in Politik

Am Dienstag wurde der offizielle Bericht der niederländischen Untersuchungskommission zum MH17-Abschuss veröffentlicht. Die Ermittler kommen dabei zum Schluss, dass es sich um eine Rakete des Buk-Systems gehandelt haben muss, die vom Gebiet Sneschnoje aus abgefeuert wurde. Weiterhin wird in dem Bericht behauptet, es sei ein Sprengkopf vom Typ 9M38M1 gewesen, was die Ermittler durch die Analyse der Splitter herausgefunden haben wollen.

Ebenfalls am Dienstag hat der russische Rüstungskonzern Almas-Antey die Ergebnisse seiner ballistischen Untersuchungen der Öffentlichkeit präsentiert, die der westlichen Version in Teilen widersprechen um nicht zu sagen diese widerlegen, da die ballistischen Untersuchungen des Unternehmens bei weitem sorgfältiger und umfangreicher waren als die der niederländischen Untersuchungskommission.

Die Untersuchung von Almas-Antey, dem Hersteller des Buk-Systems, war dabei in drei Teile gegliedert. Als erstes wurden die Wrackteile in den Niederlanden auf die Schusskanäle untersucht, um die Flugrichtungen der Splitter und das allgemeine Schadensbild feststellen zu können. Danach wurde eine Simulation am Rechner durchgeführt, welche die Bewegung von 10.000 Splittern mitsamt der Rakete und des Flugzeuges berücksichtigte. Als letztes wurde dann mit Hilfe der gewonnen Daten ein realistischer Test mit Hilfe des Fronteils einer ausgemusterten IL-86 Passagiermaschine durchgeführt.

Grundlage für die Simulation war das Splittermuster des Sprengkopfes, welcher eine ringförmige Splitterwolke erzeugt, die sich größtenteils senkrecht zur Flugrichtung der Rakete bewegt. Dazu wurde die Bewegungsrichtung der Rakete, wie sie von der Untersuchungskommission propagiert wird, samt der Bewegungsrichtung und Geschwindigkeit des Flugzeuges berücksichtigt, die aus den Aufzeichnungen bekannt ist. Das alles wurde dann vektoriell zusammengesetzt um die die Splitterverteilung an der Boeing 777 zu simulieren.

Die Simulation zeigte dabei eindeutig, dass die Rakete nicht frontal auf die Passagiermaschine zugeflogen sein konnte, da in dem Fall die Splitter das Flugzeug nur ausschließlich senkrecht mit einer kleinen Abweichung im einstelligen Gradbereich getroffen hätten. Das ergibt sich aus dem Ringförmigen Splittermuster und der Tatsache, dass diese sich mit etwa 2,5km/s bewegen und die um eine Größenordnung kleinere Geschwindigkeit des Flugzeugs und selbst der Rakete da nur unwesentlich etwas dran ändern. Das passt jedoch wiederum nicht zum Schadensbild an den Wrackteilen, die eindeutig eine Bewegung der Splitter parallel zum Flugzeugrumpf zeigt. Das ist zum Beispiel zweifelsfrei an den durchgeschlagenen Spanten der Boeing 777 erkennbar. Ebenso wurde auch der linke Flügel samt Triebwerk beschädigt, was bei einer senkrechten Bewegung der Splitter nicht möglich gewesen wäre. Der offizielle Untersuchungsbericht behandelt diese Bereiche aber gar nicht, sondern konzentriert sich oberflächlich auf die Splitterverteilung an der Flugzeugnase.

Der Dritte Teil, der Test in der Realität, wurde dann so durchgeführt, in dem man mit Hilfe der Addition der Geschwindigkeitsvektoren der Rakete, Splitter und Flugzeugs die Ausrichtung der Rakete plus Flugzeug in Ruhelage umrechnete. Das Ganze wurde dann auf einem Feld mit dem Frontteil der IL-86 und einer vollständigen 3M38M1 Rakete aufgebaut, um die Plausibilität der niederländischen Version des Geschehens nochmal in der Realität zu überprüfen. Zusätzlich zum Frontteil der IL-86 wurde noch eine Blechplatte auf der linken Seite als Simulation des Triebwerkes angebracht.

Dieser Test bestätigte die Simulation, dass ein frontaler Anflug der Buk-Rakete aus dem Gebiet Sneschnoje nicht möglich war, weil sich die Splitter im Test wie erwartet nur senkrecht zum Flugzeugrumpf bewegten und dabei das simulierte Triebwerk überhaupt nicht trafen, was jedoch in der Realität geschehen ist. Damit ist ein Anflug der Rakete nur aus einem südwestlich gelegenen Teil zum Abschussort möglich, wobei Almas-Antey vom Gebiet Saroschtschenkoje ausgeht, da nur so das an der Boeing 777 festgestellte Schadensbild möglich ist.

Der zweite Punkt betrifft dabei die charakteristischen Splitter der neueren Rakete 9M38M1, welche die Form einer quer gebundenen Krawatte haben. Auf Seite 89 des offiziellen Berichtes der niederländischen Untersuchungskommission finden sich vier Fotos wovon zwei mit viel Fantasie an eine Querkrawatte erinnern. Auf Seite 92 in Tabelle 11 wird nochmal behauptet, dass man diese Splitter in den sterblichen Überresten der Piloten gefunden habe. Fraglich ist hierbei, wieso man nur so wenig, also genau 2 dieser Splitter gefunden hat, obwohl diese den Großteil der Splitter des Sprengkopfes ausmachen.

Im Test von Almas-Antey wurden weitaus mehr dieser Splitter im Flugzeugrumpf und der Avionik gefunden und vor allem auch solche, die bei weitem besser erhalten waren und so die Charakteristische Form einer Querkrawatte zeigen. Das ist jedoch bei den beiden Splittern im offiziellen Bericht schlichtweg nicht der Fall, obwohl es trotzdem behauptet wird. Weiterhin findet sich in den Überresten der Boeing 777 kein einziges Einschussloch, welches das charakteristische Muster des Splitters zeigt, im Test an der Il-86 war die Außenhaut des Flugzeuges jedoch übersät mit diesen Einschusslöchern. Trotz fehlender Beweise behauptet die Kommission aber , dass es sich um diese charakteristischen Splitter handele.

Es bleibt abzuwarten, inwiefern die Ergebnisse und Daten der Simulationen und des Tests, die Almas-Antey zur Verfügung gestellt hat, Eingang in einer aktualisierten Version des Berichtes finden. Schaut man sich die Berichterstattung in unseren Massenmedien an, wird die Untersuchung des Rüstungskonzern entweder gar nicht erwähnt, oder man greift sich nur eine einzelne Aussage des Almas-Antey-Vertreters heraus, um ihn dann sogleich des sich Herausredens zu bezichtigen. Natürlich ist auch prinzipiell die Objektivität des Rüstungskonzerns in Frage zu stellen, jedoch hat dieser umfassende Daten geliefert, die nach wissenschaftlichen Maßstäben offen für eine Falsifikation sind.

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Kommentar

  1. Dacht ich mir schon, aber de Russen sind ja aktuell eh an allem Schuld, gute Arbeit USA,leider klappt das nicht immer und zukünftig auch immer weniger, weil alle langsam die Augen auf machen und net jeden Scheiß und Hetzberichten gegen die bösen Russen glauben!!!

    • Das ganze ist für mich persönlich schon seit Beginn als Farce einzustufen und dies alleine schon durch die Zusammensetzung der U-Kommission, die den int.Regelungen zu Flugzeugabstürzen völlig widersprach. Dazu noch die sofortige Ablehnung der Kommission zum Angebots der Herstellers auf einen realen Test, was damit zeigt „es ist eine lückenlose Aufklärung nicht erwünscht“.
      Nimmt man dann noch die US-Angaben, dass sie zu dieser Zeit 2 Satelliten inkl.AVACS über der Ukraine hatten, es aber gaaanz zufällig nicht das geringste Datenmaterial von denen gibt (sorry aber in Syrien liefern sie Fotos von jedem Furz eines Russen), nun dann ist der Bericht für mich eher eine Umweltverschmutzung, als das er auch nur irgendwie aufklärend wäre.

  2. Keiner von bd Seiten ist daran gelegen diesen „Vorfall“ aufzuklären, weder dem „bösen Westen“ noch dem „guten Ostern“,da bd Systeme von weltweit agierenden Finanzeliten benutzt werden. Der Abschuss dieses Flugzeug’s war einfach nur Mittel zum Zweck. Es muss für die Angehörigen schlimm sein,das ihre verstorbenen Angehörigen zu diesem Zweck sterben mußten.
    Einfach zur falschen Zeit am falschen Ort..

  3. die USA haben es geschafft das Menschenleben auch nach dem Tod in politischen Diskussionen untergehen um des Vertuschungswillen. Mir egal ob das Neologismus ist. Besser kann man es nicht beschreiben. Die Leute hatte ein Leben, vielleicht war jemand darunter der unserer Regierung einhalt geboten hätte ( schwer vorstellbar ). Nö. Die Leute sind jetzt tot, Pech gehabt – ihre Schuld wenn sie im ausgemünzten Flieger saßen. YES – we can .. Auf diesen neiderländischen NIppes geh ich gar nicht erst ein, das Ergebnis dessen war schon der halben Weltbevölkerung klar. Der Russe. Die Wurzel allen Übels, der faule Zahn der noch gezogen werden muss um Amerika nochmal 20 Jahre am Leben zu erhalten bis es endlich zu einem einzigen Detroit verkommt.

  4. Sehr dankenswerter sachlich guter Bericht. Über Details der russischen Version erfährt man ja sonst gar nichts.

    Besonders den USA und ihren Freunden ist jede Fehlinformation zuzutrauen, nachdem sie die idiotischen Ungereimtheiten von 9/11 wie den mysteriösen Einsturz des Hochhauses WT 7 einfach übergehen! Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht – erst recht aber ncht einem notorischen Lügner.