in Politik

In Genua haben vor wenigen Tagen Hafenarbeiter dagegen protestiert, ein saudisches Frachtschiff mit Waffen und militärischer Ausrüstung zu beladen. Die Arbeiter hatten zunächst das Anlegebecken für das saudische Schiff „Bahry Yanbu“ blockiert, zum Streik aufgerufen und dann mit Transparenten gegen Krieg protestiert.

Die Militärausrüstung und die Waffen, die nach Saudi-Arabien geliefert werden, werden häufig im völkerrechtswidrigen Krieg gegen den Jemen eingesetzt. Ein Demonstrant sagte: „Das ist ein Schiff, das in unserem Hafen anlegt, um Ausrüstung zu beladen, die während eines Krieges wie dem im Jemen, in dem viele unter der Zivilbevölkerung gestorben sind, verwendet werden könnte. Wir dürfen uns nicht daran beteiligen.“

Etwa 100 Menschen haben sich an dem Protest beteiligt. Es war nicht das erste Mal, dass das saudische Frachtschiff wegen Protests nicht beladen werden konnte. Anfang Mai hatte das Schiff im belgischen Antwerpen Waffen geladen und fuhr dann weiter nach Le Havre, um dort ebenfalls Waffen abzuholen. Doch dort konnte das Schiff wegen eines Protests gegen Waffenlieferungen nach Saudi-Arabien nicht anlegen und musste abdrehen. Das Frachtschiff fuhr schließlich weiter nach Spanien, um dort im nordspanischen Hafen Santander anzulegen. Doch auch dort wurde das Schiff mit Protesten empfangen.

Ende Mai lief das saudische Frachtschiff „Bahri Tabuk“ in Marseille ein, um dort eine „gemischte“ Ladung aufzunehmen. Doch die Docker-Gewerkschaft CGT hatte bereits vor Einlaufen des Schiffes bekanntgegeben, dass keinesfalls Waffen für den Krieg im Jemen verladen werden würden. Obwohl von offizieller Seite versichert wurde, dass es sich bei der Beladung um ausschließlich zivile Güter handele, untersuchten die Hafenarbeiter die Ladung genau. Entgegen der Behauptungen gab es dennoch Waffen und Militärausrüstung unter der vorgesehenen Ladung – Diese verluden die Hafenarbeiter nicht auf das Schiff.

Das Schiff „Bahri Tabuk“ gehört zu derselben Frachtschiffflotte aus Saudi-Arabien wie das Schiff, dessen Beladung in Genua verweigert wurde. Die saudische Handelsgesellschaft Bahri ist dafür bekannt, weltweit eingekaufte Waffen des saudischen Regimes zu transportieren.

Deutschland liefert dennoch Waffen an Kriegsgebiete. Mehr zum ganzen Skandal: hier.

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  1. Das gibt der Hoffnung auf das Gute im Menschen wieder Lebenskraft, wenn Menschen Vorort klar beweisen, dass sie gegen Krieg sind und nicht nur ein Lippenbekenntnis abgeben. Meine Hochachtung für solche Menschen, die ich mir in ihrer ehrlichen Aufrichtigkeit auch in Deutschland in noch größerer Zahl wünsche, als es sie bereits gibt.