben Christen und Moslem Seite an Seite und die Moslems halfen, die Kirchen nach der Besatzung der Daesh wieder aufzubauen. In Syrien sahen wir, dass die christliche und moslemische Beziehung mehr sein kann als gegenseitige Toleranz, sie kann tiefe Liebe sein. Wir lernten auch, dass die Syrer sich nicht als Sunni, Shia, Christen, Alawiten definieren, sondern in erster Linie als Syrer, die stolz auf ihren säkularen Staat sind, der aus so vielen verschiedenen Religionen und Traditionen besteht. Wir erfuhren dies in dem Dorf Qara, als wir den Bürgermeister und die Stadträte, das Rote Kreuz, die Kirche, die Moschee und die Menschen besuchten, und Zeuge der Koexistenz der Moslems und Christen wurden. Sie sagten uns, dass der syrische Konflikt kein Krieg der Religionen ist oder ein Bürgerkrieg, wie die Westmedien es darstellen. Es ist ein Stellvertreterkrieg, der durch eine Intervention von außen in Gang gesetzt wurde und von fremden Kämpfern aus über 80 Ländern ausgefochten wird, was ihr eigenes Städtchen durch die Invasion und teilweise Zerstörung durch die Daesh (IS) Kämpfer erfuhr.

Hier erlebten sie, wie die ausländischen fundamentalistischen Daesh Extremisten viele Menschen töteten und Häuser, Kirche und Moschee zerstörten. Es war nahe Qara, wo die Delegation drei Nächte im Kloster verbrachte, wo 8 km westlich und 23 km östlich die Daesh operierte und unser Schlaf von Artillerie und Schüssen nur 100 m weg zwischen Soldaten und Daesh gestört wurde.

In Syrien zu reisen und das syrische Volk zu hören, ist eine ganz andere Geschichte zu hören, als sie im Westen erzählt wird. Der westliche Mainstream fährt fort, Präsident Bashar al-Assad zu dämonisieren und fährt mit ihrer Regime-Wechsel-Politik fort, wie er es im Irak, Libyen und Afghanistan tat. In Syrien sprachen wir mit Politikern aller Parteien, mit Imamen, Christen, den Bürgermeistern und den Leuten auf der Straße. Manche unterstützten heftig ihren Präsidenten, manche waren kritisch, aber alle stimmten überein, dass er im Moment der Schlüssel für Syriens Überleben ist. Selbst seine Gegner sagen, dass er etwa 70 % der Syrer hinter sich hat. Ein erzwungener Regime-Wechsel würde Chaos mit sich bringen und den Sieg der Fundi-Extremisten, die Syriens Nachbarn Libyen und Jordanien untergraben, wie die Anarchie in Libyen Instabilität für Tunesien und Ägypten brachte.

Unsere Delegation erfuhr vom Großmufti von Syrien (der bekannt ist für seine friedliche Haltung und Liebe des Christentums), dass er immer noch kein Visum für England bekommt, und er bat um unsere Hilfe in der Sache. Er sagte, er würde seine Reise selbst bezahlen, um England und andere Länder zu besuchen und über die Situation in Syrien zu reden und Frieden und Versöhnung zu fördern. Er lädt geistliche Führer aller Glaubensrichtungen ein, Syrien zu besuchen und sich selbst die Situation anzusehen. (Während unseres Besuchs unterstützte der Erzbischof von Canterbury den Kriegsruf Englands zur Bombardierung Syriens, was unsere Delegation sehr enttäuschte beim Besuch so vieler religiöser Führer, die alle nach friedlicher und gewaltloser Lösung der Krise rufen und ihre religiösen und geistlichen Brüder und Schwestern in der Welt auffordern, sie zu untestützen.)

Wir besuchten auch die christliche Stadt Maaloula, wo die aramäische Sprache von Jesus noch gesprochen wird. Es ist eine der ältesten christlichen Städte im Nahen Osten. Wir besuchten die katholische Kirche St. George und der Priester erklärte uns, wie nach der Niederbrennung ihrer Kirche durch die Söldner, wobei viele Christen getötet wurden, die Leute von Qara einen Tisch in die Ruinen herbeitrugen und nach dem Gebet begannen, die Kirche und ihre Häuser wieder aufzubauen. Traurigerweise haben an dem Ort auch ein paar Moslems die Häuser christlicher Nachbarn zerstört. Das erinnerte uns an die Komplexität des Konfliktes und die Notwendigkeit, Gewaltlosigkeit zu lehren und Frieden und Versöhnung zu schaffen. Es verschaffte uns auch ein tieferes Verständnis nicht nur vom Los der moderaten Sunnis durch die Daesh, sondern auch der vielen Christen, die jetzt aus den Ländern Syrien, Irak, Palästina, Libanon des Nahen Ostens fliehen. Wenn die Situation in Syrien und dem Nahen Osten nicht stabilisiert wird, werden nur wenige Christen übrigbleiben, dort was die Wiege der Zivilisation und die Geburt des Christentums genannt wird und wo die Anhänger der drei Abraham-Religionen als Brüder und Schwestern lebten und arbeiteten. Der Nahe Osten hat schon das tragische Verschwinden des Judaismus erlebt und diese Tragödie geschieht jetzt auch mit den Christen in alarmierendem Ausmaß.

In der alten Stadt Homs hatten wir ein Treffen mit den Mitgliedern des Versöhnungskomitees, das von einem Priester und einem Scheich geleitet wird. Wir trafen uns bei Kerzenlich wegen der ständigen Stromabbrüche und wir hörten, wie die Christen und Moslems entscheidend bei der Rehabilitierung von Kämpfern waren, die ihre Waffen niedergelegt hatten.
Schlussfolgerung:
Bevor wir Syrien am 29. November 2015 verließen, gaben wir den folgenden Aufruf an die internationale Gemeinschaft heraus und wir wiederholen ihn in der Hoffnung, dass er helfen wird, uns dem Tag des Friedens und der Versöhnung in Syrien näherzubringen.

Was uns große Hoffnung für die Zukunft Syriens gibt, sind die Elemente, die immer noch nach fast 5 Kriegs-Jahren bestehen. Diese sind:

  • Die aktive Teilnahme der Frauen an den Angelegenheiten des Landes:
  • die Tatsache, dass Erziehung hoch geachtet und kostenlos ist;
  • die Religionsfreiheit und der starke Zusammenhalt dadurch;
  • der Respekt gegenüber den beiden größten Religionen, dem Islam und dem Christentum, bewiesen durch die Tatsache, dass die Eid Feste und auch Weihnachten und Ostern nationale Feiertage sind;
  • die Verpflichtung der Syrer, die Altertümer und das gemeinsame Erbe zu bewahren und zu schützen.

Wir rufen die internationale Gemeinschaft auf, die territoriale Integrität Syriens zu schützen und die grundlegenden Rechte Syriens als souveräner Staat zu respektieren. Wir beklagen jeden Versuch, die Integrität von Syriens Grenzen zu verletzen oder die Einheit und reiche Vielfalt des syrischen Volkes zu zerschlagen.

Wir erkennen die Legitimität der Wünsche der syrischen Bürger nach Veränderung, Reformen und das Ende der Gewalt an und wir unterstützen die Einführung eines demokratischen Lebens, das die fundamentalen Rechte aller Bürger schützt und wir glauben, dass effektive und dauerhafte Reformen nur durch gewaltlose Methoden erreicht werden können.

Wir fordern vor allem alle Länder auf, ihre Einmischung in die syrischen Angelegenheiten zu beenden, insbesondere, dass sie innehalten, Waffen und ausländische Söldner zu liefern. Wenn die fremden Länder übereinkommen, den Zustrom von Waffen und Kämpfern zu stoppen, werden die Syrer, davon sind wir überzeugt, ihre eigenen Lösungen für ihre Probleme finden und die Versöhnung erreichen.

Wir sind zweifellos der Meinung, dass das syrische Volk das Recht hat, selbst über seine Regierung und seine Zukunft zu bestimmen. Ausländische Einmischung verhindert gegenwärtig, dass das syrische Volk sein Recht auf Selbstbestimmung ausüben kann. Wir sind besorgt, dass die bösartige Einmischung das Gewebe des Landes zerstört, mit Konsequenzen, die man sich kaum vorstellen kann.

Die warnenden Beispiele Irak, Libyen, Jemen und anderer Länder helfen uns zu erinnern an die schlimmen Folgen solch internationalen Wahnsinns. Diese humanitäre Krise greift bereits auf die benachbarten Länder über. Ein Kollaps der syrischen Gesellschaft wird die ganze Region destabilisieren. Wir appellieren an die internationale Gemeinschaft, dass sie aus der Geschichte lernen kann und in Syrien eine bessere Wahl trifft, um dem mutigen syrischen Volk eine weitere Tragödie zu ersparen.

Zweitens fordern wir die internationalen Medien auf, mit der Flut von Falschinformationen über Syrien aufzuhören. Die einseitigen Berichte bedeuten, dass die große Mehrheit der Syrer, die eine friedliche Veränderung wünschen, keine Stimme in der Welt erhält, obwohl ihre Sorgen und Ängste von vielen unter uns geteilt werden. Die Stärke Syriens und auch seine Schwäche ist das reiche Mosaik an Religionen und ethnischen Gruppen. Sie alle müssen gehört werden und in der internationalen Berichterstattung berücksichtigt werden. Lügen-Berichte können das Muster der syrischen Gesellschaft zerstören, aber auch das unsere, wo immer wir sind.

Drittens fordern wir die internationale Gemeinschaft auf, die lähmenden Sanktionen aufzuheben, die einen so hohen Tribut vom syrischen Volk fordern. Es ist sehr wohl bekannt, dass Sanktionen zum Tod von hunderttausenden Kindern im Irak führten. Als Ergebnis von Sanktionen sterben Menschen und verarmen Gemeinschaften. Wie das Volk in Irak hat das syrische Volk nichts getan, was so eine grausame kollektive Bestrafung verdient.

Viertens fordern wir die internationale Gemeinschaft dringend auf, eine große Zahl von Flüchtlingen und Personen aufzunehmen, die im Landesinnern heimatlos wurden. Sie brauchen Unterstützung, ein erträgliches Leben und Hoffnung, wenn der große Flüchtlingsstrom aus Syrien nicht die Zukunft des Landes zerstören soll.

Wir appelieren an die gesamte religiöse Gemeinde, ihre Mitglieder zu Gewaltlosigkeit und Friedensschaffung aufzurufen und alle Formen der Gewalt und Diskriminierung abzuweisen. Und wir geben unserer Bewunderung und Respekt für die vielen religiösen Führer Syriens Ausdruck, die sich weigerten, Gewalt zu benutzen und ihr Leben der Arbeit an einer friedlichen Lösung widmeten.

Zum Schluss wollen wir den Patriarchen Georgious III Latham und den Großmufti Ahmad Badr ad Din Hassoun würdigen für ihre begeisternde Arbeit für Frieden und Versöhnung, und dem Patriarchen danken für seine freundliche Einladung der Delegation. Wir möchten auch der Mutter Agnes Mariam und Sheikh Sharif Martini unseren Dank und Wertschätzung für ihre Hilfe und ihren Beistand sagen.

Unsere Delegation ist sich einig, dass das syrische Volk erschöpft und traumatisiert ist. Alle wollen ein Ende des Krieges. Nur eine einschließende politische Lösung, die alle Parteien im Konflikt umfasst, insbesondere den syrischen Präsidenten und die Regierung, wird diesen Konflikt lösen können und Frieden und Versöhnung bringen, was das mutige syrische Volk so dringend nötig hat.

Unterzeichnet von allen Mitgliedern der Delegation:

  • Mairead Maguire Ireland; Ann Patterson, Ireland ; Rev. Andrew Ashdown,
  • UK; Fr. Timothy Radcliffe,
  • UK; Marco Santi, Belgium; Feroze Mithiborwala,
  • India; Justinya Bajer, Poland; Shrikant Ramdas,
  • India; Sharmine Narwani, Canada/Iran; Maria Monomenova,
  • Russia; (Alan Lonergan, Irland, war auch
    ein Delegierter, aber wegen unvorhergesehener Umstände konnte er die Delegation nicht begleiten. Er blieb jedoch in Beirut und agierte als Presse-Beauftragter der Delegation.)
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15 Kommentare

  1. Die Ergänzung, findet man beim Artikel
    : Rassismus als Motor des Kapitalismus .
    das indoktrinierte Problem „Islam“ herrscht nur im Westen , die Realität im täglichen Leben zwischen Christen und Moslem ist ein respektvoller Umgang . Du lässt mich , dann lass ich Dich in Ruhe!
    Das initiiert Friedensgespräch für Syrien ist schon ein großer Fluch der Ignoranz und Arroganz des Westen mit deren korrupten Freunde ,….

    • Ja, die Minderheit der Christen können die Muslime in muslimischen Ländern in Ruhe lassen und wenn nun die Christen die Muslime in Ruhe lassen, dann können das die Muslime auch, weil von den Christen keine Gefahr für die muslimische Gesellschaftsform ausgeht !
      D.h. der Christ wird sich im öffentlichen Leben anpassen und unterordnen müssen, dann bleibt die Lage ruhig.
      Nun ist Deutschland aber kein muslimisches Land, sondern ein Land mit rechtsstaatlichen Gesetzen, was bedeutet, dass sich Muslime anpassen u. unterorden müssten, es aber nicht können, weil ihre Religion andere inhaltliche Vorgaben macht.
      Wir können gar nicht sagen : leb du mal deine Religion ganz nach belieben ! Wir können auch nicht sagen : An deiner Haustür hört unser…

      • … Rechtsstaat auf, was du dahinter treibst geht uns nichts an ! Das ist ein absolutes Unding !!!
        Der Moslem kann das zu dem Christen sagen, weil der Christ hinter seiner Haustür keine Gesetze verletzt, er hat halt einfach nur eine andere Art des Glaubens.
        Folglich befinden sich die Muslime bei uns in einem großen Dilemma, – genauso wie wir !
        Was sollen, können u. wollen wir da jetzt machen ?
        Unser Staat sagt: unsere Regeln gelten für alle ! Das Volk denkt: träumt schön weiter ! Und der Moslem denkt: ihr könnt mich mal !
        Der Staat drückt alle Augen zu – das Volk weiß weder ein noch aus – und der Moslem versucht es um die Ecke, bringt sich in jede staatliche Instanz u. versucht unsere Gesetze mit Gesetzen zu überlisten ! Eben genau…

        • …so, wie es unsere gewieften Winkeladvokaten machen. Unser Rechtsystem lässt da so allerlei Spielraum !
          Da drängt sich uns die Frage auf : wohin soll das führen ?
          Wenn von oberster Stelle darauf gehofft werden sollte, dass sich diese Fragen bei nur genügend gutem Willen irgendwie mit der Zeit in Luft auflösen, dann muss man hier enttäuschen, dies werden sie mit absoluter Sicherheit nicht !

          Zum Artikel : Wenn dieses anrührige Statement mich schon nicht überzeugt, wie kann es dann Menschen erreichen, die über Leichen gehn !?
          Übrigens: ein strammes Programm für 5 Tg. – da würde ich mal vermuten, dass nicht viel Zeit blieb um hinter die Kulissen zu schauen !

          • Es ist schwierig so viele Vorurteil in einen Text zu packen. Gut gemacht.
            Was machen denn Moslems hinter verschlossenen Türen was Christen da nicht machen??? Bekrabbeln die Imame ihre Schutzbefohlen??? Oder waren das Christliche Pfarrer???
            Es sind die Blockaden im Kopf aus denen solche denk Muster entstehen. Nicht nur bei Ihnen. Es funktioniert bei jedem. Aber ich kann diese Blockade überwinden, dass traue ich Ihnen nach ihrem Text nicht zu.

            Des weiteren, wegen hinter die Kulissen kucken.

            Weder Steinmeier, Merkel, Obama noch irgendeiner dieser Zunft haben auch nur einen Moment deeskalierend gearbeitet. Das ist einfach nur Krieg der Kulturklassen im Kopf einiger Machtgeilen Polit und Kapitalbonzen auf dem Rücken vom einfachen…

          • Ich meinte eher die Unterdrückung von Frauen und Mädchen. Neulich erst war eine Muslimin im TV zu sehen – ich meine es war das Mittagsmagazin – die warb vehement dafür, dass die westl. Gesellschaft nicht wegsehen soll, sondern unbedingt mit allem zur Verfügung stehenden in die muslimischen Familien hineingehen muss, um ein Umdenken in den patriarchalischen Denkmustern zu bewirken. Sie führte sehr deutlich aus, wie Frauen u. Mädchen unter ständiger Bewachung u. Bevormundung der männl. Familienmitglieder stehen u. Bestrafung keine Seltenheit ist.
            Und weil du es ansprichst : Ich selbst kenne einen Fall indem ein muslimischer Familienvater seinen 8jährigen Sohn regelmäßig mißbrauchte, die Tochter wurde verschont, sie muss ja Jungfrau bleiben.

          • Das geschah auch am Tag. Ich weiß es noch als wäre es gestern gewesen : In dem Mietshaus in dem ich damals wohnte, war in der Parterre-Wohnung der Fam. der Schlafzimmerrollo heruntergelassen, ich stand mit einem Bekannten auf der Strasse und hörte den Jungen weinen, wobei er immer wieder wimmerte: „Papa nein… Papa nein….“
            Ein paar Tage später nahm sich das Jugendamt der Kinder an. Was mit dem Vater passierte weiß ich nicht, die Fam. zog bald darauf aus.
            Dass so etwas nicht die Regel ist, davon gehe ich einfach mal aus, aber dass Muslime eine große Ausnahme bei Sexualdelikten darstellen sollen, ist einfach nur lächerlich. Der Unterschied besteht aber wie gesagt darin, dass hierbei die Jungen favorisiert werden.

          • Übrigens haben Sie das ganz richtig erkannt, es ist mir nicht zuzutrauen wegzusehen, nur weil es nicht in eine Gutmenschen-Vorstellung passt oder einfach nur unbequem ist. Ich freue mich für Sie, wenn Sie Ihre Blockade überwinden können ! Vielleicht ergibt sich auch einmal für Sie eine „Gelegenheit“ in der Sie nicht mehr wegschaun können und helfen müssen !? Ich hoffe sehr, dass Sie dann nicht denken: Es kann nicht sein, was nicht sein darf !

          • Ich glaube Sie haben mich falsch verstanden.

            Kein Verbrechen darf toleriert werden. Weder von Moslems noch von Atheisten und und und.

            Nicht die Religion ist der Indikator für solche dinge. Es ist richtig das es bei den Muslimen die Frauen häufig unterdrückt und auch oft genug erniedrigt wird. Das ist aber bei den Christen genau das gleiche. Ich sage mal die 12 Stämme??? Alle haben weg geschaut. Dennoch würde ich nicht auf die Idee kommen das alle Christen so sind.

            Und auch oft genug ist es nicht Religös sondern einen Regionale Kultur die mit hierher geholt wurde. Dies kann aber nur überwunden werden wenn wir uns mehr um deren Integration in die Gesellschaft kümmern würden. Also du und ich und nicht die Politik.

          • Und diese Integration funktioniert nur in dem man mit Migranten und allen Sozialen Gruppen den Dialog sucht.

            Das dies in unserem selbst geschaffenen Kastensystem nicht passiert ist eine Traurige Wahrheit die niemand mehr sehen möchte.

          • Und diese Integration funktioniert nur in dem man mit Migranten und allen Sozialen Gruppen den Dialog sucht.

            Das dies in unserem selbst geschaffenen Kastensystem nicht passiert ist eine Traurige Wahrheit die niemand mehr sehen möchte.

          • Den Dialog suchen, ja weiß Gott, genau das hab‘ ich in jungen Jahren immer wieder versucht – Du liebe Güte, war ich naiv – da dachte ich noch: das kann doch garnicht sein, wie kann man denn so drauf sein ! Sie dürfen es mir glauben, meine „Vorurteile“ sind Erfahrungswerte !
            Stellen Sie sich einfach einen erzkonservativen, streng katholischen Bayer vor und nun setzen Sie ihn gedanklich mitten in ein muslimisches Dorf ihrer Wahl, den Rest überlasse ich Ihrer Phantasie. Glauben Sie im Ernst, der könnte sich auch nur annähernd dazu hinreißen lassen, die dortige Kultur zu verstehen, zu akzeptieren oder sie gar zu übernehmen ?! Ich verspreche Ihnen, der Muslim kann und will es genausowenig ! Wie bei Allem bestätigt die Außnahme die Regel.