in Politik

Während die deutschen Medien schweigen, geht der Generalstreik in Frankreich, der nun schon seit dem 5. Dezember 2019 anhält, unvermindert weiter. Am Wochenende sind wieder 92.000 Menschen auf die Straße gegangen, um gegen Macrons Rentenreform zu demonstrieren.

Auf Initiative der Gewerkschaften haben am 5. Dezember 2019 die Streiks gegen die Rentenreform begonnen. An den Protesten nehmen Vertreter verschiedener Berufe teil. Sie lehnen die Anhebung des Renteneintrittsalters auf 64 Jahre ab.

Rentenreform soll mit Petition aufgehalten werden

Bei der Reform sollen die bestehenden 42 verschiedenen Rentensysteme abgeschafft und vereinheitlicht werden. Dabei würden viele Rentenprivilegien verlorengehen. Seit dem 17. Februar beraten die Mitglieder der Nationalversammlung eine Petition zur Änderung des geplanten Gesetzes, die von 41.000 Menschen unterschrieben wurde.

Abgeordnete aus dem Regierungslager warfen dem linken Lager in einer kontroversen Debatte vor, die Nationalversammlung lahmlegen zu wollen. Parlamentarier der Linken warnten, die Regierung wolle die Rentenreform an der Volksvertretung vorbei per Verordnung durchsetzen.

Gleichzeitig veranstaltet die Macron-Regierung eine Konferenz mit den Gewerkschaften, bei der nur die wirtschaftlichen Aspekte und die Frage, wie das finanzielle Gleichgewicht bis 2027 aufrechterhalten werden kann, diskutiert werden. Die Vertreter einer der größten Gewerkschaften Frankreichs kündigten an, dass sie sich nicht an den Verhandlungen beteiligten werden. Allerdings sollten die Fragen dem Leitungsgremium der Gewerkschaft vorgelegt werden.

Die Streiks sollen sich jedoch inzwischen abgeschwächt haben. Die Bahn soll kaum noch betroffen sein. In Paris galt die Lage der Nahverkehrsgesellschaft RATP als normal. Hat die Bewegung eine Chance gegen das Macron-Regime? Wir ziehen hier den Vergleich zur Rentenreform in Deutschland und zeigen zudem den Verlauf der Proteste in Frankreich – denn Macron scheint dieses öffentlichkeitswirksame Desaster nicht in den Griff zu bekommen.

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Wofür zahle ich eigentlich Rundfunkgebühren, wenn ich über so eine dramatische Entwicklung in Frankreich nur über andere Quellen im Internet etwas erfahre? Stattdessen faseln unsere Medien über Hanau, was inzwischen niemand mehr hören kann, da alles nur noch Bauchblabla ist und mit den bereits bekannten Fakten nichts mehr zu tun hat.

  2. Die wollen noch eine Gebühren Erhöhung, wer über Hanau was anderes
    höhren/sehen will, muss sich auf die Türkischen Medien in Deutschland verlassen und Übersetzungen von Augenzeugenberichten
    die nie frei ins ÖR/Bild deine(r) Meinung kommen.