in Naher Osten

Israel droht mit einem neuen blutigen Krieg gegen die Palästinenser im Gaza-Streifen, die ohnehin unter einer sich verschärfenden humanitären Krise leiden.

Von Von Nick Clark – Zwei palästinensische Teenager wurden durch Panzerbeschuss nahe der Grenze zu Israel getötet. Die Tötungen waren die Folge eines erneuten Trommelfeuers an Bombardements und Luftangriffen gegen Gaza am letzten Wochenende.

Gaza im Würgegriff

Das israelische Militär brüstete sich, sechs „umfangreiche Attacken“ gegen Gaza mit Panzern und Düsenjägern durchgeführt zu haben. Dabei seien 18 Ziele getroffen worden, die mit der Hamas, der Regierung von Gaza, in Verbindung stehen. Kurz vor den Angriffen hatte die UNRWA, die UNO-Behörde für palästinensische Flüchtlinge, Israel wegen der Krise in Gaza scharf verurteilt. Der israelische Staat zieht seinen Würgegriff um den Gaza-Streifen, den er schon seit über einem Jahrzehnt belagert, noch enger zusammen (Hierzu auch der Artikel: „Israel stürzt Gaza noch tiefer ins Elend“).

Gaza steht am Rand eines Kollaps

Dabei genießt Israel die Unterstützung durch die USA, die die Finanzmittel für UNRWA jüngst gekürzt haben – als Bestrafung dafür, dass die Palästinenser sich gegen Donald Trumps Benennung von Jerusalem zur Hauptstadt Israels wehren. UNRWA schätzt, dass die fortgesetzte Belagerung Gaza in eine „Zeitbombe“ verwandelt habe. Das Land stünde am Rande des vollständigen Kollapses. Wegen lähmenden Treibstoffmangels mussten drei Krankenhäuser und 16 Gesundheitszentren zu Monatsbeginn den Betrieb einstellen. Und wegen der bis zu 12 Stunden dauernden Stromsperren kann das Trinkwasser nicht aufbereitet werden.

Gaza und die regionalen Machtspiele

Der jüngste Angriff folgte auf die Explosion einer selbstgebastelten Bombe, die vier israelische Soldaten verletzte. Sie waren in Gaza einmarschiert, um eine nahe der Grenze im Verlauf einer Protestdemonstration aufgestellte palästinensische Flagge zu entfernen. Als Antwort auf diesen Zwischenfall versprach der israelische Verteidigungsminister Avigdor Lieberman eine ausgedehnte Militäroperation, um die angeblich verantwortlichen Widerstandsgruppen zu „eliminieren“. Währenddessen warnte der israelische Premierminister Netanjahu:

„Die Vorkommnisse an der Gaza-Grenze sind schwerwiegend. Wir werden die entsprechenden Gegenmaßnahmen treffen.“

Ebenfalls drohte Netanjahu direkte Schläge gegen den Iran an. Er sagte, der Iran sei „die größte Gefahr für die Welt“ und würde „seinen Herrenglauben verfechten“ genauso wie die Nazis „die Herrenrasse verfochten“.

Einen Teil einer angeblich letzte Woche abgeschossenen iranischen Drohne in der Luft schwenkend, warnte Netanjahu, „Israels Entschlossenheit nicht auf die Probe zu stellen“. Netanjahus Drohungen stehen im Zusammenhang mit Israels Anstrengungen, dem Iran von seiner gefestigten Stellung in Syrien zurückzudrängen. Die verschärfte Belagerung Gazas zielt darauf ab, die Hamas als wichtigste Widerstandsorganisation, die auch vom Iran unterstützt wird, zu isolieren. Tausenden Palästinensern droht weiteres Leid und Tod.

Dein Kommentar

Kommentar

  1. Des sind doch Arschlöcher.
    Nix als seit vielen Jahrzehnten genau Die Bevölkerung Terrorisieren, bekriegen und verschleppen, die IHNEN ihr Land überlassen haben.
    Aus dem Holocaust NICHTS GELERNT. Im Gegenteil, aus den opfern wurden alle Täter.

  2. Unmenschlichkeit hoch Drei – dass die US-Regierung diese Haltung der israelischen Regierung auch noch fördern, demonstriert ihren Willen den Nahen Osten weiter unter ihre Gewalt zu bekommen und die ursprüngliche Bevölkerung los zu werden und das mit Mitteln, die von allen moralischen und ethischen Werten entkleidet sind. Israel dient als Brückenkopf der US-Regierung, es besitzt Atombomben, die merkwürdigerweise noch nie zu Debatten, Sanktionen und Kriegsdrohungen führten, wie das z.B. im Falle Nord-Koreas der Fall ist oder wie im Falle des Iran, wobei gerade beim Iran noch nie Beweise für Atombomben vorgelegt wurden. Das messen mit zweierlei Maß hat sich das gesamte transatlantische Bündnis zu eigen gemacht, nur Blinde Hörige erkennen das nicht.