Merkel will „Fachkräfte“ anwerben – Hochqualifizierte verlassen das Land

Mitte Dezember, kurz vor dem Fachkräftegipfel, schickte Merkel eine Video-Botschaft an die Welt, dass „Deutschland Fachkräfte aus dem Ausland“ brauche. Merkel will ausländische Fachkräfte gezielt anwerben, um zu verhindern, dass deutsche Unternehmen abwandern, so die offizielle Begründung. Ohne ausreichend ausländische Fachkräfte könne der Wirtschaftsstandort nicht erfolgreich sein, so Merkel. Um dieses Ziel zu erreichen, beschloss Merkel auf dem Fachkräftegipfel entsprechende Schritte, um die „Weichen“ dafür zu stellen.

Damit soll die Zuwanderung nach Deutschland für Fachkräfte aus Nicht-EU-Staaten leichter werden. Pro Jahr sollen laut Merkel-Regierung 25.000 Zuwanderer in Deutschland aufgenommen werden. Dafür hatte der Bundestag eigens das Fachkräfteeinwanderungsgesetz beschlossen. Während die Regierung tausende Fachkräfte aus dem Ausland anwerben will, zeigt eine aktuelle Studie, dass allein im vergangenen Jahr hunderttausende Hochqualifizierte Deutschland den Rücken kehrten.

Binnen fünf Jahren sind inzwischen aber offiziell nun rund 2 Millionen Migranten und Flüchtlinge nach Deutschland gekommen. Könnten die erhofften 25.000 Fachkräfte nicht aus diesem „Pool“ rekrutiert werden? Angeblich soll dies der Fall sein, so die Bundesregierung. 2015 meinte der spätere SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz: „Was die Flüchtlinge zu uns bringen, ist wertvoller als Gold“. Auch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) als wissenschaftliches Institut der Bundesagentur für Arbeit wurde nicht müde, auf das angeblich hohe Bildungsniveau von Flüchtlingen und Asylbewerbern hinzuweisen. Wie das IAB zu diesem Schluss kam, ist schleierhaft.

Nun kommt also noch das Fachkräftezuwanderungsgesetz, das pro Jahr 25.000 Qualifizierte nach Deutschland locken soll – in ein Land, das sich wirtschaftlich auf dem Weg in eine Rezession befindet und das im Ausland Negativ-Schlagzeilen durch steigende Gewaltkriminalität und sinkende Meinungsfreiheit macht. Dass dieser Plan weniger als ein Nullsummenspiel ist, zeigen die steigenden Zahlen der deutschen Fachkräfte, die das Land verlassen. Allein im Jahr 2019 sind rund 180.000 Deutsche ausgewandert. Das Durchschnittsalter der Emigranten beträgt 32 Jahre und die Auswanderer sind zu 76 Prozent Akademiker, stellte eine Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung mit dem Titel „German Emigration and Remigration Panel“ Anfang Dezember 2019 fest.

Seit 2001 sind insgesamt fast zwei Millionen Menschen aus Deutschland ausgewandert. Deutschland dürfte selbst für qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland nicht mehr interessant sein, denn andere Länder sind uns in der Forschung um Jahre voraus und in keinem anderen Land zahlt man so hohe Steuern wie in Deutschland. Die Enteignung läuft – wie Sie sich wehren, lesen Sie hier.