in D/A/CH

Die Debatte um den Niedriglohn in Deutschland ist etwas verebbt. Dennoch bleibt das Thema präsent, denn der Niedriglohn soll in den kommenden Jahren weiter steigen. Moderat zwar, dennoch ist er ein politisches Thema. Nun sind Niedriglöhne kein Problem irgendwelcher Teilzeitjobs, die ohnehin nicht hinreichend bezahlt werden.

Wie die neueren Statistiken zeigen, die von der Regierung selbst verwendet werden, sind 41,7 Millionen Beschäftigte an der Schwelle zum Niedriglohn. Diese Anzahl an Beschäftigten soll weniger „als zwei Drittel des mittleren Stundenlohns“ beziehen, heißt es. Der Anteil von Frauen, die auf diese Weise entlohnt werden, liegt mi 27,1 % sogar deutlich höher als bei den Männern. Dort sind es 16,2 %.

Ohnehin, so zitiert der „Focus“, ist der Anteil der Menschen, die vollbeschäftigt sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind, in den zurückliegenden 18 Jahren zumindest nicht nennenswert geklettert. Aus 21,61 Millionen 1999 sind 21,95 Millionen im abgelaufenen Jahr 2017 geworden.

Niedriglohn-Bezieher mit höherem Anteil

Dabei ist die Zahl derjenigen, die vollbeschäftigt sind und einen Niedriglohn erhalten, um 325.000 gestiegen, sind also für mehr als den gesamten Anstieg verantwortlich.
Zudem sind die Preise für den täglichen Bedarf deutlich gestiegen, etwa im Bereich „Nahrungsmittel“ mit 31,6 % fast doppelt so viel wie der durchschnittliche Anstieg der Preise. Wer aber kein Geld hat, muss ausgerechnet für diesen Bereich noch mehr aufwenden. Das also zeigt: Immer mehr Menschen haben sogar weniger zur Verfügung als vor 15 oder 18 Jahren. Und dies trotz des sogenannten Jobwunders in Deutschland durch Hartz-IV.

Insofern ist die Botschaft fast verheerend: Lassen die Wirtschaftskräfte nach, weil auch andere Länder ihre Löhne nach unten korrigieren, dann wird auch die absolute Zahl derjenigen, die sich wenig leisten können, noch stärker steigen. Die vergangenen Jahre sind offensichtlich nicht so erfolgreich gewesen, wie es oft betont wird.

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Merkel hat die Zündschnur zum sozialen Sprengstoff gelegt.
    Einer ihrer Nachfolger wird sie anzünden.
    Alle träumen nämlich vom bösen aggressiven Russland, lassen sich vom Ami gängeln, schneiden sich ins eigene Fleisch mit Sanktionen und erhöhen ungeniert die Militärausgaben. Ich sage bewusst nicht Verteidigung weil es schlicht und ergreifend nichts zu verteidigen gibt.
    Derweil verfault die gesamte Infrastruktur im Lande, es wird

    • Nicht Merkel hat die Zündschnur gelegt, das war ihr Genosse Schröder. (Beide in der der gleichen Partei, nur hat jede(r) einen eigenen Namen dafür.) Und er hat sie nicht nur gelegt, sondern auch gleich angezündet. Mich hat vor knapp 20 Jahren schon gewundert wo der Aufschrei bleibt, wenn mit Feuereifer auf jedem Sender der „Ausbau des Niedriglohn-Sektors“ bejubelt und Hartz4 installiert wurde! Sicher gab es es ein paar Demonstrationen und Lafontaine ist aus der „SPD“ ausgetreten, aber sonst?
      Merkel ist nur die Handpuppe derjenigen, die uns arm und dumm und ‚bunt‘ und ‚demokratie’besoffen halten wollen, und Schröder hatte ihr schon mal den roten Teppich ausgerollt!
      Und in allen anderen Punkten gebe ich Ihnen recht …