in D/A/CH

Die Grünen werden nach Meinung von Kritikern in den Medien Deutschlands gut dargestellt. Einige meinen, zu gut. Sie haben inhaltlich wenige erhellende Beiträge, die über Fahrverbote oder Genderfragen hinausgehen. Dennoch erhalten sie bei Umfragen etwa 20 % – für den Bund. Einen weiteren Beleg für die freundliche Berichterstattung lieferte nun beispielsweise die „Tagesschau“. Die sprach von einem „Rekordzuwachs bei den Mitgliedern“ im Osten der Republik. Weil statistisches Handwerkzeug, man könnte von „Basics“ sprechen, fehlt.

Tagesschau meint „beste Mitgliederentwicklung“

Faktisch könnte die Tagesschau zunächst Recht haben. Die „beste Mitgliederentwicklung“ der Grünen seit der Gründungsphase und das „Allzeithoch bei der Mitgliederzahl“ sind möglicherweise richtig. Dies lässt sich nicht prüfen ohne Zugang zu den Zahlen der grünen Verwaltung. Schlecht ist jedoch der Umstand, dass die Meldung offenbar weitgehend ungeprüft von den „Grünen“ übernommen wurde.
Journalistische Arbeit wäre es, die Meldung und deren Fakten einzuordnen. In eine Struktur, um daraus Schlüsse zu ziehen. „Sciencefiles.org“ hat diese Arbeit übernommen und zeichnet die Mitgliederentwicklung nach.

In Brandenburg gab es 26 % mehr Mitglieder. In Sachsen 23 %. In Ostdeutschland insgesamt 19 %. In Thüringen und anderen Ländern gab es keine Fakten dazu. Nur fehlen entscheidende Angaben: In Brandenburg gibt es 1.300 Mitglieder. 26 % Zuwachs heißt, dass in dem Wert von 1.300 26 % Zuwachs stecken. Das heißt, die Zahl müsste durch 1,26 geteilt werden. Bleiben 1.032 Mitglieder, die es vorher gewesen sein müssten. Demnach gibt es dort jetzt 268 mehr Mitglieder. Oder anders herum gesagt: Verschwindend wenige.

Überhaupt sind in Ostdeutschland lediglich 7,8 % aller Mitglieder des Bundesverbandes verzeichnet. In fünf neuen Ländern. Ein „Rekord“ sähe anders aus. Im Osten finden die Grünen kaum oder zumindest deutlich weniger statt. Und dort wird im Herbst 2019 mehrfach gewählt.

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Kommentar

  1. So geht den Sensationsmeldungen die Luft aus wie einem Luftballon. Noch dazu , wenn man den Schwund an Mitgliedern bei CDU und SPD vernimmt. Dann kommt das Paradoxon an die Oberfläche- wenn ein Schwarzer Grün wird vor lauter Schlechtigkeit und ihn dabei die Schamesröte ins Gesicht steigt.
    Letztendlich verweise ich wieder auf die Worte von Jacques Rousseau: „Um eine klare Darlegung des allgemeinen Willens zu erhalten, ist es deshalb von Wichtigkeit, daß es im Staate möglichst keine besonderen Gesellschaften[Parteien] geben und jeder Staatsbürger nur für seine eigene Überzeugung eintreten soll. Deshalb war die auf diesem Grundsatze beruhende Einrichtung des großen Lykurg so einzig in ihrer Art und so erhaben. Gibt es nun solche besondere Gesellschaften, so muß man ihre Anzahl vermehren und ihrer Ungleichheit vorbeugen, wie Solon, Numa und Servius Tullius taten. Diese Vorsichtsmaßregeln können es einzig und allein bewirken, daß der allgemeine Wille immer klar ersichtlich ist, und das Volk sich nicht irrt.“
    Das bedeutet, dass das deutsche Volk auf der Grundlage einer volksherrschaftlichen Verfassung mit tatsächlich unmittelbaren Wahlen die von ihm wirklich gewollten Menschen in die Abgeordnetenhäuser entsendet. Und so der gesamte Mob der Parteienmischpoke seine Unerwünschtheit aufgezeigt bekommt.

  2. Die Taktik des Hochjubelns kennen vor allem die (Ost)-Deutschen aus langer Erfahrung – und dazu die Erfahrung, dass auch dem letzten „Jubler“ zwangsläufig mal die Puste abgedreht wird. Soweit scheint die grün-verseuchte Medienlandschaft zwar noch nicht zu sein, aber es wird kommen.
    Die Geschichte hat gezeigt, dass sich, so schlimm es auch werden mag, irgendwann der Verstand durchsetzt. Das Böse daran ist nur, dass es meistens erst schlimmer wird, bevor es wieder besser werden kann.
    Wollen wir hoffen, dass der Kelch diesmal an uns vorübergeht und ein sauberer Übergang gelingt!
    Ob ich den Übergang zur Normalität noch erlebe, weiß ich nicht. Aber ich habe die Hoffnung, dass die nächsten Generationen nicht im grünen Schwachmaten-Utopia enden!

  3. „Rekord-Mitgliederzuwachs bei den Grünen“

    Würde das politische Deutschlandbild abrunden.
    Es verhält sich wie:
    Von der Teufelsgestalt auf den Beelzebub umzusteigen.

  4. Statt der bisherigen ca. 10% macht man eifach 25% Bundesweit, damit die Rohdaten der AfD weiter auf 13% runtergelogen werden können, gell?

  5. WEIL DIE ACH-SO-CHRISTLICHE UNION JEDE PROFITTRÄCHTIGE SAUEREI (JETZT: DIE REPRODUKTIONS-„MEDIZIN“, tatsächlich: DAS REPRODUKTIONS-BUSINESS) mitmachen will (muss ?), braucht sie nun (nach dem Ende der SPD) die GrünInnen . . . G. R., Internet: http://www.DritterWeg.de – Bitte weitergeben – danke !