in Naher Osten

Der Britische Maulkorberlass für Offiziere nach dem Bericht über die Irak-Katastrophe wirkt sich schlecht auf deren Moral aus.

Von Jason Ditz – Der Chilcot-Bericht, ein Bericht der britischen Regierung über die Rechtswidrigkeit des Einmarsches und der Besetzung des Irak 2003 durch die Vereinigten Staaten von Amerika und das Vereinigte Königreich, ist ein großes Thema in Britannien, einem Land, das in letzter Zeit mehr an großen Themen mitgekriegt hat. Während aber das britische Militär durch den Bericht sehr betroffen ist, herrscht bei dessen Führung ein betäubendes Schweigen.

Das ist kein Zufall, denn wie der Daily Telegraph berichtet, hat die Cameron-Regierung nach dem Erscheinen des Berichts einen Maulkorberlass für alle Militärchefs verfügt, in dem diesen nicht nur öffentliche Äußerungen dazu untersagt wurden, sondern auch der Meinungsaustausch darüber mit Soldaten.

Unter anderem führt der Bericht an, dass der damalige Premierminister Tony Blair dem Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika Bush schon neun Monate vor dem Einmarsch gesagt hat, er „stehe für alles zur Verfügung“, dass er einen Krieg begonnen hat, obwohl Saddam Hussein keine „unmittelbar bevorstehende Gefahr“ darstellte, und dass der britische Verteidigungsminister langsam auf dem Bedarf an militärischer Ausrüstung reagiert hat und „völlig inadäquate“ Pläne für die Situation nach dem Krieg hatte.

Während Cameron verzweifelt zu versuchen schien, nach dem Erscheinen des Berichts die volle Kommunikation mit dem Militär aufrecht zu halten, hieß es aus Verteidigungskreisen, man mache sich zunehmend Sorgen über die Auswirkungen auf die Moral des Militärs, allerdings weniger wegen des Berichts, obwohl die Fehler der Blair-Regierung sicher einige Augenbrauen hochgehen ließen, sondern wegen des völligen Ausbleibens von Äußerungen aus der militärischen Führung, was, wie Regierungsvertreter sagen, den Eindruck eines „Führungs-Vakuums“ vermittelt.

Quelle: antiwar.com – Übersetzung: Klaus Madersbacher – Erschienen bei: antikrieg.com

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Blair kann wenigstens vor den int.Gerichtshof gestellt werden !
    Ganz im Gegensatz zu den USA, die alle Staaten nötigten die röm.Statuten zu unterzeichnen aber selber diesen dann nicht nur NICHT ratifizierten, sondern auch noch die Unterschrift zurückzogen !
    Man muss sich ja diese westl.Werte welche die USA angeblich präsentieren vorstellen; sie versuchen jeden vor den IGH zu zerren aber selbst erkennen sie diesen in keinster weise an.
    Sie bezichtigen jeden des Völkerrechtsbruchs aber selbst begehen sie Verbrechen am Menschen-u.Völkerrecht täglich.
    50 Kriege mit über 20 Mio Toten von WK2 bis 2000 und seit 2000 wieder 40 Kriege mit wieder Millionen von Toten spricht eine mehr als deutliche Sprache.
    DAS kann jeder auf den gov-Seiten…

    • …..nachlesen, denn sie sind auch noch stolz darauf !

      Das sollen also die westlichen Werte sein, welche uns unsere Politik als bevorzugt präsentieren ?
      Nein Danke, diese Werte werden NIEMALS meine Werte sein.
      Ich achte jedes Leben und ich verabscheue Krieg in welcher Form auch immer zutiefst, denn nach tausenden von Jahren und mit 7Mrd Menschen auf diesem Planeten, sollten wir schleunigst lernen friedlich zusammen zu leben.
      Es gibt keinen Plan B bzw keinen Planeten B; wir haben nur diesen einen und auf den sollten wir achten, denn sonst wird es für uns alle bald sehr finster.

      • Nun, will man die Hälfte von 7 Mrd. loswerden und gleichzeitig daran verdienen, eignen sich Krieg und Völkermorde nun mal am besten. Und wenn die Verbliebenen dann auch noch die extradummen sind, na um so besser.
        Leute, es muss etwas geschehn !
        Tektonische Platten von Amerika, bewegt euch gefälligst !!!