in Politik

Den vor rund einer Woche stattfindenden „Petersburger Dialog“ bei Bonn bezeichnete der ehemalige CDU-Staatssekretär Willy Wimmer als „nichts anderes, als eine der vielen obskuren Veranstaltungen zur weiteren Vergiftung der Gesprächsatmosphäre zwischen Russland und Deutschland“.

Dieser Meinung ist auch „RT Deutsch“-Autor Rainer Rupp: „In der Öffentlichkeit würden Merkel und Co. immer wieder die Dialogbereitschaft der Bundesregierung mit Russland betonen. Tatsächlich sei diese Bereitschaft jedoch nur gespielt. Sie solle das Volk beruhigen und Berlins hinterhältige Strategie an der Seite der atlantischen Partner verdecken.“

Wegen der angeblichen Annexion der Krim belegen die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union Russland seit fünf Jahren mit Wirtschaftssanktionen, die vor allem von Deutschland, Großbritannien und Frankreich aufrechtgehalten werden. Die Forderungen der Bundesregierung an Russland haben allerdigs nicht zur Lösung des Konflikts beigetragen.

Dafür leiden viele Wirtschaftszweige der Länder der Europäischen Union zunehmend unter den Wirtschaftssanktionen. Es wird zudem zu Recht befürchtet, dass sich Russland nach anderen, verlässlicheren Ländern als Geschäftspartner umschaut. Für EU-Firmen schwinden damit immer mehr die Aussichten, irgendwann wieder Fuß auf dem russischen Markt zu fassen, so Rupps Einschätzung.

Um die Bevölkerung und die Wirtschaft zu beruhigen, gaukelt die Bundesregierung seit Ende letzten Jahres zunehmend Dialogbereitschaft mit Russland vor: Man müsse Gespräche führen, in der Sache selbst aber hart bleiben.

Ist es der Bundesregierung unter Angela Merkel tatsächlich ernst mit der Dialogbereitschaft oder handelt es sich um reine taktische Lippenbekenntnisse zur Beruhigung der Bevölkerung? Darauf deutet jedenfalls einiges hin, so auch der von den Medien mit großem Rummel angekündigte und kommentierte „Petersburger Dialog“, bei dem die Gemeinsamkeiten zwischen Russland und Deutschland in den Vordergrund gestellt wurden. Der Dialog „sei so harmonisch wie seit Jahren nicht mehr verlaufen“, hieß es.

Dass Willy Wimmer die Konferenz zu Recht als nichts anderes, „als eine Vergiftung zur Atmosphäre zwischen Russland und Deutschland“ bezeichnete, zeigte sich an einem Interview des Nachrichtensenders „Phönix“ mit dem Grünen-Politiker Ralf Fücks: Demnach sei Russland „der Gegner der liberalen Demokratie, gegen den sich Deutschland nur durch den Aufbau eines glaubwürdigen Abschreckungspotenzials wehren könne“.

Mit dieser Sicht dürften auch die Bundeskanzlerin sowie ihre Anhänger übereinstimmen, so Rupp. An einem echten einvernehmlichen Auskommen mit Russland hätten diese Herrschaften in Berlin jedoch kein Interesse. Für den Westen könne Moskau gar nichts richtig machen, so Rupp, weil sich weder die russische Führung noch das russische Volk der westlichen Weltordnung unterordnen wollen. Die geostrategische Planung dahinter behandeln wir in „Capitol Post“. Sehen Sie sich dies einfach selbst an.

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. ……… Für den Westen könne Moskau gar nichts richtig machen, so Rupp, weil sich weder die russische Führung noch das russische Volk der westlichen Weltordnung unterordnen wollen

    Was für ein Größenwahn.

    Warum soll sich Russland der ‚westlichen Weltordnung‘ unterwerfen?

  2. Dieser Ost-West-Konflikt ist rein künstlich! Wetten, das kein normaler Russe u. ebensowenig kein West-Bürger ernsthaftes Interesse an einem Mega-battle mit Russland hat. Es ist das Politikergesindel, welches den ganz großen Konflikt zwischen beiden haben will und auch anzetteln wird. Im Übrigen hat man durch diesen ständigen kalten oder lauwarmen Krieg immer wieder Grund zur Freude, weil die Waffenlobby ständig weiter ihre Mordwerkzeuge verticken kann. Und die Bürger, vor allem die des Westens müssen den ganzen Rüstungsirrsinn auch noch bezahlen. Würden die obersten Politiker auf der ganzen Welt schlagartig ganz pauschal eliminiert, tippe ich mal auf 30 Jahre Ruhe u. Frieden auf diesem Planeten. Bis neues Gesindel nachgewachsen ist….

    • Eigentlich richtig. Aber es ist wie bei den Nagern . . sind schon schon da und wuehlen im Untergrund. Kaum ist eine/r oben weg schon schluepft eine/r um es abgewandelt mit Tucholsky zu sagen “ ein paar Loecher weiter und man ist Politiker „.

  3. Aber das sollte zumindest Frau Merkel haben. Ohne Garbatschow und Kohl haette sie in der BRD keinen Fuss auf den Boden gebracht. Das waere besser gewesen. Wiedervereinigung ja . . . aber nicht um den Preis welchen wir heute dank Frau Merkel zu bezahlen haben.

  4. Aber unbesehen jeder Forderung der USA nachkommen und hinten rein kriechen bis die vom Hals wieder rausschaut. Nicht Russland, die USA haben in über 40 Kriegen mit falschen Behauptungen gegen das Völkerrecht und UNO verstoßen. Die Krönung sind jetzt die offensichtlichen Erpressungen, Manipulationen, Embargen und willkürlich verhängten Strafzinsen und wollen die Weltherrschaft. Dadurch werden Staaten die Einnahmen weggenommen, das Volk hungert und wird aufgehetzt gegen ihren Staat. Und dann bieten die USA mit Hilfslieferungen an zu ihren Bedingungen und plündern dann das Land aus. Afrika wollte einst Geld vom IWF, aber die Forderten dafür die „Privatisierung“ des Trinkwassers, das dadurch unbezahlbar wurde.

  5. Das soll den Bau von neuen Waffensystemen rechtfertigen.
    Sie planen u.a. einen Flugzeugträger, falls das noch nicht bekannt ist.

    Frankreich hat als Partner auch keine politischen Hemmnisse Massenzerstörungswaffen darauf zu stationieren.

    Solche Deutsch-Französischen Beziehungen werden
    öffentlich rechtlich als positiv beschrieben.

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  • Merkel und Co. haben kein Interesse an Zusammenarbeit mit Russland - Leserbriefe 3. August 2019

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